Im Persischen Golf, der seit mehr als drei Monaten aufgrund von Kampfhandlungen eine geschlossene Zone war, hat sich eine großangelegte humanitäre Operation entfaltet. Die UNO hat den Prozess der Massenevakuierung von Hunderten ausländischer Schiffe und Tausenden von Seeleuten, die in der Region feststecken, eingeleitet. Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) hat bereits die notwendigen Sicherheitsgarantien von den Schlüsselspielern des Konflikts erhalten, was die Aufhebung der Schifffahrtssperre ermöglicht hat.

Das Ausmaß der Krise: 600 Schiffe und 11.000 Menschen

Die Situation in der Region hat einen kritischen Punkt erreicht. Laut der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation sind 600 Schiffe in den Gewässern des Golfs blockiert. Diese Blockade ist eine direkte Folge der Eskalation der Kampfhandlungen zwischen den USA, Israel und dem Iran. An Bord der feststeckenden Schiffe befinden sich 11.000 Besatzungsmitglieder, deren Leben und Gesundheit bedroht waren.

Der Generalsekretär der IMO, Arsenio Dominguez, bestätigte, dass die Seeleute monatelang unter Unsicherheit und Schwierigkeiten litten. „Wir haben die notwendigen Sicherheitsgarantien gewährleistet und die Bedingungen für eine sichere Schifffahrt sorgfältig überprüft, um diese Operationen zu unterstützen“, betonte Dominguez und stellte fest, dass der Evakuierungsplan bereits in Gang gesetzt wurde.

Ein spezieller Korridor durch Oman

Zur Umsetzung der Operation zur Befreiung der Schiffe wurde eine komplexe internationale Koalition gebildet. Das UNO-Agentur begann den direkten Kontakt mit den Kapitänen der Schiffe, und die Operation wird gemeinsam mit den Vereinigten Staaten, Oman und dem Iran durchgeführt.

Ein Schlüsselelement des Plans war die Logistik. Das Verteidigungsministerium Omans bestimmte einen speziellen sicheren Korridor für die Bewegung der Schiffe. Die Schiffe müssen entlang der Küste dieses Landes fahren, wo US-Militärs seit mehreren Wochen die Bewegung koordinieren und die Sicherheit in diesen Abschnitten gewährleisten.

Wirtschaftliche Folgen und die Öffnung der Straße von Hormus

Die Aufhebung der Sperre der Meerengen hat nicht nur humanitäre, sondern auch globale wirtschaftliche Bedeutung. Nach der Unterzeichnung einer Denkschrift zwischen den USA und dem Iran erklärte Präsident Donald Trump, dass die Straße von Hormus nun „vollständig geöffnet“ sei.

Laut ihm wurde am 21. Juni mehr Öl durch die Meerenge transportiert als je zuvor. Zur Bestätigung der Stabilisierung der Situation kündigte das US-Finanzministerium eine vorübergehende Aussetzung der Sanktionen gegen iranisches Öl an. Dieses Ausnahmeregelung ist jedoch begrenzt und gilt nur für 60 Tage.