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title: "Vertrauenskrise: Europäer sehen die USA nicht mehr als Verbündete angesichts der wachsenden Popularität Trumps"
description: "Das Vertrauen der Europäer in die USA hat einen historischen Tiefpunkt erreicht: Nur 11 % betrachten Amerika als Verbündeten. 📉 Angesichts des sinkenden Beliebtheitswerts von Trump wächst die Nachfrage nach europäischen Waffen und gemeinsamen Verteidigungskrediten. 🇪🇺🇺🇸"
date: 2026-06-10T07:58:00.000Z
lang: de
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publisher: "XAB.info"
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# Vertrauenskrise: Europäer sehen die USA nicht mehr als Verbündete angesichts der wachsenden Popularität Trumps

![Donald Trump führt ein Treffen mit Beratern im Oval Office durch, wobei er Fragen der Außenpolitik und des Vertrauens seitens der europäischen Verbündeten diskutiert.](https://xab.info/media/2026/06/10/evropeytsy-pereperestali-schitat-ssha-soyuznikami-na-fone-rost-populyarnosti-trampa/evropeytsy-pereperestali-schitat-ssha-soyuznikami-na-fone-rost-populyarnosti-trampa-1.webp)

Die europäische Öffentlichkeit erlebt eine tiefe Vertrauenskrise gegenüber den Vereinigten Staaten. Laut einer aktuellen Studie des European Council on Foreign Relations (ECFR), die vor den Gipfeltreffen der G7 und der NATO durchgeführt wurde, haben die USA einen historischen Tiefpunkt in der Wahrnehmung als Sicherheitsgarant erreicht. Die Umfrageergebnisse dokumentieren einen beispiellosen Riss in den transatlantischen Beziehungen: Nur jeder zehnte Europäer betrachtet Amerika weiterhin als vollwertigen Verbündeten.

### Vom Verbündeten zum notwendigen Partner

Die Autoren des Berichts betonen, dass die Daten einen fundamentalen Wandel im geopolitischen Bewusstsein des Kontinents belegen. Nur 11 % der Befragten nannten die USA einen Verbündeten. Amerikaner werden nun viel häufiger als „notwendiger Partner“ wahrgenommen, was eine pragmatische Zusammenarbeit ohne ideologische Nähe und ohne Garantien gegenseitiger Hilfe impliziert.

In den meisten Ländern äußerten die Teilnehmer ernsthafte Zweifel daran, dass Washington im Falle eines direkten militärischen Angriffs auf ihr Territorium zur Hilfe eilen würde. Als Reaktion auf diese Unsicherheit ist ein wachsendes Vertrauen in andere europäische Staaten zu beobachten, die als zuverlässigere Stütze in Sicherheitsfragen angesehen werden.

### Das Paradox der Rechten und „europäische Waffen“

Interessanterweise wurde diese skeptische Haltung auch in Ländern festgestellt, in denen rechtspopulistische politische Kräfte traditionell stark sind, wie Frankreich, Italien, die Niederlande und Schweden. Dies deutet darauf hin, dass das Misstrauen gegenüber den USA zu einem parteiübergreifenden Phänomen geworden ist, das über die übliche politische Rhetorik hinausgeht.

Angesichts des sinkenden Vertrauens in amerikanische Garantien wächst die Nachfrage nach Verteidigungsautonomie. In den meisten Ländern unterstützten die Befragten eine Verringerung der Abhängigkeit von Militärgütern aus den USA. Die Bewegung „Kaufe europäisch“ wird von Dänemark, den Niederlanden, Schweden, Portugal, Frankreich und Großbritannien angeführt.

Auch finanzielle Fragen werden diskutiert. Im Durchschnitt unterstützen Europäer zusätzliche Verteidigungsausgaben 4 % häufiger als im Vorjahr. Ein erheblicher Teil der Befragten (47 %) ist bereit, die Idee gemeinsamer Kredite der EU zur Finanzierung von Verteidigungsbedürfnissen zu unterstützen. Die Mehrheit der Bürger ist jedoch nicht bereit, soziale oder andere Staatsausgaben zu kürzen, um die Militärbudgets zu erhöhen.

### Der Trump-Faktor und die Perspektiven der Beziehungen

Der politische Kontext spielt eine Schlüsselrolle bei der Formung dieser Stimmungen. Eine frühere Umfrage zeigte, dass 48 % der Europäer den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump als „Feind Europas“ betrachten. Daten von The Economist bestätigen diesen Trend: Trumps Beliebtheitswert ist auf den niedrigsten Stand seit 16 Jahren gefallen, und er ist der unpopulärste Präsident in der modernen Geschichte des Landes geworden.

Dennoch bleibt in Bezug auf die Zukunft der transatlantischen Beziehungen ein gewisser Optimismus bestehen. Die Mehrheit der Befragten ist der Ansicht, dass sich die Beziehungen zwischen den USA und Europa nach dem Ende der Präsidentschaft von Donald Trump verbessern könnten, in der Hoffnung auf eine Kurskorrektur der Außenpolitik Washingtons.