Der ehemalige absolute Weltmeister im Schwergewicht, Alexander Usik, hat sich für seinen nächsten Kampf einen Gegner ausgesucht. Laut Informationen, die Sport RBC.UA unter Berufung auf die Instagram-Seite des Ring Magazine weitergibt, wird der ukrainische Boxer im Ring auf den amerikanischen K.o.-Spezialisten Deontay Wilder treffen. Dies habe, so wird berichtet, Sergei Lapin, der Direktor des Usik-Teams, erklärt.

Wer wird der nächste Gegner von Usik

Laut Aussage Lapins soll der potenzielle Kampf gegen Wilder im März 2027 auf US-amerikanischem Boden ausgetragen werden. Einige Fachmedien bezeichnen diese Begegnung bereits als möglichen Abschiedskampf für den ukrainischen Star, obwohl die ursprüngliche Meldung eine zurückhaltendere Formulierung verwendet – es geht um den „nächsten Kampf“ und um einen „potenziellen“ Fight. Damit spiegelt die Information zum jetzigen Zeitpunkt die Phase der Planung und Verhandlungen wider und keinen unterzeichneten Vertrag für ein konkretes Datum.

Format und Geografie: USA, März 2027

Die Wahl einer amerikanischen Arena und die Verschiebung des Kampfes auf das Jahr 2027 werden logischerweise mit den jüngsten Personalentscheidungen Usiks in Verbindung gebracht. Ende Juni hatte der 39-jährige Ukrainer auf seine Titelgürtel von IBF, WBC und WBA verzichtet, um jungen Boxern die Möglichkeit zu geben, um die Titel zu kämpfen. Laut Quelle ermöglichte ihm gerade diese Entscheidung, bei der Wahl des nächsten Gegners freier zu agieren, da er nicht an Pflichtverteidigungen gebunden war.

Deontay Wilder: Legende der K.o.s und Formverlust

Der 40-jährige Deontay Wilder – ehemaliger Inhaber des WBC-Titels im Schwergewicht (2015–2020) und Autor von 10 erfolgreichen Titelverteidigungen. Der Amerikaner ging mit einer rekordverdächtigen Serie von 32 K.o.-Siegen in Folge seit Beginn seiner Karriere in die Geschichte ein. Gleichzeitig betont die Quelle einen deutlichen Formverlust: In seinen letzten 10 Kämpfen ging Wilder nur fünfmal als Sieger hervor, was die bevorstehende Begegnung mit Usik zu einem der faszinierendsten und unvorhersehbarsten seiner Karriere macht.

Kontext: von der Verteidigung in Gise bis zum Verzicht auf die Gürtel

Eine Erinnerung an die jüngste Form Usiks liefert der Boxabend im Mai in der ägyptischen Stadt Gise, wo der Ukrainer den WBC-Titel im Kampf gegen den Kickbox-Star Rico Verhoeven verteidigte und den Gegner mit einem technischen K.o. eine Sekunde vor dem finalen Gong im 11. Rund stoppte. Danach, Ende Juni, trennte sich Usik freiwillig von den Gürteln von IBF, WBC und WBA. Zuvor wurde auch berichtet, dass Alexander Usik auf die sensationelle Niederlage Itumas reagierte und die wichtigste Lektion aus dem Kampf gegen Hrgovic nannte, was seine aktive Aufmerksamkeit für die Wettbewerbssituation in der Gewichtsklasse unterstreicht.

Widersprüchliche Daten

In den Fassungen verschiedener Medien gibt es Abweichungen, die ehrlich benannt werden sollten. Erstens zum Status des Kampfes: In der Ursprungsmeldung ist die Rede von einem „potenziellen“ Kampf, der „geplant“ wird, während die Schlagzeilen einiger Medien ihn bereits als Abschiedskampf und faktisch als feststehend bezeichnen. Zwischen der Planungsphase und einem offiziell unterzeichneten Vertrag besteht also ein Unterschied, den die Quellen unterschiedlich widerspiegeln. Zweitens zur Darstellung: Ein Teil der Publikationen betont den „Abschiedscharakter“ des Kampfes, während die Basismeldung sich auf die Formulierung „nächster Kampf“ beschränkt. Die Zahlen zur Form Wilders (fünf Siege in den letzten 10 Kämpfen, Serie von 32 K.o.s) werden innerhalb eines einzigen Informationsblocks genannt und wurden im Rahmen dieser Publikation nicht unabhängig anhand der Rundenstatistik jedes einzelnen Kampfes überprüft.

Was das für die Karriere Usiks bedeutet

Wenn der Kampf stattfindet, wird er zu einem der Schlüsselereignisse im Schwergewicht und, nach Einschätzung eines Teils der Quellen, zu einem möglichen Schlussakkord der Karriere Usiks. Für den 39-jährigen Ukrainer ist der Kampf gegen einen K.o.-Spezialisten der Klasse Wilders gleichzeitig ein Formtest nach dem Verzicht auf die Titel und eine Chance, sein Erbe als einer der bedeutendsten Gegner des Jahrzehnts zu festigen. Die endgültigen Details – genaues Datum, Arena und Bedingungen – befinden sich zum jetzigen Zeitpunkt noch in der Abstimmung und können sich im Verlauf der Verhandlungen noch ändern.