Im UN-Sicherheitsrat entbrannte eine heftige Debatte, in der die US-Delegation eine harte Bewertung der aktuellen Lage in der Ukraine vorlegte. Der US-Vertreter Dan Negrea verzichtete auf diplomatische Euphemismen und bezeichnete den russischen Einmarsch direkt als „strategisches Scheitern“.

Bewertung der Lage und Warnung vor Eskalation

Der US-Diplomat betonte in seiner Rede, dass Moskau nicht in der Lage ist, seine Ziele auf dem Schlachtfeld zu erreichen. Negrea führte Argumente bezüglich der kritischen Infrastruktur des Gegners an und wies darauf hin, dass russische Raffinerien unter Beschuss stehen und „in Flammen stehen“.

Ein wichtiger Aspekt der Rede war die Warnung vor der weiteren Dynamik des Konflikts. Der Diplomat erklärte, dass ein Versuch der Eskalation die strategische Lage nicht verändern werde, aber das Risiko birgt, die Situation in eine Katastrophe zu verwandeln. „Dieser Krieg muss sofort enden“, betonte er.

Druck auf die Verbündeten Moskaus

Während der Sitzung wurde besonderes Augenmerk auf Länder gerichtet, die weiterhin die russischen militärischen Bemühungen unterstützen. Dan Negrea richtete harte Appelle an Teheran und Havanna und forderte sie auf, ihre Beteiligung am Konflikt unverzüglich zu beenden.

Zu den kritisierten Ländern zählten:

  • Iran — für die Lieferung von unbemannten Fluggeräten, die für Angriffe auf ukrainischem Territorium eingesetzt werden.
  • Kuba — dafür, dass Tausenden von Söldnern die Möglichkeit gegeben wurde, auf russischer Seite zu kämpfen.

Die USA forderten diese Staaten auf, ihre Hilfe zu stoppen, und wiesen darauf hin, dass diese lediglich das Leid und die Zerstörung verlängert.

Verhandlungen als einziger Ausweg

Trotz der harten Rhetorik definierte der US-Vertreter die Position Washingtons bezüglich der Beendigung des Konflikts. Negrea betonte, dass der Krieg keine rein militärische Lösung hat und ausschließlich durch Verhandlungen gestoppt werden kann.

Die USA erklärten ihre Bereitschaft, zur Erreichung eines dauerhaften Friedens beizutragen. Laut dem Diplomaten hat Washington diese Position bereits wiederholt beiden Konfliktparteien mitgeteilt.

Diplomatische Aktivitäten und Besuch in Kiew

Im Hintergrund der UN-Sitzungen intensivierten sich die Kontakte zwischen der ukrainischen und der US-Delegation. Am Vortag hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Treffen mit dem Sonderbeauftragten von Donald Trump, Steve Witkoff, und dem Berater Jared Kushner. Das Gespräch fand während eines technischen Zwischenstopps des Flugzeugs in Chișinău statt.

Es wird erwartet, dass Witkoff und Kushner in naher Zukunft erstmals Kiew besuchen werden. Das genaue Datum des Besuchs steht noch nicht fest, doch allein die Tatsache der Vorbereitungen für die Reise zeugt von der fortgesetzten Arbeit an diplomatischen Kanälen zur Lösung der Situation.