Am 24. August und in der Nacht zum 25. August 2026 haben Einheiten der ukrainischen Verteidigungskräfte eine Reihe wichtiger militärischer Objekte der russischen Besatzer in deren Hinterland, auf den vorübergehend besetzten Gebieten und auf russischem Territorium angegriffen. Dies erklärte, wie RBC-Ukraine berichtet, der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte. Ziel der Angriffe waren feindliche Luftfahrzeuge, Systeme der elektronischen Kampfführung sowie Lager- und Depotobjekte. Der Umfang der verursachten Schäden wird laut Angaben des Generalstabs derzeit noch ermittelt.
Ziele im Hinterland: Luftfahrt, Störgeräte und Depots
Laut Erklärung des Generalstabs trafen die Verteidigungskräfte in dem genannten Zeitraum mehrere Kategorien von Zielen, darunter Mittel der elektronischen Unterdrückung sowie die materiell-technischen Basen des Gegners. Die Zerstörung der Störsysteme ist von besonderer Bedeutung, da diese Systeme von den Besatzern zur Gegenwehr gegen den Einsatz ukrainischer Drohnen und Kommunikationsmittel genutzt werden. Die Angriffe auf die Depots zielen ihrerseits darauf ab, die logistische Versorgung der Truppenverbände auf den vorübergehend besetzten Gebieten zu untergraben.
Jagdflugzeug MiG-29 auf dem Flugplatz „Millerowo“
Als Ergebnis der Datenanalyse wurde der erfolgreiche Treffer auf feindliche Luftfahrzeuge auf russischem Territorium bestätigt. So wurde am 24. August auf dem Militärflugplatz „Millerowo“ in der Region Rostow ein Jagdflugzeug MiG-29 beschädigt. Solche Angriffe auf die Luftfahrt am Boden demonstrieren die Fähigkeit der ukrainischen Streitkräfte, strategisch wichtige Objekte im tiefen Hinterland des Gegners zu treffen und dessen Luftfahrtpotenzial zu schwächen.
Angriffe auf die Öl- und Gasindustrie
Neben den militärischen Zielen trafen die Verteidigungskräfte in der Nacht zum 25. August zwei Objekte der russischen Öl- und Gasindustrie. Ziel der Angriffe waren das Gasverarbeitungswerk Afipsk und das Gasverarbeitungswerk Astrachan. Außerdem brach an diesem Tag auf dem Gebiet des Amur-Gaschemie-Komplexes (AGHK), der sich noch im Bau befindet, ein großflächiger Brand aus. Die Gesamtheit dieser Ereignisse deutet auf eine anhaltende Linie von Angriffen auf die energetische und industrielle Infrastruktur der Russischen Föderation hin.
Schadensbewertung und weitere Entwicklung
Der Generalstab betont, dass der Umfang der den Besatzern zugefügten Schäden noch ermittelt wird. Das bedeutet, dass die endgültigen Daten zum Ausmaß der Zerstörungen an jedem der genannten Ziele nach Abschluss der Analyse veröffentlicht werden. In den kommenden Tagen werden weitere Informationen zu den Ergebnissen der Angriffe und zu den konkret außer Gefecht gesetzten Systemen und Objekten erwartet.