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title: "US-amerikanische Wirtschaftsoffensive gegen den Iran stockt: Partner ignorieren Drohungen, China weicht nicht aus"
description: "Die USA haben eine „Wirtschaftsoffensive“ gegen den Iran angekündigt und sie mit der Normandie verglichen, doch China, das 90 % des iranischen Öls kauft, und andere Partner Teherans ignorieren die Sanktionen. Analysten bezeichnen die ergriffenen Maßnahmen als zu schwach."
date: 2026-08-30T14:28:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/usa-wirtschaftsoffensive-iran-china-ignoriert-sanktionen
tags: [iran, us-sanctions, china, oil, treasury, bessent, middle-east, economy]
publisher: "XAB.info"
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# US-amerikanische Wirtschaftsoffensive gegen den Iran stockt: Partner ignorieren Drohungen, China weicht nicht aus

![Diplomat im Anzug vor dem Hintergrund offizieller Gespräche über US-Wirtschaftssanktionen gegen den Iran](https://xab.info/media/2026/08/30/ssha-ekonomicheskoe-nastuplenie-iran-kitay-ignoriruet-sanktsii/ssha-ekonomicheskoe-nastuplenie-iran-kitay-ignoriruet-sanktsii-1.webp)

## 🎯 Key Points

- US-Finanzminister Scott Bessent hat den Beginn eines harten wirtschaftlichen Drucks auf den Iran verkündet und den Plan mit der Landung in der Normandie 1944 verglichen
- China, das etwa 90 % des iranischen Ölexports aufkauft, hat seine Bereitschaft erklärt, seine Interessen zu verteidigen, und beabsichtigt nicht, den Handel mit Teheran einzustellen
- Die USA haben Beschränkungen gegen Filialen der ägyptischen Banque Misr in den VAE angekündigt, doch Analysten halten diese Maßnahmen für zu schwach
- Experten sind sich einig, dass einseitige Sanktionen den Iran wegen der Multipolarität der Handelsströme nicht „knockout“ schlagen können

Washington hat den Beginn eines beispiellosen wirtschaftlichen Drucks auf Teheran verkündet, doch die wichtigsten Akteure der Region haben die Warnungen des Weißen Hauses faktisch ignoriert. Der Versuch der US-Regierung, eine „Wirtschaftsoffensive“ gegen den Iran zu führen – die Finanzminister Scott Bessent selbst mit der historischen Landung in der Normandie 1944 verglich – erwies sich als wenig wirksam. Die Partner Teherans eilen nicht, ihre Handelsbeziehungen zu kappen, und Peking, das bis zu 90 % des iranischen Ölexports aufkauft, hat bereits eine kühne Warnung ausgesprochen und ist nicht bereit, nachzugeben. Ende August 2026 übertraf der Krieg die sechseinhalbjährige Marke, und die Sanktionskampagne scheint ihre erklärten Ziele nicht zu erreichen.

### Bessents „Normandie“: Rhetorik und Realität

Bereits Mitte August kündigte der Leiter des US-Finanzministeriums, Scott Bessent, beispiellose Maßnahmen gegen Teheran an und verglich die geplante Operation mit der Landung der Alliierten in der Normandie. Diese historische Analogie unterstreicht den Umfang des Vorhabens: Es geht um den Versuch, gleichzeitig mehrere Sanktionsschläge gegen verschiedene Knotenpunkte des iranischen Finanzsystems „auszuladen“. Am Wochenende kündigte das Finanzministerium Pläne an, Beschränkungen gegen Filialen der ägyptischen Banque Misr in den VAE einzuführen, die Washington als langjährigen Vermittler des iranischen Regimes betrachtet. Dem Bankinstitut soll der Zugang zu Korrespondenzbeziehungen mit US-Banken beschränkt werden.

### Internationale Reaktion: Stille statt Kapitulation

Doch entgegen den Erwartungen Washingtons fiel die Reaktion der Iran-Partner minimal aus. Die Länder der Region setzen ihre Handelsgeschäfte mit Teheran fort und zeigen keine Bereitschaft, dem amerikanischen Druck nachzugeben. Analysten weisen darauf hin, dass die öffentlichen Maßnahmen, die das Finanzministerium diese Woche ergriffen hat, nicht zum Hype passen, der ihrer Ankündigung vorausging. Der ehemalige Finanzministerbeamte Alex Zerden stellte unmissverständlich fest: „Da der Krieg die sechseinhalbjährige Marke überschritten hat, entsprechen die öffentlichen Maßnahmen des Finanzministeriums in dieser Woche nicht dem Hype.“ Damit bleibt die Lücke zwischen Rhetorik und tatsächlichen Schritten erheblich.

### Das chinesische Dilemma: 90 % des Öls und die Gefahr einer Explosion des Finanzsystems

Die wichtigste Dilemma-Situation für die US-Regierung bleibt die Position Pekings. Eine wirklich wirksame Sanktionskampagne müsste China treffen, das derzeit etwa 90 % des iranischen Öls kauft. Doch China hat Washington bereits eine klare Warnung erteilt, seine Interessen zu verteidigen, und ist nicht bereit, den Handel mit Teheran aufzugeben. Der Geschäftsführer der Datenplattform China Beige Book, Leland Miller, betonte: „Man kann keinen substanziellen Wirtschaftskrieg gegen den Iran führen und dabei das eine Land ignorieren, das 90 % seines Ölexports aufkauft.“ Experten warnen, dass der Versuch, chinesische Finanzinstitute unter Druck zu setzen, zu massiven Gegenmaßnahmen führen und das gesamte globale Finanzsystem destabilisieren könnte.

### Expertenurteil: Knockout durch einseitige Maßnahmen unmöglich

Experten für Geopolitik und Wirtschaft sind sich einig, dass der Versuch, den Iran durch einseitige Beschränkungen „knockout“ zu schlagen, keinen Erfolg haben wird. Der Chefberater von DBM Consulting, Stephen Fallon, erklärte: „Die Idee, den Iran auf diese Weise knockout zu schlagen, ist absurd – das wird die Sache nicht voranbringen. Es gibt zu viele Akteure, und das belohnt die Beteiligten zu sehr.“ Laut ihm machen die Multipolarität der Handelsströme und die Einbindung zahlreicher Vermittler eine einseitige Sanktionspolitik strukturell unwirksam.

### Widersprüchliche Daten

In den vorliegenden Quellen zeigt sich eine gewisse Diskrepanz bei der Bewertung des Umfangs der ergriffenen Maßnahmen. Auf der einen Seite präsentiert das offizielle Washington die Ankündigung als Beginn einer „beispiellosen“ Wirtschaftsoffensive und vergleicht sie mit der Normandie. Auf der anderen Seite charakterisieren unabhängige Analysten und ehemalige Finanzministerbeamte die tatsächlich umgesetzten Schritte (Beschränkungen gegen die Filialen der Banque Misr in den VAE) als „zu schwach“ und nicht dem erklärten Hype angemessen. Außerdem fehlt in den Quellen ein einheitliches genaues Datum für den Beginn der Sanktionskampagne: Bessent kündigte die Maßnahmen „Mitte August“ an, während die konkreten Beschränkungen gegen die Bank „am Wochenende“ bekannt gegeben wurden, was zu einer verschwommenen Chronologie führt. Der Unterschied zwischen dem rhetorischen Maßstab („Normandie“) und dem tatsächlichen Umfang der Beschränkungen (eine Bank in einer Jurisdiktion) bleibt der Hauptwiderspruch in der Darstellung der Informationen.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Welt ignoriert neue US-Drohungen und setzt Handel mit dem Iran fort – Bloomberg](https://www.rbc.ua/ukr/news/svit-ignorue-novi-pogrozi-ssha-ta-prodovzhue-1788098658.html) - Подтверждает игнорирование угроз США партнёрами Ирана, цитирует аналитиков о слабости мер, упоминает 90% нефти и цитату Лиланда Миллера
- [China warnt, dass es seine Interessen im Hinblick auf neue US-Sanktionen gegen den Iran verteidigen wird](https://unn.ua/ru/news/kitai-predupredil-chto-budet-zashchishchat-svoi-interesi-v-otvet-na-novie-sanktsii-ssha-protiv-irana) - Подтверждает позицию Пекина о защите интересов в контексте санкций против Ирана
- [Gelingt es Trump, den Iran zu einem „wirtschaftlichen Ausgestoßenen“ zu machen?](https://www.rbc.ru/politics/25/08/2026/6a8d84479a79470d126bceb2) - Подтверждает контекст санкционной кампании и оценку её эффективности, дата публикации 25.08.2026
- [Sanktionsdruck der USA auf den Iran: Wo liegen die Grenzen von Trumps Möglichkeiten?](https://actualcomment.ru/sanktsionnoe-davlenie-ssha-na-iran-gde-predel-vozmozhnostey-trampa-2608211212.html) - Подтверждает анализ пределов санкционного давления, цитирует Стивена Феллона и Алекса Зердена

## ❓ FAQ

### Q: Was genau haben die USA im Rahmen der „Wirtschaftsoffensive“ gegen den Iran angekündigt?
**A:** Das US-Finanzministerium hat Pläne angekündigt, Beschränkungen gegen Filialen der ägyptischen Banque Misr in den VAE einzuführen und deren Zugang zu Korrespondenzbeziehungen mit US-Banken zu beschränken. Finanzminister Scott Bessent verglich diese Operation mit der Landung in der Normandie 1944.

### Q: Warum erreichen die US-Sanktionen ihre erklärten Ziele nicht?
**A:** Die entscheidende Ursache ist die Position Chinas, das etwa 90 % des iranischen Öls kauft und nicht beabsichtigt, den Handel mit Teheran einzustellen. Darüber hinaus ignorieren andere Iran-Partner die Drohungen Washingtons. Experten weisen darauf hin, dass die ergriffenen Maßnahmen (Beschränkungen gegen eine Bank) nicht zum rhetorischen Maßstab der angekündigten Kampagne passen.

### Q: Wie ist die Position Chinas zu den US-Sanktionen gegen den Iran?
**A:** Peking hat Washington eine klare Warnung erteilt, seine Interessen zu verteidigen. China ist nicht bereit, den Handel mit Teheran aufzugeben, da es bis zu 90 % des iranischen Ölexports aufkauft. Experten warnen, dass Druck auf chinesische Finanzinstitute Gegenmaßnahmen auslösen könnte, die dem globalen Finanzsystem gefährlich werden.

### Q: Was sagen Experten über die Aussichten, den Iran durch Sanktionen „knockout“ zu schlagen?
**A:** Der Chefberater von DBM Consulting, Stephen Fallon, nannte die Idee, den Iran durch einseitige Beschränkungen zu knockout, „absurd“ und verwies auf die zu große Zahl der Akteure in den Handelsströmen. Der ehemalige Finanzministerbeamte Alex Zerden bemerkte, dass die tatsächlichen Maßnahmen nicht dem Hype der Ankündigungen entsprechen.