In der Schweiz haben beispiellose Verhandlungen zwischen den Delegationen der USA und des Irans begonnen. Das Treffen, das unter der Vermittlung von Katar und Pakistan stattfand, war der erste Kontakt auf so hohem Niveau zwischen den beiden Ländern seit Jahren. Auf der Tagesordnung standen vor allem Fragen des iranischen Atomprogramms und die Verschärfung der Sicherheitslage im Nahen Osten.
Historisches Niveau des Dialogs
Die amerikanische Delegation wurde von US-Vizepräsident JD Vance angeführt, während die iranische Seite vom Parlamentspräsidenten Mohammadbagher Ghalibaf vertreten wurde. Laut Vance verdient dieses Treffen den Titel historisch, da die Führung beider Staaten zuvor nicht auf einem solchen Niveau zusammengekommen war, mit Ausnahme der letzten Monate.
Die Verhandlungsteilnehmer reisten mit einem klaren Ziel in die Schweiz: diplomatische Instrumente zu nutzen, um die Lage im Nahen Osten zu verändern. Der amerikanische Führer betonte, dass die Region, in der der Iran und die Staaten des Persischen Golfs jahrzehntelang im Konflikt lagen, zu Frieden und Wohlstand finden muss.
Schlüsselthemen und Fortschritte
Die Verhandlungen, die mehrere Tage dauern könnten, konzentrieren sich auf zwei kritisch wichtige Bereiche:
- Kontrolle über das iranische Atomprogramm.
- Regelung des Konflikts im Libanon und Waffenstillstand.
JD Vance erklärte, dass bereits in den ersten Stunden des Treffens erhebliche Fortschritte erzielt wurden. Er hofft, dass die Einbindung technischer Experten dazu führen wird, dass erste Fortschritte in der Frage der Kontrolle über nukleare Materialien innerhalb von ein bis zwei Tagen erzielt werden.
Der Schatten der Gefahr eines Scheiterns
Der Start der Verhandlungen stand am Vorabend des Treffens in Gefahr. Am 20. Juni kündigte das iranische Militärkommando die Sperrung des strategisch wichtigen Ormuz-Straits an und nannte dies eine Antwort auf israelische Angriffe auf den Libanon. Doch bevor er aus den USA abreiste, stellte Vance fest, dass keine tatsächlichen Anzeichen für eine Blockade der Passage von zivilen oder militärischen Schiffen festgestellt wurden.
Trotz der Verschärfung der Lage in der Region und der Kampfhandlungen bestätigten beide Seiten ihre Teilnahme. Das Treffen wurde am Bergort Bürgenstock organisiert und erhielt aktive diplomatische Unterstützung von Pakistan und Katar.