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title: "104 Millionen für den „Schutz': Wie im Zakarpatien-Budget für Energieanlagen veruntreut wurde"
description: "In Zakarpatien wurde die Veruntreuung von 104 Millionen Hrywnja für den Schutz von Energieanlagen aufgedeckt: Ein Beamter erhöhte die Preise für Baumaterialien um das Fünffache. Generalstaatsanwalt Kravchenko nannte dies Verrat in Kriegszeiten. 🚨🇺🇦"
date: 2026-06-03T09:42:52.000Z
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# 104 Millionen für den „Schutz': Wie im Zakarpatien-Budget für Energieanlagen veruntreut wurde

In Kriegszeiten, in denen jedes Energieobjekt eine Frage der nationalen Sicherheit ist, wurde in der Region Zakarpatien ein massiver Fall der Veruntreuung von Haushaltsmitteln aufgedeckt. Die Strafverfolgungsbehörden haben ein Schema zur Veruntreuung von mehr als 104 Millionen Hrywnja aufgedeckt, die für den Bau von Schutzanlagen an einer kritisch wichtigen elektrischen Umspannstation bestimmt waren.

Dem ehemaligen Leiter des Dienstes für Wiederaufbau und Infrastrukturentwicklung in der Region Zakarpatien, Jurij Maksymenko, wurde der Verdacht auf Begehung einer Straftat vorgeworfen. Wie das Büro des Generalstaatsanwalts mitteilt, stimmte der Beamte persönlich Dokumente mit künstlich überhöhten Preisen für Baumaterialien zu und unterzeichnete diese.

### Fünffache Preiserhöhung

Die Ermittlungen ergaben, dass es sich nicht um einfache Fahrlässigkeit oder Rechenfehler handelte, sondern um eine bewusste Entscheidung zugunsten überhöhter Preise auf Kosten des Staates. Ein anschauliches Beispiel für Missbrauch waren spezielle Bohrgeräte. In den offiziellen Dokumenten überstieg ihr Preis den tatsächlichen Marktpreis um mehr als das Fünffache.

Bei Durchsuchungen fanden die Strafverfolger Dokumente mit echten kommerziellen Angeboten von Lieferanten. Diese Unterlagen beweisen unbestreitbar, dass das Beamte die tatsächlichen Kosten der Materialien kannte, aber dennoch die überhöhten Summen genehmigte. Gutachten bestätigten einen Schaden für den Staat in Höhe von 104,9 Millionen Hrywnja.

### „Das ist nicht nur Beton und Metall“

Generalstaatsanwalt Ruslan Kravchenko betonte die besondere Bedeutung des untersuchten Falls. Nach seinen Worten haben Energieanlagen in Kriegszeiten einen einzigartigen Wert, da sie die Stabilität des Energiesystems und die Sicherheit der Bürger gewährleisten.

„Aber auch unter solchen Bedingungen finden sich Personen, die in staatlichen Projekten nicht Verantwortung, sondern eine Möglichkeit zum Geldverdienen sehen“, so Kravchenko.

### Eine Serie von Korruptionsskandalen im Energiesektor

Der Fall in Zakarpatien ist Teil einer breiten Welle von Ermittlungen gegen Beamte, die Mittel für den Wiederaufbau und den Schutz der Infrastruktur an sich bringen. In letzter Zeit haben die Strafverfolgungsbehörden eine Reihe ähnlicher Fälle im ganzen Land registriert:

- **Region Lwiw:** Dem Leiter des Wiederaufbaudienstes wurde der Verdacht der zweckentfremdeten Verwendung von Haushaltsmitteln vorgeworfen. Anstatt den Vorrang auf die Reparatur von Straßen zu legen, leitete der Beamte Mittel in die Einrichtung einer Parkfläche für Fahrzeuge um.

- **Kiew:** Dem Leiter eines kommunalen Unternehmens wurde der Verdacht der Veruntreuung von 1,2 Millionen Hrywnja vorgeworfen. Das Geld wurde an eine private Firma für Pflanzen ausgezahlt, die im städtischen Baumschulbetrieb kostenlos hätten bezogen werden können.

- **Krywyj Rih:** Dem Chefingenieur eines Wärmeerzeugungsunternehmens wird eine Entscheidung zur Last gelegt, die faktisch einen Teil der städtischen Wärmenetze außer Betrieb gesetzt hat.

- **ChAO „NEK „Ukrenergo“:** Einem Ingenieur wurde der Verdacht der Dienstfahrlässigkeit vorgeworfen. Er unterzeichnete die Abnahmeakte eines Auftragnehmers, ohne „zu bemerken“, dass dieser beim Bau einer Umzäunung um das Energieobjekt Materialien einer niedrigeren Klasse verwendet hatte.