Am 17. September startet auf der Streaming-Plattform SWEET.TV die zweite Staffel der ukrainischen psychologischen Detektiv-Reality-Show „Verräter“ – eine lokale Adaption des internationalen Formats The Traitors. Das Projekt, das in der ersten Staffel zu einer der auffälligsten Original-Produktionen des Dienstes wurde, kehrt mit einem erweiterten Teilnehmerfeld zurück: In der Show treten 21 Teilnehmer an, und das Preisgeld beträgt 1 Million Hrywnja. Moderator der Staffel ist wie zuvor Oleksij Hnatkowskyj. Die Premiere wird im Format mehrerer Episoden auf einmal ausgestrahlt, danach erscheinen neue Folgen jeweils donnerstags.
Format und Spielmechanik
„Verräter“ verbindet psychologische Spiele, ein soziales Experiment und Detektiv-Reality. Zu Beginn des Spiels erhält jeder Teilnehmer eine von zwei Rollen – die des Treuen oder die des Verräters –, wobei die Teilnehmer die Rollen der anderen nicht kennen. Die Aufgabe der Treuen besteht darin, die Verräter zu entlarven und ins Finale zu gelangen, ohne dass diese gewinnen; die Verräter müssen dagegen unbemerkt bleiben, die Entscheidungen der Gruppe beeinflussen und allmählich ihre Gegner ausschalten. Es gibt kein Drehbuch: Das Ergebnis hängt vollständig von den Entscheidungen der Teilnehmer selbst ab, die das Verhalten der anderen beobachten, Verdächtigungen besprechen, Bündnisse schließen und versuchen herauszufinden, wem sie trauen können.
Wichtige Mechaniken: „Runder Tisch“ und Tag/Nacht
Eine der zentralen Mechaniken der Show ist der „Runde Tisch“, an dem die Teilnehmer zusammenkommen, besprechen, wen sie für den Verräter halten, und über den Ausschluss eines Spielers abstimmen. Gleichzeitig erhalten die Verräter die Möglichkeit, auf die verbliebenen Spieler einzuwirken, sodass jede Entscheidung nicht nur für den Beschuldigten, sondern für alle Teilnehmer Konsequenzen haben kann. Am Tag absolvieren die Spieler Team-Herausforderungen und verdienen Geld für den Preisfonds, während sich der Spielabend in eine andere Ebene verlagert – Gespräche, Verdächtigungen, Abstimmungen und der Versuch herauszufinden, wer wirklich gegen das Team spielt.
Was sich in der zweiten Staffel geändert hat
In der zweiten Staffel ändert sich nicht nur das Teilnehmerfeld. Die Vorstellung der Teilnehmer beginnt bereits vor der Ankunft im Schloss Schönborn: Alle reisen mit einem Zug an, und die ersten Gespräche, Beobachtungen und der erste Eindruck entstehen noch vor dem offiziellen Spielstart. Es erscheinen neue Spielartefakte, die den Verlauf der Ereignisse beeinflussen können, und die Herausforderungen werden zu einem wichtigeren Bestandteil der Staffelerzählung. Ein besonderes neues Element ist die Figur Solomij – ein Butler aus der jenseitigen Welt, der die Atmosphäre des Schlosses ergänzt. Das Preisgeld wechselt: Die Teilnehmer bewerben sich um 1 Million Hrywnja, wobei Geld, das das Team bei den Herausforderungen nicht verdient, nicht mehr zurückgeholt werden kann.
Teilnehmerfeld
In der neuen Staffel treten 21 Teilnehmer mit unterschiedlichem beruflichen und Lebenserfahrung an. Darunter sind bekannte ukrainische Blogger und Medienpersönlichkeiten: die Journalistin Ramina Eschakzai, der Millionen-Blogger Dmytro Warwaruk, der Komiker aus „Levy na dschypi“ Konstantin Trembowezkyj und das Supermodel Tatyjana Bryk. Die unterschiedliche Erfahrung der Spieler verspricht, den psychologischen Aspekt des Spiels zu erschweren und die Vorhersagen über die Ergebnisse für die Zuschauer weniger offensichtlich zu machen.
Erste Staffel und Drehort
Die erste Staffel zeigte, wie schnell in einem solchen Format Vertrauen und Bündnisse wechseln: Teilnehmer konnten den Tag als Verbündete beginnen und am Abend bereits auf gegenüberliegenden Seiten bei der Abstimmung stehen. Die Verräter mussten ein Gleichgewicht halten – aktiv genug sein, um das Spiel zu beeinflussen, aber nicht zu viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, während die Treuen Entscheidungen ohne die Möglichkeit treffen mussten, ihre Verdächtigungen zu überprüfen. Gerade diese Ungewissheit wurde zu einem der Hauptmerkmale des Formats. Die erste Staffel wurde zu einem erfolgreichen Original-Projekt von SWEET.TV und erzielte über 12 Millionen Aufrufe. Die zweite Staffel wurde wie die erste im Schloss Schönborn in der Transkarpatien gedreht, diesmal werden die Zuschauer jedoch mehr von dessen Weiten sehen: Das Team eröffnete für die Dreharbeiten neue Räume, von denen einige restauriert werden mussten.