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title: "Verzug bei der Einführung des E-Akzises: Das Ministerium für digitale Transformation schafft es nicht, das System bis November 2026 zu starten"
description: "Die Einführung des E-Akzises in der Ukraine wird wahrscheinlich erneut verschoben, da das Ministerium für digitale Transformation die Fristen verpasst hat. Der Vorsitzende des Steuerausschusses, Hetmanzew, gab zu, dass das System nicht für den Start am 1. November 2026 bereit ist. Die Wirtschaft warnt: Ein Ausfall könnte dem Haushalt mehr als 500 Millionen Hrywnja täglich kosten. 📉🚫📱"
date: 2026-08-04T09:48:01.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/verzug-bei-der-einfuhrung-des-e-akzises-das-ministerium-fur-digitale-transformation-schafft-es-nicht-das-system-bis-november-2026-zu-starten
tags: [daniil-getmantsev, ministry-of-digital-transformation, eakciz, ukraine-parliament]
publisher: "XAB.info"
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# Verzug bei der Einführung des E-Akzises: Das Ministerium für digitale Transformation schafft es nicht, das System bis November 2026 zu starten

![Minister für digitale Entwicklung erklärt Gründe für Verzögerung bei Start des eAkzise-Systems, gestikuliert an einem Tisch in formeller Umgebung](https://xab.info/media/2026/08/04/sryv-srokov-eakciza-mincifry-ne-uspeet-zapustit-sistemu-k-noyabryu-2026-goda/sryv-srokov-eakciza-mincifry-ne-uspeet-zapustit-sistemu-k-noyabryu-2026-goda-1.webp)

Die ukrainische Regierung räumt ein, dass die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Verschiebung der Einführung des elektronischen Akzissystems (E-Akzise) hoch ist. Der für den 1. November 2026 geplante Start könnte aufgrund der kritischen Unvorbereitheit der Software ausfallen, für die das Ministerium für digitale Transformation die Verantwortung trägt.

Dies erklärte Daniil Hetmanzew, Vorsitzender des Ausschusses des Obersten Rates für Finanz-, Steuer- und Zollpolitik, in einem Interview mit dem YouTube-Kanal „Schelter“. Laut ihm beabsichtigt das Parlament nicht, weder das Geschäft noch den Staatshaushalt zu gefährden, indem es ein nicht funktionierendes System startet.

### Technisches Scheitern und verpasste Fristen

Die Situation rund um die Digitalisierung der Erfassung akzisableller Waren (Alkohol, Tabak und Flüssigkeiten für elektronische Zigaretten) hat sich verschärft. Laut Hetmanzew funktionierte ein erheblicher Teil der Software im April und Mai 2026 entweder nicht oder wurde überhaupt nicht entwickelt. Unternehmensvertreter beklagten sich bei Treffen mit Abgeordneten über die Unmöglichkeit, vollständige Tests durchzuführen: Ein Teil der Funktionalität existiert „in der Natur“ nicht.

Der Volksabgeordnete betonte, dass die im einschlägigen Gesetz Nr. 3173-IX festgelegten Fristen ursprünglich vom Ministerium für digitale Transformation vorgeschlagen oder genehmigt wurden. Ursprünglich sollte das System am 1. Januar 2026 in Betrieb gehen. Nach dem Verpassen dieser Frist bat das Ministerium öffentlich um eine Verschiebung des Starts auf den 1. November 2026 und sicherte sich damit 2,5 Jahre für die Entwicklung. Jetzt, so die Meinung von Hetmanzew, verpasst die Behörde auch dieses Datum.

### Risiken für den Haushalt und die Wirtschaft

Die Unvorbereitheit des Systems wird nicht nur durch Aussagen von Abgeordneten bestätigt, sondern auch durch Einschätzungen der Wirtschaftskreise. Anfang Juli 2026 erklärte die Europäische Business Association (EBA), dass es ungelöste technische und rechtliche Fragen gibt.

Die stellvertretende Direktorin der EBA, Swetlana Michailowska, stellte fest, dass Unternehmen die Kontinuität der Produktions-, Vertriebs- und Fiskalisierungsprozesse ab dem 1. November nicht bestätigen können. Zu den wichtigsten Problemen, die das Geschäft hervorhebt, gehören:

    - Unvorbereitheit der Offline-Anwendung;

    - Fehlende Funktionalität zur Darstellung von Änderungen in den Zolldeklarationen.

Experten warnen vor ernsthaften finanziellen Risiken. Laut Einschätzungen der Teilnehmer der EBA würde ein Ausfall des Systems nach einem unvorbereiteten Start zu Verlusten des Staatshaushalts von mehr als 500 Millionen Hrywnja täglich führen.

### Personelle Entscheidungen und neue Hoffnungen

Als Reaktion auf die Fehlschläge bei der Entwicklung stellte Hetmanzew fest, dass im Ministerium für digitale Transformation bereits personelle Entscheidungen getroffen wurden und die Spezialisten, die solche Ausfälle verursacht haben, ihre Posten verlassen haben. Der Abgeordnete äußerte die Hoffnung, dass das neue Team des Ministeriums eine klare strategische Vision und realistische Pläne für die Einführung des E-Akzises vorlegen kann.

Die Tests des Systems „E-Akzise', das gegen den illegalen Markt kämpfen soll, begannen bereits im Januar 2026. Doch angesichts der aktuellen Dynamik bleibt die Frage nach dem Datum des vollständigen Starts offen und hängt von der Fähigkeit des überarbeiteten Ministeriums für digitale Transformation ab, die Situation zu korrigieren.