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title: "Versicherung in der Sackgasse: Hilfsfonds für Unternehmen stößt auf Steuern und Geldmangel"
description: "Die Regierung hat im Haushaltsentwurf 2027 58,7 Milliarden Hrywnja für den Ersatz von Kriegsschäden durch eine MwSt-Erhöhung auf 21 % eingeplant, doch das Vorhaben stößt auf Hürden."
date: 2026-09-30T04:02:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/versicherung-in-der-sackgasse-hilfsfonds-fuer-unternehmen
tags: [economy, ukraine-budget, business-insurance, war-risks, taxes]
publisher: "XAB.info"
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# Versicherung in der Sackgasse: Hilfsfonds für Unternehmen stößt auf Steuern und Geldmangel

![Grafische Darstellung der Regierungspläne zur Kriegsrisikoversicherung für Unternehmen](https://xab.info/media/2026/09/30/strahovanie-v-tupike-fond-pomoshchi-dlya-biznesa-upersya-v-nalogi/strahovanie-v-tupike-fond-pomoshchi-dlya-biznesa-upersya-v-nalogi-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Der Haushaltsentwurf 2027 sieht 58,7 Milliarden Hrywnja für die Kriegsrisikoversicherung vor.
- Die Finanzierung soll über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 21 % und Gebergelder erfolgen.
- Experten warnen vor dem Fehlen notwendiger Gesetzesentwürfe im Parlament.
- Das First-Loss-Modell soll Anfangsschäden abdecken, doch das Limit passt nicht für alle.

Die ukrainische Regierung hat im Entwurf des Staatshaushalts für 2027 eine groß angelegte Initiative zur Kompensation von Kriegsschäden für Unternehmen in Höhe von 58,7 Milliarden Hrywnja verankert. Das Wirtschaftsministerium rechnet damit, dass dieses Programm dazu beitragen wird, zwischen 2 und 4 Milliarden US-Dollar an internationalen Gebergeldern anzuziehen und heimischen Unternehmen bis zu 10 Millionen Dollar zur Wiederherstellung zerstörter Vermögenswerte zur Verfügung zu stellen. ### Finanzquellen und Haushaltsrisiken

Die Hauptquelle zur Finanzierung des neuen Fonds soll die Erhöhung des Standard-Mehrwertsteuersatzes von 20 % auf 21 % sein. Experten des KSE Institute verweisen jedoch auf ernsthafte Risiken: Von den 131,3 Milliarden Hrywnja an zusätzlichen Einnahmen aus steuerlichen Maßnahmen sind nur 14 Milliarden durch bestehende Gesetze abgesichert. Die restlichen Mittel erfordern neue Parlamentsentscheidungen, die noch nicht einmal in der Werchowna Rada registriert sind.

### First-Loss-Modell und Einschränkungen des Marktes

Das vom Staat vorgeschlagene Schema basiert auf dem First-Loss-Prinzip, bei dem der Haushalt die erste Schicht der Kriegsschäden übernimmt und Raum für gewerbliche Versicherungen schafft. Schätzungen des Wirtschaftsministeriums zufolge belaufen sich die jährlichen Verluste von Unternehmensanlagen auf 4 bis 10 Milliarden US-Dollar, während die Kapazität des gesamten klassischen Versicherungsmarktes 1 Milliarde Dollar nicht übersteigt. Gleichzeitig verfügen 94 % der ukrainischen Unternehmen nach wie vor über keinen ausreichenden Versicherungsschutz.

### Widersprüchliche Daten

Während der Diskussion über die Initiative gab es spürbare Abweichungen bei den Zeitplänen und Finanzierungsvolumina. Während die Führung des Wirtschaftsministeriums den Start des Programms strikt ab dem 1. Januar 2027 ankündigt, sofern Quellen gefunden werden, betonen unabhängige Analysezentren das Fehlen der erforderlichen Gesetzesentwürfe im Parlament. Zudem weisen Wirtschaftsvertreter darauf hin, dass das Limit von 10 Millionen Dollar für Großbetriebe der kritischen Infrastruktur unzureichend ist.

### Expertisen und Aussichten

Wirtschaftsverbände und die Expertengemeinschaft bewerten die Idee einer Steuererhöhung zur Schaffung des Fonds unterschiedlich. Einerseits benötigen Unternehmer dringend Schutz für Vermögenswerte in Frontgebieten und Großstädten, wo klassische gewerbliche Versicherer Programme eingestellt haben. Andererseits könnte ein zusätzlicher fiskalischer Druck durch eine höhere Mehrwertsteuer die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft beeinträchtigen.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Страхование в тупике: фонд помощи для бизнеса уперся в налоги и нехватку денег](https://www.rbc.ua/ukr/news/strahuvannya-gluhomu-kuti-uryadoviy-fond-1790594836.html) - Основной источник информации о деталях правительственной инициативы и позиции Минэкономики.
- [Правительство планирует повысить налоги, чтобы компенсировать бизнесу потери от атак РФ](https://delo.ua/ru/news/nds-mogut-povysit-do-21-dlya-fonda-kompensacii-biznesa-posle-obstrelov-472385/) - Подтверждает планы повышения НДС до 21% для наполнения фонда.
- [Острый вопрос: повысим ли НДС до 21%? Известные бизнесмены — о том, как создать и наполнить фонд ...](https://biz.nv.ua/economics/povyshenie-nds-do-21-procenta-soglasny-li-predprinimateli-na-novyy-nalog-50645728.html) - Отражает дискуссию среди предпринимателей относительно целесообразности нового налога.
- [Набиуллина оценила вклад повышения НДС в инфляцию в 1 п. п.](https://www.dp.ru/a/2026/03/24/nabiullina-ocenila-vklad-povishenija) - Подтверждено по источнику dp.ru

## ❓ FAQ

### Q: Welcher Betrag ist im Haushalt für die Kompensation von Kriegsschäden vorgesehen?
**A:** Im Haushaltsentwurf 2027 sind 58,7 Milliarden Hrywnja für das Unternehmensförderungsprogramm verankert.

### Q: Wie soll der Kompensationsfonds finanziert werden?
**A:** Geplant sind die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 20 % auf 21 % sowie die Einwerbung von 2–4 Milliarden Dollar Geberhilfe.

### Q: Warum ist das Programm gefährdet?
**A:** Die meisten für den Fonds erforderlichen Steuereinnahmen setzen neue Gesetze voraus, die im Parlament noch nicht registriert sind.