Der militärische Konflikt zwischen den USA und dem Iran ist in eine neue Phase getreten. In der Nacht vom 8. auf den 9. Juli griffen amerikanische Truppen erneut iranisches Territorium an und zerstörten fast einhundert Ziele. Dies ist bereits der zweite Tag in Folge, an dem Washington großangelegte Offensive Operationen gegen Teheran durchführt.

Die Informationen über die Angriffe wurden durch einen offiziellen Bericht des US-Zentralbefehls (CENTCOM) bestätigt, der in dem sozialen Netzwerk X veröffentlicht wurde. In der Erklärung des Verteidigungsministeriums heißt es, dass das Ziel des Angriffs die weitere Schwächung der Fähigkeit des Irans sei, den kommerziellen Schiffsverkehr und friedliche zivile Seeleute im strategisch wichtigen Hormus-Streng zu attackieren.

Umfang der Operation und Ziele der Angriffe

Laut Angaben des Befehls wurden im Rahmen der Nachtoperation etwa 90 iranische Militärobjekte getroffen. Der offizielle Bericht betont, dass diese Angriffe eine Fortsetzung der erfolgreichen Offensivoperationen waren, die am Vorabend durchgeführt wurden.

Am ersten Tag der Eskalation, in der Nacht vom 7. auf den 8. Juli, griffen die USA etwa 80 militärische Ziele an. Dabei wurden unter anderem mehr als 60 kleine Boote des Revolutionsgarden (IRGC) getroffen.

Position von Donald Trump

Die Entscheidung zur Wiederaufnahme aktiver Kampfhandlungen wurde vom US-Präsidenten Donald Trump während des NATO-Gipfels bekannt gegeben. Der Chef des Weißen Hauses erklärte, dass das Waffenstillstandsabkommen mit dem Iran offiziell beendet sei. Trump betonte, dass er nicht beabsichtige, mit Teheran zu verhandeln, nachdem der Iran am 7. Juli Handelsschiffe angegriffen hatte.

Allerdings entwickelte sich die Situation bereits in dieser Nacht unerwartet. Trump teilte Journalisten mit, dass der Iran nach den jüngsten amerikanischen Angriffen Kontakt mit Washington aufgenommen und einen Deal angeboten habe. Gleichzeitig äußerte der Präsident Zweifel daran, ob Teheran wirklich vertrauenswürdig genug sei, um ein Abkommen zu unterzeichnen.

Aussichten für den Konflikt

Laut dem Nachrichtenmagazin Axios bereiten sich die USA auf eine Wiederaufnahme gegenseitiger Angriffe mit dem Iran vor, die mit der Kontrolle über den Hormus-Streng zusammenhängen. Experten bewerten die Dauer der neuen Militäroperation unterschiedlich: Sie könnte sich sowohl auf einige Tage erstrecken als auch einen ganzen Monat dauern.