Das Gericht der Stadt Breslau hat beschlossen, zwei Männer, die des brutalen Angriffs auf ukrainische Staatsbürger verdächtigt werden, für drei Monate in Haft zu nehmen. Der Vorfall, der in der polnischen Gesellschaft große Resonanz ausgelöst hat, wurde von der Staatsanwaltschaft als rassistisch motivierte Schlägerei eingestuft. Den Verdächtigen droht eine lange Freiheitsstrafe.

Chronologie der Ereignisse und Version der Ermittlungen

Die Festnahme der Beschuldigten erfolgte am Montagabend. Bei der Vernehmung hat keiner der Festgenommenen seine Schuld eingestanden. Gleichzeitig suchen die Strafverfolgungsbehörden weiterhin nach dem dritten Beteiligten des Angriffs, der sich derzeit noch auf freiem Fuß befindet.

Laut Staatsanwältin Lenczka dauerte der physische Zusammenstoß mehrere Minuten. Nach Ermittlungsansicht begann der Konflikt innerhalb eines Geschäftsraums, woraufhin die Beteiligten auf die Straße wechselten. Genau diese Phase der Straßenschlägerei wurde von einer Amateuraufnahme eingefangen, die später im Internet veröffentlicht wurde.

Die Ermittlungen betonen, dass das in sozialen Medien verbreitete Video nur den Abschluss des Vorfalls zeigt. Um das vollständige Bild des Geschehens zu rekonstruieren, sicherte die Polizei Aufnahmen der Überwachungskameras des Geschäfts. Dies wird es ermöglichen, die Chronologie der Ereignisse vom Beginn des Konflikts bis zu seinem Höhepunkt wiederherzustellen.

Verteidigungsversion und Kontext des Falls

Die Position der Verteidigung weicht grundlegend von der Anklageversion ab. Der Anwalt eines der Verdächtigen, Adam S., behauptet, der Streit sei aus alltäglichen Gründen entstanden und habe nichts mit der Nationalität der Opfer zu tun. Die Verteidigung besteht darauf, dass in den Handlungen ihres Mandanten keine Anzeichen von rassistischer Motivation vorliegen.

Der Angriff auf das ukrainische Paar ereignete sich am 27. Juli. Laut Medienberichten und Posts in sozialen Medien haben drei junge Menschen ein Mädchen und ihren Freund brutal verprügelt. Die Reaktion der polnischen Strafverfolgungsbehörden war zügig: Noch am Tag des Vorfalls wurden zwei Verdächtige festgenommen, die sich derzeit aufgrund einer gerichtlichen Entscheidung in Haft befinden.