Die erste Europacup-Saison des tschernihiwischen 'LNZ' endete in der Qualifikation für die Conference League. Im entscheidenden Spiel traf der ukrainische Club auf den belgischen 'Gent' und unterlag im Elfmeterschießen mit 2:4. Die reguläre Spielzeit und die Verlängerung endeten unentschieden mit 0:0.

Taktik und Wechsel: Warum der Trainer nicht eingriff

Der Cheftrainer von 'LNZ', Vitalij Ponomarjow, kommentierte den Spielverlauf und seine Entscheidungen auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Er betonte, dass die Struktur des Spiels keine frühen taktischen Änderungen erforderte.

„In so ein Spiel war es schwierig einzusteigen, daher spielten die Spieler auf dem Feld entsprechend unserer Spielanweisungen qualitativ hochwertig. Natürlich hätte man die Taktik früher ändern können, aber nach dem Spiel kann man nur darüber diskutieren', sagte der Trainer.

Ponomarjow erklärte auch die späten Wechsel: Sie wurden nicht aufgrund von Problemen im Spiel vorgenommen, sondern waren Teil einer vorab geplanten Strategie.

Unterstützung nach dem Fehler im Elfmeterschießen

Der Trainer widmete besondere Aufmerksamkeit dem Stürmer Jegor Twerdochleb, der speziell für das Elfmeterschießen eingewechselt wurde, aber seinen Versuch nicht verwandeln konnte. Ponomarjow versicherte, dass die Mannschaft den Spieler vollständig unterstützt.

„Jeder Spieler kann einen Fehler machen. Die gesamte Mannschaft unterstützt Jegor, weil so etwas jedem passieren kann. Natürlich werden wir weiterhin auf ihn zählen', betonte der Trainer.

Europacup-Erfahrung und Perspektiven in der Meisterschaft

Trotz des Ausscheidens bewertete Ponomarjow die Einsatzbereitschaft seiner Spieler im Duell mit einem erfahrenen europäischen Gegner positiv. Er betonte, dass das Spiel unter dem Druck einer vollen Tribüne eine wertvolle Erfahrung für die Mannschaft war.

„Der tschernihiwische Club hat wichtige Erfahrungen im Spiel unter dem Druck einer vollen Tribüne gesammelt, was eine solide Grundlage für Auftritte auf nationaler Ebene sein wird', fügte der Trainer hinzu.

Ponomarjow äußerte auch Zuversicht bezüglich des hohen Wettbewerbsniveaus in der kommenden Saison der ukrainischen Meisterschaft. Er nannte die Mannschaften, die sich erheblich verstärkt haben und hohe Ambitionen haben: 'Schachtar', 'Polissja', 'Charkiw' und das kiewische 'Dynamo'.

„Es gibt Mannschaften wie 'Schachtar', 'Polissja', 'Charkiw', das kiewische 'Dynamo' – sie haben qualifizierte Spieler und große Budgets. Aber man muss das Positive aus solchen Spielen ziehen, analysieren und sofort Schlüsse für das nächste Spiel in der Meisterschaft ziehen', fasste Ponomarjow zusammen.

So erhielt 'LNZ' trotz der Niederlage im Europacup unschätzbare Erfahrungen und ist bereit für neue Herausforderungen in der nationalen Meisterschaft.