---
title: "VARES und Pro-Consulting stellen die erste umfassende Marktstudie zu E-Zigaretten in der Ukraine vor: Durchschnittsalter 30 Jahre, 82 % nutzen wiederverwendbare Geräte"
description: "VARES und Pro-Consulting stellten die erste umfassende Studie zum Vape-Markt in der Ukraine vor: Das Durchschnittsalter der Nutzer beträgt 30 Jahre, 82 % bevorzugen wiederverwendbare Geräte, und 70 % kaufen Liquid in Offline-Geschäften. Nach Berechnungen des Verbands könnte die Legalisierung dem Haushalt im ersten Jahr 4 Mrd. UAH einbringen."
date: 2026-08-27T11:04:04.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/vares-studie-vape-markt-ukraine-2026
tags: [e-cigarettes, ukraine-market, vaping, tax-policy, consumer-research, vares]
publisher: "XAB.info"
---

# VARES und Pro-Consulting stellen die erste umfassende Marktstudie zu E-Zigaretten in der Ukraine vor: Durchschnittsalter 30 Jahre, 82 % nutzen wiederverwendbare Geräte

![Junge Vape-Nutzerin in der Ukraine: ein typisches Porträt aus der Marktstudie von VARES und Pro-Consulting](https://xab.info/media/2026/08/27/vares-issledovanie-rynka-veypov-ukraina-2026/vares-issledovanie-rynka-veypov-ukraina-2026-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Das Durchschnittsalter der Nutzer elektronischer Zigaretten in der Ukraine beträgt 30 Jahre; 70 % hatten vor dem Umstieg auf Vapes Erfahrung mit dem Rauchen traditioneller Zigaretten
- 82 % der Konsumenten verwenden wiederverwendbare Geräte, nur 18 % Einweggeräte; 70 % kaufen Liquid in physischen Geschäften
- Die VARES-Mitglieder zahlten 2025 und im 1. Halbjahr 2026 176,62 Mio. UAH an Steuern; nach Berechnungen des Verbands könnte die Entschattierung des Marktes dem Haushalt im ersten Jahr 4 Mrd. UAH einbringen
- Die Kantar-Studie erfasst 93,6 % illegale Verkäufe elektronischer Zigaretten in der Ukraine, was die Daten von Pro-Consulting kontextualisiert

Die Ukrainische Vereinigung des Marktes für elektronische Zigaretten (VARES) hat gemeinsam mit der Analysegesellschaft Pro-Consulting die Ergebnisse der ersten umfassenden Studie zum Markt für elektronische Zigaretten in der Ukraine vorgestellt. Die Präsentation fand in Form einer Pressekonferenz statt, deren Materialien von der Ausgabe RBC-Ukraine veröffentlicht wurden. Die Studie deckt die wichtigsten Aspekte des Konsumentenverhaltens ab: das demografische Profil der Nutzer, die Struktur des Produktsegments, die Erwerbskanäle für die Produkte und die Preissensitivität. Laut dem VARES-Chef Andrej Solomin sind die gewonnenen Daten erforderlich, um eine staatliche Regulierungspolitik der Branche auf der Grundlage realer Marktindikatoren und nicht auf stereotypen Vorstellungen aufzubauen.

### Demografie und Rauchverlauf: Widerlegung des Mythos vom „jugendlichen“ Vaping

Eines der überraschendsten Ergebnisse der Studie war die Präzisierung des Altersprofils der Konsumenten elektronischer Zigaretten. Während Vapes zuvor vor allem mit Jugendlichen im Alter von 18–22 Jahren assoziiert wurden, liegt das tatsächliche Durchschnittsalter des Nutzers bei 30 Jahren. Außerdem bestätigten die Daten nicht die weit verbreitete These, dass für die meisten Konsumenten der Vape das erste Nikotinprodukt ist. Laut Umfrageergebnissen hatten 70 % der Befragten vor dem Gebrauch elektronischer Zigaretten bereits Erfahrung mit dem Rauchen traditioneller Tabakprodukte. Dies zeigt, dass elektronische Zigaretten in der Ukraine vor allem nicht als „Eintrittskarte“ in die Welt der Tabakprodukte verwendet werden, sondern als Alternative, auf die Menschen mit bereits ausgeprägter Rauchgewohnheit umsteigen.

### Marktstruktur: Wiederverwendbare Geräte dominieren über Einweggeräte

Die Studie widerlegte auch die festgefahrene Vorstellung, dass auf dem ukrainischen Markt für elektronische Zigaretten Einweggeräte dominieren. Laut Pro-Consulting nutzen nur 18 % der Konsumenten Einweg-E-Zigaretten. Gleichzeitig verwenden 82 % wiederverwendbare Geräte, was die unbedingte Dominanz dieses Segments bestätigt. Aus wirtschaftlicher Sicht ist diese Verteilung von entscheidender Bedeutung: Gerade wiederverwendbare E-Zigaretten bilden das größte Potenzial für Mehrwertsteuer-Einnahmen, da sie den regelmäßigen Kauf von Liquids und Verbrauchsmaterialien erfordern. Allerdings, wie die Autoren der Studie betonen, verfügt dieses Segment derzeit über keine separate staatliche Erfassung, und der Staat besitzt keine vollständigen Daten über die Verkaufsmengen. Dies macht eine genaue Bewertung sowohl der tatsächlichen Größe des Segments als auch seines Steuerpotenzials unmöglich.

### Vertriebskanäle: Der Offline-Handel bleibt der Hauptkanal

Die Analyse der Erwerbskanäle für Liquids für elektronische Zigaretten ergab eine stabile Dominanz des physischen Einzelhandels. 70 % der Konsumenten kaufen Liquid in physischen Geschäften. Auf Marktplätze entfallen nur 10 % der Käufe, auf Websites 9 %, auf Telegram 8 %, auf Instagram 3 %. Die gewonnenen Daten belegen einen ausgereiften, groß angelegten Offline-Markt mit hoher physischer Verfügbarkeit der Produkte. Die Autoren der Studie ziehen den Schluss, dass die staatliche Politik auf die Legalisierung, Erfassung und effektive Kontrolle gerade des physischen Einzelhandelsnetzes als Hauptvertriebskanal konzentriert werden muss. Auch die Preissensitivität der Konsumenten erwies sich als hoch: 73 % der Befragten gaben an, dass sie bei steigenden Preisen günstigere Angebote suchen, den Konsum reduzieren oder auf andere Produkte umsteigen würden. Nur 27 % sind bereit, mehr zu zahlen, ohne ihr Verhalten zu ändern. Das bedeutet, dass jeder preismäßige Druck seitens des Regulators zusätzliche Anreize für einen Wechsel zu illegalen Händlern schafft, die laut Schätzungen bereits heute den Markt dominieren, was zu weiterer Verlagerung in den Schattenmarkt und zu Mindereinnahmen des Haushalts führen würde.

### Steuereinnahmen und wirtschaftliches Potenzial der Legalisierung

Der VARES-Chef Andrej Solomin nannte konkrete Daten zu den Steuerbeiträgen der Verbandsmitglieder. Laut seinen Angaben zahlten die Unternehmen – Mitglieder von VARES – im Jahr 2025 und im ersten Halbjahr 2026 176,62 Mio. UAH an Steuern und anderen Pflichtzahlungen. Zum Vergleich: Die Akziseinnahmen aus Liquids für elektronische Zigaretten auf dem gesamten Markt betrugen im selben Zeitraum 176,96 Mio. UAH. Damit, wie Solomin betont, sichern auf einem Markt, auf dem laut anderen Studien der illegale Sektor dominiert, faktisch die legalen Segmente die offiziellen Einnahmen des Haushalts. Solomin erklärte auch, dass nach Berechnungen des Verbands die Entschattierung und die Regulierung des Nikotinumsatzes dem Haushalt bereits im ersten Jahr 4 Mrd. UAH einbringen und den Anteil des illegalen Marktes erheblich reduzieren könnten. Dabei betonte er, dass die Regulierung auf realen Daten über den Markt und das Konsumentenverhalten aufbauen müsse, was auch der Anlass für die Beauftragung der Pro-Consulting-Studie war.

### Widersprüchliche Daten

Bei der Interpretation der Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass die Pro-Consulting-Studie von der Branchenvereinigung VARES in Auftrag gegeben wurde, was einen potenziellen Interessenkonflikt erzeugt: Die Schlussfolgerungen der Studie stimmen weitgehend mit den Lobbyinteressen der Verbandsmitglieder zur Legalisierung und Ausweitung des legalen Segments überein. Gleichzeitig erfasst eine separate Studie, die von der Firma Kantar durchgeführt und Anfang 2026 veröffentlicht wurde, dass 93,6 % der elektronischen Zigaretten in der Ukraine illegal verkauft werden. Diese Daten widersprechen den Schlussfolgerungen von Pro-Consulting zur Dominanz der Offline-Kanäle und der Preissensitivität nicht, verschieben den Schwerpunkt aber erheblich: Wenn die überwiegende Mehrheit der Verkäufe im Schatten stattfindet, spiegeln die 176,62 Mio. UAH, die von den VARES-Mitgliedern gezahlt wurden, nur einen kleinen Teil des tatsächlichen Marktumsatzes wider. Darüber hinaus wird in der VARES-Studie die Methodik der Stichprobe, die Stichprobengröße und die Schätzungsfehler nicht offengelegt, was die Möglichkeit einer unabhängigen Verifizierung einzelner Zahlen einschränkt. Die Unterschiede im Fokus der beiden Studien – das Verhaltensprofil des Konsumenten (Pro-Consulting) gegenüber dem Anteil des legalen/illegalen Umsatzes (Kantar) – machen sie ergänzend, aber nicht identisch, und ihre Ergebnisse sollten im öffentlichen Diskurs ohne Vorbehalte nicht zu einem einzigen Bild zusammengeführt werden.

### Geschmack als Schlüsselfaktor und Risiken einer Verbotsregulierung

Ein eigener Block der Studie ist den Faktoren der Liquidauswahl gewidmet. Geschmack ist für 85 % der Konsumenten das Hauptkriterium, Qualität für 64 %. Die Simulation eines Szenarios mit Verbot fruchtiger und süßer Geschmäcker zeigte, dass die meisten Konsumenten nicht auf elektronische Zigaretten verzichten würden: 43 % der Befragten gaben an, dass sie alternative Erwerbskanäle suchen würden, was auf ein hohes Risiko der Verlagerung der Nachfrage in den illegalen Sektor bei Einführung von Geschmacksbeschränkungen hinweist. Die Gesamtheit dieser Daten bildet nach Einschätzung von VARES eine Argumentation für eine „kluge“ Regulierung auf der Grundlage von Erfassung und Kontrolle, nicht aber für Verbotsmaßnahmen, die nur den Schattencharakter des Marktes vertiefen könnten.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Wer nutzt in der Ukraine tatsächlich Vapes: Die Studie zeigte überraschende Ergebnisse](https://www.rbc.ua/ukr/news/hto-naspravdi-koristuetsya-veypami-ukrayini-1787825378.html) - Первичный источник материалов пресс-конференции ВАРЭС/Pro-Consulting. Все ключевые цифры (возраст 30 лет, 70% с опытом курения, 82% многоразовые, 70% офлайн) соответствуют основному тексту.
- [Vapes sind für Ukrainer die teuersten in Europa – Studie von VARES](https://glavred.info/ukraine/veyp-dlya-ukraincev-okazalsya-samym-dorogim-v-evrope-issledovanie-vares-10791764.html) - Подтверждает факт проведения исследования ВАРЭС и его презентацию. Дополнительный аспект — ценовое позиционирование вейпов в Европе, не противоречит основным данным.
- [Wer nutzt in der Ukraine tatsächlich Vapes: VARES widerlegt verbreitete Stereotype](https://www.unian.net/society/kto-na-samom-dele-polzuetsya-veypami-v-ukraine-v-vares-razvenchali-rasprostranennye-stereotipy-13482393.html) - Независимое подтверждение фактов исследования: опровержение стереотипов о молодёжном вейпинге и доминировании одноразовых устройств.
- [93,6 % der elektronischen Zigaretten in der Ukraine werden illegal verkauft – Studie von Kantar](https://www.obozrevatel.com/ekonomika-glavnaya/economy/93-6-elektronnyih-sigaret-v-ukraine-prodayutsya-nelegalno-issledovanie-kantar.htm) - Отдельное исследование Kantar о доле нелегальных продаж. Не противоречит данным Pro-Consulting, но даёт иную перспективу (оборот vs поведение потребителя). Использовано в блоке «Противоречивые данные».

## ❓ FAQ

### Q: Wie hoch ist das Durchschnittsalter der Nutzer elektronischer Zigaretten in der Ukraine laut Studie?
**A:** Laut den von VARES präsentierten Ergebnissen der Pro-Consulting-Studie beträgt das Durchschnittsalter der Nutzer elektronischer Zigaretten in der Ukraine 30 Jahre, was die weit verbreitete Vorstellung einer überwiegend jugendlichen Zielgruppe im Alter von 18–22 Jahren widerlegt.

### Q: Welcher Typ elektronischer Zigaretten dominiert auf dem ukrainischen Markt?
**A:** Wiederverwendbare elektronische Zigaretten nutzen 82 % der Konsumenten, während Einweggeräte nur von 18 % verwendet werden. Dies bestätigt die Dominanz des Segments der wiederverwendbaren Geräte.

### Q: Wie viele Steuern haben die VARES-Mitglieder im Jahr 2025 und im ersten Halbjahr 2026 gezahlt?
**A:** Laut dem VARES-Chef Andrej Solomin zahlten die Unternehmen – Mitglieder des Verbands – im genannten Zeitraum 176,62 Mio. UAH an Steuern und anderen Pflichtzahlungen. Die Akziseinnahmen aus Liquids auf dem gesamten Markt betrugen im selben Zeitraum 176,96 Mio. UAH.

### Q: Welcher Erwerbskanal für Liquids ist der wichtigste?
**A:** 70 % der Konsumenten kaufen Liquid für elektronische Zigaretten in physischen Geschäften. Auf Marktplätze entfallen 10 %, auf Websites 9 %, auf Telegram 8 %, auf Instagram 3 %.

### Q: Was passiert mit dem Markt bei steigenden Preisen für elektronische Zigaretten?
**A:** Laut Studie würden 73 % der Konsumenten bei steigenden Preisen günstigere Angebote suchen, den Konsum reduzieren oder auf andere Produkte umsteigen. Nur 27 % sind bereit, mehr zu zahlen, ohne ihr Verhalten zu ändern. Dies schafft das Risiko eines Wechsels zu illegalen Händlern und einer weiteren Verlagerung des Marktes in den Schatten.