Die Risiken für die digitale und kommunikative Infrastruktur der Ukraine bleiben extrem hoch und werden bis zum Ende der Kampfhandlungen fortbestehen. Die Lage wird dadurch kompliziert, dass russische Truppen gezielte Angriffe auf ukrainische Rechenzentren verüben, um die digitale Widerstandskraft des Staates zu zerstören und den Bürgern den Zugang zu Kommunikation zu entziehen.

Sitzung des Stabs und Infrastrukturschutz

Diese Frage wurde bereits auf einer Sondersitzung des Stabs des Obersten Befehlshabers ausführlich besprochen. Premierminister Denys Schmyhal (bzw. Premier Korezkyj laut Berichten) betonte im nationalen Telethon, dass die Bedrohung für kritische Kommunikationseinrichtungen im ganzen Land fortbestehe. Schutzpläne müssten vom schlimmsten Szenario ausgehen.

Hybride Ansätze und Backup-Lösungen

Um einen völligen Blackout und die Isolation des Landes zu verhindern, wendet die Regierung eine umfassende Strategie des flexiblen Schutzes an. Dazu gehören die unterirdische Platzierung von Objekten, die Nutzung von Cloud-Technologien, die Speicherung kritischer Daten im Ausland sowie die Kombination all dieser Methoden.

Offizielle Anerkennung und widersprüchliche Daten

Widersprüchliche Daten

Vor dem Hintergrund ukrainischer Erklärungen zu gezielten Angriffen machten offizielle russische Stellen am 27. September zynische Kommentare und bestätigten faktisch Angriffe auf Rechenzentren. Gleichzeitig gehen die Einschätzungen von Experten über das Ausmaß der tatsächlichen Schäden auseinander.

Die Behörden fordern Bürger und Unternehmen auf, sich auf mögliche vorübergehende Ausfälle vorzubereiten und alternative Kommunikationskanäle zu nutzen.