Der Berater des russischen Präsidenten, Jurij Uschakow, hat die Situation im Zusammenhang mit der Umsetzung der Vereinbarungen kommentiert, die bei dem Treffen von Wladimir Putin und Donald Trump erzielt wurden. Nach Angaben des russischen Beamten ist die Haltung Kiews, gestützt durch die Unterstützung europäischer Länder, der Schlüsselfaktor, der einer Beilegung des ukrainischen Konflikts im Wege steht.

„Verständigung' statt „Vereinbarungen'

Uschakow präzisierte die Terminologie in Bezug auf die Ergebnisse des Treffens der Staats- und Regierungschefs in Alaska. Er betonte, dass es korrekter sei, vom Wort „Verständigung' zu sprechen, nicht von „Vereinbarungen'. Den Parteien sei es gelungen, sich ein gegenseitiges Verständnis über die Maßnahmen im Rahmen der Konfliktbeilegung zu verschaffen. Die amerikanische Seite habe sich laut dem Berater des Präsidenten verpflichtet, ihren Teil dieser Vereinbarungen zu erfüllen, stieß jedoch im Prozess auf eine Reihe von Schwierigkeiten.

Der europäische Faktor und die Reaktion Kiews

Jurij Uschakow verknüpfte die entstandenen Schwierigkeiten direkt mit dem Verhalten der ukrainischen Seite. Er äußerte die Ansicht, dass die Probleme mit der Reaktion Kiews auf „Sondierungen' und Ansprachen der Amerikaner zusammenhängen. Besonders empört zeigte sich der russische Beamte darüber, dass sich die Ukraine auf die Unterstützung europäischer Länder stützt. Uschakow ist der Meinung, dass genau dieser Faktor der ukrainischen Seite während der Verhandlungen „mehr Sturheit' und „Negativität' verleiht.

Unterschiedliche Interpretationen des „Geistes von Anchorage'

Die besagten Ereignisse beziehen sich auf den August des vergangenen Jahres, als Donald Trump und Wladimir Putin ein Treffen in Alaska abhielten, um die Bedingungen für das Ende des Krieges zu erörtern. Seitdem besteht die russische Seite darauf, dass die bei jenem Treffen erreichten Abkommen strikt eingehalten werden müssen.

Die ukrainische Führung betrachtet die Situation jedoch anders. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor angemerkt, dass der Eindruck entstehe, als würden die Parteien über völlig unterschiedliche Dinge sprechen. Ende des Winters erklärte er, Russland berufe sich häufig auf den „Geist von Anchorage', doch den Ukrainern bleibe nichts anderes übrig, als zu raten, was die russischen Kollegen unter diesem Begriff genau verstehen.