US-Streitkräfte haben einen Öltanker beschossen, der auf einen iranischen Hafen zusteuerte. Der Vorfall ereignete sich am Dienstag, dem 2. Juni, in internationalen Gewässern des Persischen Golfs. Laut dem US-Zentralbefehlshaber (CENTCOM) wurde das Schiff durch eine Hellfire-Rakete, die von einem US-Flugzeug abgefeuert wurde, außer Gefecht gesetzt.

Ignorieren von Warnungen und Einsatz von Gewalt

Ziel des Angriffs war der Tanker M/T Lexie, der unter der Flagge von Botswana fuhr. Laut Angaben der US-Seite steuerte das Schiff auf die Insel Harg zu – ein strategisch wichtiger Punkt, durch den bis zu 90 % des iranischen Erdölexports fließen. Die Besatzung des Tankers hatte Warnungen vor der Einführung der Blockade erhalten, ignorierte jedoch die Befehle, die Fahrt in Richtung iranischer Häfen einzustellen.

Aufgrund der Weigerung, den Anforderungen des Kommandos nachzukommen, setzten die US-Streitkräfte Waffengewalt ein. Die Rakete traf das Maschinenraum, wodurch eine weitere Fortbewegung des Schiffes und die Ankunft im Iran unmöglich wurden.

Statistik zur Blockade und Eskalation des Konflikts

Dies ist nicht der erste Fall, in dem Gewalt gegen Schiffe eingesetzt wurde, die das Blockaderegime verletzen. Laut CNN ereignete sich ein ähnlicher Vorfall am vergangenen Wochenende. Seit Beginn der Operation im April haben die US-Streitkräfte sechs Schiffe außer Gefecht gesetzt, und weitere 122 Schiffe wurden in andere Häfen umgeleitet.

Die Ereignisse spielen sich vor dem Hintergrund einer zunehmenden Spannungen im Ormuz-Straße ab. In der Nacht zum 26. Mai griffen die USA iranische Schnellboote und Flugabwehrraketensysteme an, die versuchten, Minen zu legen und auf US-Flugzeuge zu schießen. Am 28. Mai folgte ein neuer Angriff auf ein militärisches Objekt, das laut Quellen eine Bedrohung für die Schifffahrt darstellte.

Auch am vergangenen Wochenende führten die US-Luftwaffe Angriffe auf iranische Radaranlagen und Drohnensteuerungsstellen durch, als Antwort auf den Abschuss eines eigenen unbemannten Flugzeugs. Diese Serie militärischer Aktionen zeigt die zunehmende Spannung in der Region und die Bereitschaft beider Seiten zu einem gewaltsamen Konflikt.