In der Welt des Profiboxens hat sich eine neue Spannung entfacht. Der Weltboxrat (WBC) hat offiziell den nächsten Gegner für den amtierenden Weltmeister Oleksandr Usyk bestimmt. Nach einer Entscheidung des Organisationspräsidenten Mauricio Sulaiman muss der ukrainische Boxer seinen Titel zwingend gegen Agit Kabayel verteidigen.
Dieser Schritt markiert das Ende der Phase der „bürokratischen Nachsicht“ für Usyk. Zuvor hatte die Organisation dem Champion erlaubt, eine freiwillige Titelverteidigung gegen den niederländischen Kickboxer Rico Verhoeven durchzuführen. Dieses Gefecht fand in Ägypten statt, wo Oleksandr den Sieg durch technischen Knockout in der elften Runde errang. Jedoch folgt gemäß der Satzung nach einer freiwilligen Verteidigung unvermeidlich eine Pflichtverteidigung.
Ultimatum des WBC-Präsidenten
Mauricio Sulaiman verzichtete in einem Kommentar für Pro Box TV auf zweideutige Formulierungen. Er legte die Agenda klar fest: Das Gefecht mit Kabayel wurde bereits genehmigt und ist eine zwingende Voraussetzung für den Erhalt des Status.
„Die Entscheidung des WBC war sehr klar. Ein Kampf war eine freiwillige Verteidigung, und nun muss der Gewinner gegen Kabayel kämpfen“, betonte der Präsident des Rates.
Die Einsätze in dieser Frage sind extrem hoch. Usyk wurde eine harte Bedingung auferlegt: Er muss gegen den Deutschen in den Ring steigen, um seinen Status als vereinigter König des Schwergewichts zu behalten. Sollte der Ukrainer vom Gefecht abspringen, riskiert er den Verlust des vollen WBC-Gürtels. Dies wäre ein schwerwiegender Verlust, da Usyk derzeit drei der wichtigsten Titel (WBA, IBF, WBC) sowie den Gürtel der Zeitschrift The Ring hält.
Die Herausforderung von Agit Kabayel
Usyks Gegner ist der gefährliche und ungeschlagene Deutsche Agit Kabayel. Er erlangte den Titel des Interimsweltmeisters des WBC im Kampf gegen den Chinesen Zhang Zhilei und forderte seither beharrlich seine Chance auf einen Titelkampf ein. Die Reaktion des Deutschen auf Usyks Sieg über Verhoeven war sofort: Direkt nach Ende des Kampfes stieg Kabayel in den Ring und warf dem Ukrainer persönlich eine laute Herausforderung.
Derzeit lobbyiert Kabayel aktiv für die Durchführung dieses Kampfes und behauptet, dass ihr Gefecht „ein ganzes Stadion füllen“ könnte. Der deutsche Boxer hat bereits zwei Top-Arenen identifiziert, die bereit sind, diesen historischen Mega-Kampf zu veranstalten.
Reaktion des Champions und Perspektiven des Kampfes
Oleksandr Usyk wies die Herausforderung nicht zurück. Trotz Gerüchten über einen möglichen Revanchekampf gegen Rico Verhoeven bestätigte der Champion seine volle Bereitschaft, umfassende Verhandlungen mit Kabayel aufzunehmen. Usyk forderte persönlich den Leiter der Generaldirektion für Unterhaltung in Saudi-Arabien, Turki Al-Sheikh, auf, die Organisation dieses Kampfes unter seine Kontrolle zu nehmen.
Damit rückt das Szenario eines Revanchekampfes gegen den Niederländer in den Hintergrund und weicht dem Konflikt mit dem Pflichtkandidaten. Sollten die Verhandlungen erfolgreich sein, werden die Fans eines der am meisten erwarteten Kämpfe des Jahres sehen, bei dem nicht nur der Prestige, sondern auch die Bewahrung des wichtigsten WBC-Titels von Oleksandr Usyk auf dem Spiel steht.