Das Verteidigungsministerium der Ukraine hat den endgültigen Stichtag für das Ablaufdatum des vereinfachten Verfahrens zur Wiedereinstellung für Militärangehörige festgelegt, die sich in einer Situation des unbefugten Verlassens des Dienstes (SZCh) befanden. Laut RBC-Ukraine, das sich auf das Ministerium berief, kann ein Antrag nach diesem Algorithmus bis einschließlich 20. September 2026 eingereicht werden. Zählt man von heute zurück, bleiben den Soldaten genau 30 Tage, um das vereinfachte Verfahren zu nutzen und ihren Dienst ohne den vollständigen Zyklus von Überprüfungen wieder aufzunehmen.

Stichtag und Bedingungen des vereinfachten Verfahrens

Das vereinfachte Verfahren gilt nicht für alle: Es gilt ausschließlich für Militärangehörige, deren SZCh bis einschließlich 12. Juni 2026 registriert wurde. Genau dieses Datum bildete die Grenze, nach der neue Fälle nicht mehr unter den vereinfachten Algorithmus fallen. Damit schließt das Ministerium de facto das „Fenster“ für diejenigen, die die Einheit in der ersten Sommerhälfte 2026 verließen, und gibt ihnen die letzte Chance, unter bevorzugten Bedingungen und unter Umgehung der üblichen bürokratischen Hürden in den Dienst zurückzukehren.

Wie der Wechsel abläuft: ohne unnötige Zwischenstufen

Der Hauptvorteil des vereinfachten Verfahrens ist das Fehlen von Zwischenstufen und zusätzlichen Überprüfungen. Ein Soldat erhält die Möglichkeit, eine neue Einheit aus mehr als 70 vorgeschlagenen Optionen zu wählen, wonach der Wechsel direkt erfolgt: Der Militärangehörige wird sofort an den neuen Dienstort versetzt, wobei alle Geldzahlungen und Leistungen vollständig wiederhergestellt werden. Im Wesentlichen hat das Generalstab die „Zwischenstufen“ entfernt, die den Prozess zuvor verzögerten und zusätzliche Hindernisse für die Rückkehr schufen.

Die Rolle der Plattform „Armija+“ und neue Versetzungen

Parallel zur vereinfachten Rückkehr in die Streitkräfte der Ukraine wurden die ersten vereinfachten Versetzungen über die Plattform „Armija+“ gestartet. Dieser Mechanismus ermöglicht es Soldaten, Einheiten innerhalb von zwei Armeekorps ohne Zustimmung des Kommandanten zu wechseln. Wie der Ministerpräsident erklärte, ist die digitale Plattform zu einem Instrument geworden, das Personalversetzungen vereinfacht und beschleunigt, indem sie einen Teil des administrativen Drucks seitens der direkten Kommandobehörde nimmt und dem Militärangehörigen mehr Autonomie bei der Wahl des Dienstortes gibt.

Erfahrungen der Soldaten und Umfang des Programms

Nach Schätzung des Ministeriums haben bereits Tausende von Militärangehörigen diesen Weg zurückgelegt: Sie sind in die Reihen der Streitkräfte der Ukraine zurückgekehrt und erfüllen weiterhin Kampfaufgaben in neuen Einheiten. Insbesondere berichten Soldaten mehrerer Formationen, die den vereinfachten Algorithmus genutzt haben, von ihren Erfahrungen und den Gründen für ihre Entscheidung, zum Dienst zurückzukehren. Das Verteidigungsministerium hatte bereits zuvor an den Stichtag des 20. September erinnert und betont, dass es nach diesem Datum unmöglich sein wird, das vereinfachte Verfahren zu nutzen und den Dienst nach dem bevorzugten Algorithmus wiederherzustellen.