Das US-Militär arbeitet aktiv an Szenarien für potentielle militärische Aktionen gegen Kuba, die in den kommenden Monaten anlaufen könnten. Dem Sender CBS News liegt ein internes Dokument der US-Armee vor, wonach die Armeereserve erwägt, das US-Südkommando mit zusätzlichen Unterstützungseinheiten zu verstärken.
Details zum internen Dokument der US-Armee
Dabei geht es um die potenzielle Verlegung von Militärpolizeispezialisten, Sanitätsdiensten und anderen Unterstützungskräften innerhalb der nächsten vier Monate. Im Text selbst wird Kuba zwar nicht namentlich genannt, doch bestätigten informierte US-Regierungsbeamte unter der Bedingung der Anonymität, dass diese Anfragen im Zusammenhang mit langfristiger Militärplanung bezüglich Kuba stehen.
Politischer und wirtschaftlicher Kontext
Diese Schritte erfolgen vor dem Hintergrund des verstärkten wirtschaftlichen Drucks aus Washington unter US-Präsident Donald Trump, der auf radikale politische Reformen auf der Insel drängt. Das offizielle Ziel der US-Politik ist seit langem der Regierungswechsel in Havanna, obwohl der genaue Umfang und die Parameter der Operation geheim gehalten werden.
Widersprüchliche Daten
Einerseits deuten interne Armeedokumente und Pentagon-Leaks auf eine aktive Planung möglicher Militärmanöver und die Aufstellung von Hilfsbrigaden hin, darunter Sicherheitskräfte und Einheiten zur Inhaftierung. Andererseits hatte US-Präsident Donald Trump zuvor öffentlich erklärt, Washington und Havanna könnten ohne bewaffnete Konflikte eine Einigung erzielen. Zudem enthält das Dokument keine direkten Befehle zur Mobilisierung spezifischer Kampfeinheiten.
Perspektiven und Reaktionen
Experten weisen darauf hin, dass das US-Südkommando, dessen Zuständigkeitsbereich Lateinamerika und die Karibik umfasst, bisher keine Angaben zur Truppenstärke oder genauen Stationierungsorten gemacht hat. Die Lage bleibt äußerst angespannt, während Beobachter die Entwicklung vor dem Hintergrund der harten Sanktionspolitik des Weißen Hauses verfolgen.