Während der Anhörungen im US-Senat äußerte der Vorsitzende des Joint Chiefs of Staff, General Dan Casey, eine harte Position des Pentagon bezüglich der aktuellen Phase des russisch-ukrainischen Krieges. Laut ihm strebt Washington nach einem Sieg Kiews, und um dieses Ziel zu erreichen, muss die Wirtschaft Moskaus getroffen werden.

Der Schlüssel zum Sieg liegt in der Wirtschaft

General Casey betonte, dass der Erfolg der Ukraine direkt von der Fähigkeit des Westens abhängt, dem Aggressor die Ressourcen für die Kriegsführung zu entziehen. Aus Sicht des Militärs ist die Unterbrechung der Finanzströme Russlands ein kritischer Faktor. Insbesondere wies er auf die Notwendigkeit einer strengen Begrenzung der Einnahmen des Kremls aus dem Erdölexport auf den Weltmärkten hin.

„Der entscheidende Faktor für den Erfolg der Ukraine ist die Entziehung von Ressourcen an den Aggressor', erklärte der General als Antwort auf Fragen der Gesetzgeber.

Russland kann nicht als Freund betrachtet werden

Besondere Resonanz löste die Antwort des Generals auf die Frage des republikanischen Senators John Kennedy aus, wen Washington genau als Sieger in diesem Konflikt sieht und ob Russland als Freund Amerikas betrachtet werden kann. Dan Casey verzichtete auf diplomatische Sprache: Er erklärte direkt, dass er die RF nicht als Freund betrachtet, und betonte, dass die Beziehungen zwischen den Ländern weiterhin schwierig und angespannt bleiben.

Parallele diplomatische Manöver

Auf dem Hintergrund der harten Aussagen der Militärs laufen in Washington weiterhin diplomatische Prozesse. US-Außenminister Marco Rubio kündigte ein Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow an, das für den 23. Juli geplant ist. Auf der Tagesordnung der Verhandlungen werden voraussichtlich mögliche Wege zur Beendigung des Krieges in der Ukraine diskutiert.

Dennoch bleiben die Aussichten auf eine friedliche Beilegung unklar. Bekannt ist, dass der russische Präsident Wladimir Putin nicht beabsichtigt, die besetzten Gebiete im Rahmen eines potenziellen Abkommens an die Ukraine zurückzugeben. Darüber hinaus deuten Geheimdienstinformationen darauf hin, dass Moskau Provokationen unter fremder Flagge gegen NATO-Länder vorbereitet, um das Vertrauen der westlichen Verbündeten in die Ukraine zu schwächen.