In Kiew wird über ein vorübergehendes Verbot von Großveranstaltungen entschieden, nachdem sich die Sicherheitslage erheblich verschlechtert hat. Dies erklärte Bürgermeister Vitali Klitschko, wie die Zeitung Sport RBC.UA berichtet. Die neuen strengen Einschränkungen betreffen das Sportleben der Hauptstadt unmittelbar: Verboten sind Unterhaltungs- und Sportveranstaltungen sowohl auf Freigeländen als auch in Sportstätten, die nicht über angemessene Schutzräume verfügen oder in deren unmittelbarer Nähe sich keine solchen befinden. Hauptziel der Maßnahmen ist die Minimierung der Risiken für Zuschauer, Sportler und Personal.

Wer in der Eliteklasse betroffen ist

Betroffen sind gleich mehrere Klubs der ukrainischen Premjer-Liha, die ihre Heimspiele auf kiewischen Arenen austragen. In erster Linie die Hauptstadtvereine „Dynamo“ und „Obolon“, sowie der lugschanskische Klub „Scharja“, der seine Heimspiele in Kiew bestreitet. Besonders hervorgehoben wird, dass ein weiterer Hauptstadtverein – „Lewy Berah“ – seine Heimpartien auf einer Arena in der Oblast Kiew austrägt, weshalb die Einschränkungen auf ihn möglicherweise anders wirken. Den Veranstaltern der Wettbewerbe und dem UPL-Verband bleibt nun nichts anderes übrig, als in Eile Auswege aus der entstandenen Situation zu suchen.

Mögliche Szenarien

Zu den diskutierten Optionen zählen die Austragung von Spielen ohne Zuschauer, der Verlegung von Partien auf Stadien, die über zertifizierte Schutzräume mit ausreichender Kapazität verfügen, oder die Änderung der Gaststädte für kommende Begegnungen. Offizielle Entscheidungen zur Überarbeitung des Spielplans sollen laut vorliegenden Informationen in Kürze erwartet werden; bis zu deren Annahme bleibt das genaue Format der Heimspiele der Hauptstadtvereine unklar.

Das nächste Spiel steht auf der Kippe

Im kommenden, 6. Spieltag der UPL ist in der Hauptstadt eine Begegnung angesetzt: Am Montag, dem 14. September, soll „Dynamo“ auf seiner eigenen Arena den „Epizentr“ aus Kamjanez-Podilskyj empfangen. Besondere Vorsicht in Bezug auf dieses Spiel schürt der jüngste Vorfall – nach vorliegenden Angaben gab es feindliche Einschläge in der Nähe des „Dynamo“-Stadions, was zu einem der Argumente für die Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen wurde.

Widersprüchliche Angaben

In Veröffentlichungen verschiedener Medien unterscheidet sich die Formulierung der Maßnahme im Hinblick auf den Umfang. Einige Quellen (darunter Rambler News) übermitteln die Nachricht als generelles Verbot von Großveranstaltungen in Kiew, während andere (etwa media.az) und die Ursprungsquelle präzisieren, dass es sich um eine vorübergehende Einschränkung von Veranstaltungen auf Freigeländen und in Gebäuden ohne entsprechende Schutzräume handelt. So koexistieren im Informationsraum die Version vom „vollständigen“ Verbot und die vom „zielgerichteten“ Verbot für Objekte ohne Schutzbauten; der endgültige rechtliche Umfang der Einschränkungen muss durch einen offiziellen Beschluss der Stadtverwaltung festgelegt werden.