Die Ukraine hat von den Vereinigten Staaten Informationen über einen möglichen russischen Angriff mit der Hyperschallrakete „Orechnik' erhalten. Dies teilte ein informierter Gesprächspartner von RBC-Ukraine mit und betonte, dass vorläufige Daten bereits eingegangen sind.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gab es keine offiziellen Erklärungen der US-Regierung oder Warnungen der US-Botschaft in Kiew. Die ukrainischen Behörden und Militärsstrukturen überwachen die Lage jedoch weiterhin auf der Grundlage von Geheimdienstinformationen ihrer Partner.

„Orechnik' wieder im Fokus

Russland könnte die Rakete „Orechnik' innerhalb der nächsten 24 Stunden gegen die Ukraine einsetzen. Die Luftstreitkräfte der Ukraine hatten dies zuvor offiziell angekündigt und die Bevölkerung aufgefordert, die Warnsignale der Luftalarme nicht zu ignorieren.

Laut Anton Zemlyanoy, Senior Analyst des Ukrainischen Zentrums für Sicherheit und Zusammenarbeit, verfügt die Ukraine derzeit über keine eigenen Fähigkeiten, um Starts und Flugbahnen der „Orechnik' zu verfolgen. Das Luftabwehrsystem erhält jedoch dank der Geheimdienstdaten der Verbündeten kritisch wichtige Informationen.

Geschichte der Angriffe: drei Schläge in zwei Jahren

Russland hat die Rakete „Orechnik' bereits dreimal gegen ukrainische Städte eingesetzt:

  • Der erste Angriff ereignete sich 2024 in Dnipro.
  • Der zweite Schlag traf im Januar 2026 die Oblast Lwiw.
  • Der dritte Angriff richtete sich im Mai dieses Jahres gegen Garagen in Bila Zerkwa.

Zusätzlich fiel während des Angriffs im Mai eine der „Orechnik'-Raketen auf dem Gebiet der besetzten Oblast Donezk.

Startort der Raketen: Testgelände „Kapustin Jar'

Alle Starts der „Orechnik' erfolgen vom Testgelände „Kapustin Jar', das in der Nähe Kasachstans liegt, etwa 1100 km von Kiew entfernt. Die Stadt in der Nähe des Testgeländes lebt unter Bedingungen von Armut, Verfall und Schmutz. RBC-Ukraine hatte dies in einem separaten Artikel bereits detailliert beschrieben und gezeigt.

Die Lage bleibt angespannt. Die Ukraine verlässt sich weiterhin auf Geheimdienstinformationen ihrer Partner, um Risiken zu minimieren und die Bevölkerung vor möglichen Angriffen zu schützen. Offizielle Bestätigungen und Details zu neuen Bedrohungen könnten in Kürze bekannt gegeben werden.