Am 6. August 2026 unternahm die Administration von Präsident Donald Trump einen entschlossenen Schritt im Rahmen der Verschärfung des Drucks auf Havanna. Das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums kündigte ein neues Sanktionspaket gegen Kuba an. Von den Beschränkungen betroffen sind acht hochrangige Beamte und mehrere Militärunternehmen, die der Organisation von Waffenlieferungen und der Zusammenarbeit mit Moskau und Peking beschuldigt werden.
Im Visier: Militärattachés und die Rekrutierung von Söldnern
Im Mittelpunkt der neuen Sanktionswelle stand die Aufnahme Schlüsselfiguren der kubanischen Militärdiplomatie in die schwarze Liste. Insbesondere betroffen sind der kubanische Militärattaché in China, Waldo Pérez Cortés, und seine Kollegin in Russland, Mónica Milian Gómez. Laut Angaben des US-Außenministeriums waren diese Diplomaten für die Einrichtung von Kanälen zur Übertragung von Militärtechnik und Ausrüstung verantwortlich.
Besonderes Augenmerk in der Erklärung Washingtons lag auf der Rolle von Mónica Milian Gómez. Menschenrechtsorganisationen, darunter die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (International Society for Human Rights), berichten von ihrer direkten Beteiligung an der Rekrutierung kubanischer Staatsbürger für Kampfhandlungen auf russischer Seite in der Ukraine. Die Behörden in Havanna bestreiten diese Vorwürfe jedoch kategorisch und bezeichnen sie als politisch motivierte Erfindungen.
Wirtschaftlicher Druck und neue Reformen in Havanna
Neben natürlichen Personen wurden auch fünf kubanische Staatsunternehmen und Handelsfirmen im militärisch-industriellen Sektor getroffen. US-Außenminister Marco Rubio erklärte, dass diese Maßnahmen dazu dienen sollen, die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten zu schützen und Lieferketten zu unterbrechen, die das kubanische Regime mit seinen externen Verbündeten verbinden.
Als Reaktion auf die Eskalation des Drucks kündigte die kubanische Regierung eine Reihe von marktwirtschaftlichen Reformen an. Das offizielle Havanna betont, dass diese Maßnahmen darauf abzielen, die Wirtschaft zu retten, besteht jedoch darauf, dass das politische System des Landes nicht verhandelbar ist. Die kubanischen Behörden stellten kürzlich massive Stromausfälle, die die Insel fast zwei Tage lang ohne Strom ließen, in Verbindung mit den Aktionen der USA und nannten sie „genozidal“.
Militärischer Aspekt: Drohnen und Bedrohung von Basen
Die Situation wird durch militärische Erwerbungen Kubas verschärft. Kürzlich wurde bekannt, dass die Insel eine Charge von 300 Kampfdrohnen erworben hat. Experten gehen davon aus, dass Russland und Iran als Lieferanten fungiert haben könnten. Diese Drohnen könnten, so die Meinung von Analysten, für Angriffe auf US-Militärobjekte, einschließlich Basen auf Kuba und in Nachbarländern, eingesetzt werden. Dieser Umstand war einer der Hauptargumente für die Einführung der Sanktionen im August 2026.
Widersprüchliche Daten
Die Frage nach dem Umfang der Beteiligung Kubas am Konflikt in der Ukraine bleibt Gegenstand heftiger Debatten. Einerseits führen Menschenrechtler und der US-Nachrichtendienst Beweise für die Rekrutierung kubanischer Staatsbürger für die Teilnahme am Krieg an. Andererseits bestreitet die kubanische Führung die Entsendung von Söldnern vollständig und behauptet, dass ihre Bürger nicht an Kampfhandlungen teilnehmen. Darüber hinaus fordert Peking, während die USA Kuba des Waffenbezugs aus Russland und China beschuldigen, von den USA die Aufhebung der Blockade und bezeichnet die Sanktionen als Bedrohung durch Genozid.