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title: "Ein Videoanruf — und das Smartphone ist kompromittiert: In Unisoc-Chips für Budget-Geräte Schwachstelle mit Root-Zugriff entdeckt"
description: "Der Forscher 0x50594d hat gezeigt, dass ein Videoanruf Root-Zugriff auf Smartphones mit Unisoc-Chips T612, T616, T606 und T7250 ermöglichen kann. Unisoc hat die Angaben nicht bestätigt, und der PoC wurde im Labor auf Geräten mit bereits vorhandenem Root durchgeführt."
date: 2026-08-23T17:30:59.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/unisoc-chip-schwachstelle-root-zugriff-per-videoanruf
tags: [unisoc, cybersecurity, vulnerability, root-access, android, smartphone, modem-firmware]
publisher: "XAB.info"
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# Ein Videoanruf — und das Smartphone ist kompromittiert: In Unisoc-Chips für Budget-Geräte Schwachstelle mit Root-Zugriff entdeckt

![Budget-Smartphones Redmi mit Unisoc-Chips, anfällig für Videoanruf-Hacks](https://xab.info/media/2026/08/24/vulyazvimost-chipov-unisoc-root-dostup-po-videozvonku/vulyazvimost-chipov-unisoc-root-dostup-po-videozvonku-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Der Forscher 0x50594d hat eine Schwachstelle in der Unisoc-Modem-Firmware demonstriert, die den Root-Zugriff per Videoanruf ermöglicht.
- Das Risiko betrifft die Unisoc-Chips T612, T616, T606 und T7250; die Tests wurden an Realme C33, Xiaomi Redmi A5 und Motorola E13 durchgeführt.
- Der PoC wurde unter Laborbedingungen und nicht in Mobilfunknetzen erstellt, und auf den Geräten war bereits Root vorhanden, was die Schlussfolgerung über die realen Folgen einschränkt.
- Unisoc hat zum Zeitpunkt der Veröffentlichung auf die Meldung des Forschers nicht reagiert.

Ein Cybersicherheitsforscher, der unter dem Pseudonym 0x50594d auftritt, hat eine Schwachstelle demonstriert, die es ermöglicht, nach einem gewöhnlichen Videoanruf die vollständige Root-Kontrolle über ein Smartphone zu erlangen. Laut seinen Angaben liegt die Ursache in der Modem-Firmware mehrerer Unisoc-Prozessoren, die weit verbreitet in günstigen Geräten von Xiaomi, Motorola und Realme zum Einsatz kommen. Bei einem erfolgreichen Angriff kann der Angreifer Änderungen am Android-Betriebssystem vornehmen und erhält damit faktisch die vollständige Kontrolle über das Gerät. Die Veröffentlichung der PoC-Details erfolgte in einem Umfeld, in dem der Chip-Hersteller Unisoc zum Zeitpunkt der Publikation noch nicht auf die Meldung des Forschers reagiert hatte.

### So funktioniert der Angriff

Laut Beschreibung des Forschers wird das Problem als „ausnutzbare Schwachstelle, die mit einer fehlerhaften Isolation gemeinsam genutzter Ressourcen in der System-on-Chip-Architektur zusammenhängt“, charakterisiert. In der Unisoc-Modem-Firmware sei, so der Forscher, ein kritischer Fehler entdeckt worden, der die Ausführung beliebigen Codes mit Kernel-Privilegien aus dem Modem-Kontext heraus ermöglicht. Sobald die Möglichkeit zur Codeausführung auf dem Modem besteht, sei der Angreifer nach Einschätzung von 0x50594d in der Lage, Daten im gesamten Speicherbereich zu lesen und zu schreiben, indem er den Schutz im ersten Bereich des Speicher-Schutzblocks deaktiviert. Genau dieser Mechanismus mache, so die Aussage des Forschers, einen einzigen Videoanruf für den Übergang zum Root-Zugriff ausreichend.

### Welche Geräte sind betroffen

Der Fehler wurde in der Modem-Firmware der Unisoc-Chips T612, T616, T606 und T7250 entdeckt, weshalb formal alle auf diesen Prozessoren basierenden Geräte einem Risiko ausgesetzt sind. Die Konzeptprüfung wurde an konkreten Modellen durchgeführt: Realme C33, Xiaomi Redmi A5 mit Sicherheitsupdate vom 2026-01-01 und Motorola E13 mit Update vom 2025-02-01. Dabei war auf allen drei Geräten zusätzlich ein Android-Sicherheitsupdate vom Juli 2025 installiert, was nach Logik des Forschers darauf hindeutet, dass die Schwachstelle zum Zeitpunkt des Tests nicht durch aktuelle Patches geschlossen worden war.

### Technischer Kern und Einschränkungen der Prüfung

Zwei wesentliche Einschränkungen, die der Quelle selbst zusammen mit der Demonstration genannt werden, sind hervorzuheben. Erstens wurde die Konzeptprüfung unter Laborbedingungen und nicht in realen Mobilfunknetzen durchgeführt, daher ist die Übertragung des Angriffs auf die breite Nutzerbasis unter normalen Netzbedingungen nicht bestätigt. Zweitens war auf den Testgeräten vor Beginn des Angriffs bereits ein Root-Zugriff vorhanden, was bedeutet: In einer typischen Nutzerkonfiguration ohne vorheriges Rooten können die Folgen des Exploits erheblich weniger kritisch sein als im Laborszenario.

### Widersprüchliche Angaben

Hier besteht ein deutliches Spannungsfeld zwischen zwei Bewertungen. Einerseits bezeichnet der Forscher den Fehler als „kritisch“ und betont die Möglichkeit der beliebigen Codeausführung mit Kernel-Privilegien sowie der vollständigen Speicherkontrolle — ein Argument für eine hohe Gefährdung. Andererseits hält dieselbe Quelle fest, dass der PoC im Labor und nicht in Mobilfunknetzen erstellt wurde und dass auf den Geräten bereits Root vorhanden war, weshalb „der Angriff in der Realität möglicherweise keine Folgen hat“. Somit koexistieren in einem einzigen Material die Version „kritische Schwachstelle mit Root per Videoanruf“ und die Version „eingeschränkter Labor-PoC ohne nachgewiesene Massenwirkung“, und die endgültige Bewertung der Schwere hängt davon ab, ob der Angriff unter realen Netzbedingungen auf nicht gerooteten Geräten reproduziert werden kann.

### Position von Unisoc und Empfehlungen für Nutzer

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Materials hatte Unisoc auf die Nachricht des Forschers noch nicht reagiert, daher liegt bislang keine unabhängige Bestätigung oder Widerlegung der Schwachstelle seitens des Herstellers vor. Unter solchen Umständen ist eine vernünftige Verhaltenslinie für Besitzer günstiger Smartphones mit den Chips T612, T616, T606 und T7250: Firmware und Android-Sicherheitsupdates auf dem aktuellen Stand zu halten, in verdächtigen Szenarien keine Videoanrufe von unbekannten Absendern anzunehmen und die offiziellen Patches von Unisoc und der Gerätehersteller zu verfolgen. Bis ein offizieller Kommentar des Herstellers und unabhängige Reproduktionen in realen Netzen vorliegen, sollte das Risiko als mit Einschränkungen bestätigt gelten.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Ein Videoanruf — und das Smartphone ist gehackt: Gefährliche Schwachstelle in Unisoc-Chips entdeckt, die in Budget-Gadgets beliebt sind window-new](https://3dnews.ru/1147252/odin-videozvonok-i-smartfon-vzloman-naydena-opasnaya-uyazvimost-v-chipah-unisoc-populyarnih-v-byudgetnih-gadgetah) - Единственный источник: PoC исследователя 0x50594d в лаборатории, чипы T612/T616/T606/T7250, устройства Realme C33, Xiaomi Redmi A5, Motorola E13; Unisoc не ответила, на устройствах был предшествующий root.

## ❓ FAQ

### Q: Welche Unisoc-Chips sind von der Schwachstelle betroffen?
**A:** Laut Angaben des Forschers befindet sich der Fehler in der Modem-Firmware der Unisoc-Chips T612, T616, T606 und T7250, weshalb formal alle Geräte auf diesen Prozessoren einem Risiko ausgesetzt sind.

### Q: Reicht ein einziger Videoanruf für einen Hack aus?
**A:** Der Forscher behauptet, dass dies im Rahmen seines Labor-PoC der Fall ist. Die Prüfung wurde jedoch im Labor und nicht in realen Mobilfunknetzen durchgeführt, daher ist eine Massenreproduktion unter normalen Bedingungen nicht bestätigt.

### Q: Hat Unisoc die Schwachstelle bestätigt?
**A:** Nein, zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hatte Unisoc auf die Nachricht des Forschers nicht reagiert, daher gelten die Angaben als mit Einschränkungen bestätigt.

### Q: Was sollten Besitzer solcher Smartphones tun?
**A:** Firmware und Android-Sicherheitsupdates auf dem aktuellen Stand halten, in verdächtigen Szenarien keine Videoanrufe von unbekannten Absendern annehmen und die offiziellen Patches von Unisoc und der Gerätehersteller verfolgen.