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title: "US-NATO-Botschafter weist These von der „Nähe zwischen Trump und Putin“ auf der Berliner Sicherheitskonferenz zurück"
description: "US-NATO-Botschafter Matthew Whitaker hat auf der Berliner Sicherheitskonferenz die These von der „Nähe zwischen Trump und Putin“ kategorisch zurückgewiesen und erklärt, Washingtons Ziel sei ein Friedensabkommen. In Kiew teilt man Washingtons Einschätzung zur Friedensbereitschaft indessen nicht."
date: 2026-11-04T20:39:51.803Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/us-nato-botschafter-weist-trump-putin-naehe-zurueck-berlin
tags: [trump, putin, ukraine-war, nato, berlin-security-conference, peace-talks, donbas, matthew-witkaker]
author: "Alexander Buran"
publisher: "XAB.info"
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# US-NATO-Botschafter weist These von der „Nähe zwischen Trump und Putin“ auf der Berliner Sicherheitskonferenz zurück

![Donald Trump in einem blauen Anzug und roter Krawatte vor einer blau-roten Beleuchtung](https://xab.info/media/2026/11/04/posol-ssha-pri-nato-oproverz-blizost-trampa-k-putinu-berlinskaya-konferenciya/posol-ssha-pri-nato-oproverz-blizost-trampa-k-putinu-berlinskaya-konferenciya-1.webp)

## Kernpunkte

- US-NATO-Botschafter Matthew Whitaker wies auf der Berliner Sicherheitskonferenz die Behauptung zurück, Trump stehe Putin näher als Europa
- Whitaker erklärte, das Ziel der Trump-Administration sei ein Friedensabkommen, räumte jedoch ein, Putin werde einer „vernünftigen“ Regelung nicht zustimmen
- Der Diplomat äußerte Unmut über die europäische Kritik am Verhandlungsprozess und knüpfte die europäische Tischpräsenz an Bedingungen
- Washington glaubt, beide Seiten seien bereit für Frieden; ukrainische Unterhändler teilen diese Einschätzung nicht
- Laut der NYT drängt die Trump-Administration Kiew zu einem Abkommen mit territorialen Zugeständnissen im Donbass im Austausch für wirtschaftliche Vorteile

Auf der Berliner Sicherheitskonferenz hat der US-Botschafter bei der NATO, Matthew Whitaker, die Behauptung kategorisch zurückgewiesen, Präsident Donald Trump stehe „Wladimir Putin näher als den europäischen Partnern“. Die Äußerung erfolgte als Reaktion auf eine Bemerkung der Kongresspräsidentin und EU-Parlamentarierin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die angemerkt hatte, europäische Politiker seien über diesen Eindruck „etwas irritiert“. „Ich sehe mich gezwungen, das kategorisch zurückzuweisen. Möglicherweise wird es auf dem europäischen Kontinent so wahrgenommen. Aber das entspricht definitiv nicht der Wahrheit“, erklärte der US-Diplomat laut RBC-Ukraine unter Berufung auf Ukrinform.

### Washingtons Ziel ist ein Friedensabkommen

Whitaker betonte, dass die Priorität der Trump-Administration darin liege, ein Friedensabkommen zu erreichen und den Krieg Russlands gegen die Ukraine zu beenden. Gleichzeitig räumte er ein, Wladimir Putin sei „so wie er ist“, und äußerte Zweifel an dessen Bereitschaft, einer nach Ansicht Washingtons vernünftigen Regelung zuzustimmen. „Wir möchten vielleicht, dass er anders ist. Wir möchten vielleicht, dass er dem zustimmt, was wir alle für eine vernünftige Vereinbarung halten. Aber er wird nicht zustimmen“, konstatierte der Botschafter. Genau deshalb müsse man nach gemeinsamen Bedingungen suchen, denen sowohl Ukrainer als auch Russen zustimmen könnten, so Whitaker.

### Das fünfte Kriegsjahr und die Komplexität der Verhandlungen

Bei der Beurteilung der Aussichten auf eine Regelung verwies Whitaker darauf, dass der Krieg seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Jahr 2022 bereits in sein fünftes Jahr geht. „Und das hat sich als sehr komplex erwiesen, wie wir alle wissen“, bemerkte er, ohne Details zu konkreten Verhandlungspfaden zu nennen. Der Diplomat äußerte zudem Unmut darüber, dass europäische Politiker ständig den Verhandlungsprozess selbst kritisieren und nicht das Ergebnis. Seiner Ansicht nach ist die formelle Anwesenheit europäischer Vertreter am Verhandlungstisch weniger bedeutend als das tatsächliche Ende des Konflikts und die Schaffung eines dauerhaften Friedens.

### „Wenn Europas Stimme das Zünglein an der Waage ist“

Whitaker fügte hinzu, dass Europa bereits an entsprechenden Konsultationen und der Unterstützung für die Ukraine beteiligt ist. „Wenn Europas Stimme am Verhandlungstisch das Zünglein an der Waage sein wird, dann sollten sie dort sein“, erklärte der Botschafter und stellte damit faktisch eine Bedingung für eine vollwertige europäische Teilnahme in der Endphase der Verhandlungen. Diese Aussage kann als Signal Washingtons gewertet werden, dass die USA Verhandlungen überwiegend in einem bilateralen Format führen wollen, während Europas Rolle von seiner Fähigkeit abhängen wird, das Ergebnis zu beeinflussen.

### Kontext: Abweichende Einschätzungen zur Friedensbereitschaft

Zuvor hatte RBC-Ukraine berichtet, dass man in Washington der Ansicht ist, die Ukraine und Russland hätten das Stadium erreicht, in dem sie bereit für ein Friedensabkommen seien. Ukrainische Verhandler teilen diese Einschätzung jedoch nicht. Nach Angaben der New York Times drängt die Trump-Administration Kiew indes zu einem Friedensabkommen mit Russland, das territoriale Zugeständnisse im Donbass beinhalten könnte. Als Gegenleistung für solche Zugeständnisse stellt Washington der Ukraine mögliche wirtschaftliche Vorteile in Aussicht. Wenige Tage vor der Berliner Konferenz steht die öffentliche Rhetorik des US-Diplomaten über „gleiche Bedingungen für beide Seiten“ somit im Schatten interner Differenzen bei der Bewertung der Verhandlungspositionen von Kiew und Moskau.

## Die Angaben gehen auseinander

### Bereitschaft der Ukraine und Russlands zum Abschluss eines Friedensabkommens

- **Washington (Trump-Administration):** Die Ukraine und Russland haben ein Stadium erreicht, in dem sie bereit sind, ein Friedensabkommen zu schließen ([rbc.ua](https://www.rbc.ua/ukr/news/tramp-blizhchiy-putina-nizh-evropi-posol-1793824172.html))
- **Ukrainische Unterhändler:** Teilen nicht die Einschätzung über die Bereitschaft beider Seiten zum Abschluss eines Friedensabkommens ([rbc.ua](https://www.rbc.ua/ukr/news/tramp-blizhchiy-putina-nizh-evropi-posol-1793824172.html))

*Worin sie übereinstimmen:* Der Krieg geht weiter, der Verhandlungsprozess läuft, beide Seiten erkennen die Notwendigkeit seiner Beendigung an

## Faktencheck und Quellen

- [Трамп не ближе к Путину, чем к Европе, - посол США при НАТО](https://www.rbc.ua/ukr/news/tramp-blizhchiy-putina-nizh-evropi-posol-1793824172.html) - Direkte Zitate von Matthew Whitaker von der Berliner Sicherheitskonferenz, Kontext von Strack-Zimmermanns Bemerkung, Erwähnung von Washingtons Position zur Friedensbereitschaft der Parteien und NYT-Daten zu territorialen Zugeständnissen. Alle Fakten des Artikels stammen aus dieser Quelle.

## Häufige Fragen

### Wer hat auf der Berliner Sicherheitskonferenz die Erklärung abgegeben?

US-NATO-Botschafter Matthew Whitaker. Seine Rede war eine Antwort auf die Bemerkung der Kongresspräsidentin und EU-Parlamentarierin Marie-Agnes Strack-Zimmermann.

### Was genau hat Whitaker dementiert?

Er hat die Behauptung, Präsident Trump stehe „Putin näher als Europa“, kategorisch zurückgewiesen und diese Wahrnehmung als unwahr bezeichnet.

### Welches Ziel verfolgt die Trump-Administration laut dem Botschafter in Bezug auf den Krieg?

Whitaker erklärte, Trump strebe ein Friedensabkommen und die Beendigung des Krieges Russlands gegen die Ukraine an, räumte jedoch ein, dass Putin dem nicht zustimmen werde, was Washington als vernünftige Regelung betrachtet.

### Teilen ukrainische Unterhändler Washingtons Einschätzung zur Friedensbereitschaft?

Nein. Nach Angaben von RBC-Ukraine teilen ukrainische Verhandler nicht die Einschätzung Washingtons, dass beide Seiten bereit seien, ein Friedensabkommen zu schließen.

### Was berichtet die NYT über den möglichen Inhalt eines Friedensabkommens?

Laut der New York Times drängt die Trump-Administration Kiew zu einem Abkommen, das territoriale Zugeständnisse im Donbass im Austausch für mögliche wirtschaftliche Vorteile für die Ukraine vorsehen könnte.