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title: "Venezuela: 920 Tote und zerstörte Städte nach dem stärksten Erdbeben seit 1900"
description: "🇻🇪 In Venezuela hat die Zahl der Opfer des stärksten Erdbebens seit 125 Jahren 920 Menschen erreicht. Rettungskräfte arbeiten unter der Gefahr von Nachbeben, und die UNO hat die Operation als höchst komplex eingestuft. 🆘"
date: 2026-06-26T20:18:01.000Z
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publisher: "XAB.info"
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# Venezuela: 920 Tote und zerstörte Städte nach dem stärksten Erdbeben seit 1900

![Eingestürzte Gebäude und Rettungseinsätze in Venezuela nach einem starken Erdbeben, das 920 Menschen das Leben kostete](https://xab.info/media/2026/06/26/venesuela-zemletryasenie-920-zhertv-razrushenie-gorodov/venesuela-zemletryasenie-920-zhertv-razrushenie-gorodov-1.webp)

Die nördlichen Bundesstaaten Venezuelas sind von einer nationalen Tragödie heimgesucht. Im Rahmen großangelegter Such- und Rettungsaktionen hat die Zahl der Opfer einer Serie starker Erdstöße 920 Menschen erreicht. Die offiziellen Daten, die am Freitag, dem 26. Juni 2026, während eines Fernsehbriefings bekanntgegeben wurden, bezeichnete der Vorsitzende der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, als schockierend. Nach neuesten Berichten erlitten mehr als 3360 Bürger Verletzungen unterschiedlicher Schwere, während die Notdienste unter Bedingungen einer kritischen humanitären Gefahr weiterarbeiten.

### Seismischer Doppelbeben: Die Katastrophe des Jahrhunderts

Laut Daten des US Geological Survey (USGS) wurde das Ereignis am Abend des 24. Juni als „Doppelbeben' (doublet event) klassifiziert. Der erste Schlag mit einer Magnitude von 7,2 wurde um 18:04 Uhr im Bereich des San-Sebastián-Verwurfs registriert. Nur 39 Sekunden später folgte ein zweiter, noch stärkerer Stoß mit einer Magnitude von 7,5. Experten charakterisieren dieses Erdbeben als das zerstörerischste auf dem Territorium des Landes seit 1900. Bislang wurden in den betroffenen Regionen mehr als 200 Nachbeben registriert, was die Arbeit der Rettungskräfte erheblich erschwert.

### Infrastruktureller Kollaps in La Guaira und Caracas

Die Epizentralzone umfasste fünf nördliche Bundesstaaten, die an die Karibikküste grenzen. Die kritischsten Zerstörungen wurden im Bundesstaat La Guaira und den angrenzenden Gebieten von Caracas registriert, einschließlich Chacao, Los Palos Grandes und Altamira. Der Innenminister berichtete über die vollständige Zerstörung oder Deformation von mehr als 250 Wohngebäuden in La Guaira. In der Hauptstadt stürzte ein 22-stöckiger Hochhauskomplex vollständig ein, und es kam zu einer teilweisen Zerstörung von 14 Etagen der Wohnresidenz Petunia.

Das Transportsystem der Region ist gelähmt. Aufgrund beschädigter Terminals und deformierter Start- und Landebahnen wurde der internationale Flughafen Simón Bolívar, der ein wichtiger Knotenpunkt für die Logistik der Hilfe war, vollständig stillgelegt.

### Medizinische Krise und Ausnahmezustand

Die Krankenhäuser der nördlichen Regionen arbeiten unter Bedingungen extremer Überlastung. Aufgrund des Platzmangels werden temporäre Triage-Stellen aufgebaut und Notfallversorgung auf Freiflächen und in den Innenhöfen der medizinischen Einrichtungen erbracht. Die amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez hat den landesweiten Ausnahmezustand verhängt. Zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und der Ressourcenverteilung wurden Mechanismen zur Militarisierung der Katastrophengebiet aktiviert. Für die Beseitigung der Folgen und die Wiederherstellung medizinischer Einrichtungen wurde ein Spezialfonds in Höhe von 200 Millionen Dollar eingerichtet.

### Internationale Hilfe und Komplexität der Rettungsoperationen

Das Ausmaß der Katastrophe erforderte die operative Aufstellung internationaler Logistikkanäle. Das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) koordiniert die Aktionen von Einheiten aus 17 Staaten, darunter Mexiko, Chile und El Salvador. Die Hauptphase der Operationen fällt mit den kritischen 72 Stunden zusammen, die für das Herausziehen von Überlebenden aus den Trümmern notwendig sind.

Wichtig ist zu beachten, dass die internationalen Reaktionsstandards INSARAG der UNO die aktuelle Phase der Sucharbeiten in Venezuela als Operation höchster Schwierigkeitsstufe klassifiziert. Dies wird durch die Risiken wiederholter Bodenbewegungen und die hohe Bebauungsdichte in den betroffenen Stadtvierteln begründet.

Das US-Außenministerium hat über das Southern Command (SOUTHCOM) ein Paket an Soforthilfe in Höhe von 150 Millionen Dollar bereitgestellt und die Luftwaffe für die Luftaufnahme abgelegener Gebiete eingesetzt. Großbritannien entsandte ein spezialisiertes Flugzeug mit Ingenieurtruppen und K-9-Einheiten in die Region, um die lokalen Zivilschutzdienste zu verstärken.