Die Zwischenwahlen 2026 in den USA endeten mit einer Reihe historischer Ergebnisse, die die Vertretung in beiden Kammern des Kongresses und auf den Gouverneursposten neu definieren. Nach Auszählung der Stimmen besiegten die Demokraten die Republikaner und errangen die Kontrolle sowohl über das Repräsentantenhaus als auch über den Senat. Neben dem Wechsel der Mehrheitsverhältnisse in der Legislative blieben die Wahlen vor allem durch eine Rekordzahl an „Premieren“ in der Geschichte des Landes in Erinnerung: Minderheitenvertreter, die zuvor in diesen Gremien noch nie vertreten waren, wurden in den Senat und zu Gouverneuren gewählt.

Der Senat: Erster Muslim, erster offen schwuler Mann und erste indigene Frau

Unter den bei diesen Wahlen gewählten Senatoren treten mehrere Personen ihr Amt zum ersten Mal in der US-Geschichte an. Chris Pappas, Demokrat aus New Hampshire, wird der erste offen schwule Mann sein, der in den Senat gewählt wurde. Abdul El-Sayed, Demokrat aus Michigan, wird der erste muslimische Senator werden. Peggy Flanagan, Demokratin aus Minnesota, wird die erste indianische Frau im Senat sein. Für die Republikanische Partei zieht Julia Letlow aus Louisiana in den Senat ein, womit sie die erste republikanische Senatorin dieses Bundesstaates wird.

Gouverneure: Eine Welle historischer Siege

Eine noch größere Liste von Premieren ergab sich bei den Gouverneurswahlen. In Georgia gewann Keisha Lance Bottoms für die Demokratische Partei und wurde damit die erste afroamerikanische Gouverneurin in der Geschichte der USA; für Georgia selbst ist der Sieg ebenfalls historisch, da das Gouverneursamt zum ersten Mal seit 1998 an die Demokraten geht. In New Mexico wird Deb Haaland die erste indigene Gouverneurin des Staates. Byron Donalds (Republikaner) und David Crowley (Demokrat) werden die ersten schwarzen Gouverneure ihrer jeweiligen Bundesstaaten in Florida und Wisconsin werden, während Gina Hinojosa die erste lateinamerikanische Gouverneurin in Texas wird. Darüber hinaus wurden in mehreren Bundesstaaten zum ersten Mal in der Geschichte Frauen zu Gouverneurinnen gewählt.

Demokraten übernehmen die Kontrolle über den Kongress

Den Angaben der Quelle zufolge halten die Demokraten im Repräsentantenhaus bereits 231 Sitze (bei einer Mehrheit von 218), während die Republikaner auf 139 Sitze kommen. Auch im Senat stellen die Demokraten mit 54 zu 44 Sitzen die Mehrheit. Damit beginnt die neue Kongressperiode unter vollständiger Kontrolle der Demokratischen Partei, was ihr den Weg ebnet, ihr eigenes legislative Paket voranzutreiben.

Reaktion von Präsident Trump

US-Präsident Donald Trump, dessen Partei bei den Wahlen eine Niederlage erlitt, erklärte, er sei von den Ergebnissen überrascht. Er räumte den Erfolg seiner Gegner ein und signalisierte Gesprächsbereitschaft. Als einen Grund für das schlechte Abschneiden seiner Partei nannte er den Krieg mit dem Iran. Gleichzeitig warnte Trump jedoch, er werde von seinem Veto-Recht Gebrauch machen, falls ihm die Gesetzesvorhaben der neuen demokratischen Kongressmehrheit nicht zusagen, was den Ton für das künftige Verhältnis zwischen Exekutive und Legislative vorgibt.