Auf dem ukrainischen Devisenmarkt ist Ende Juni eine interessante Dynamik zu beobachten: Der US-Dollar hat sich praktisch auf den aktuellen Werten stabilisiert, während die europäische Währung ein sicheres, wenn auch geringfügiges Wachstum zeigt. Die Nationalbank der Ukraine (NBU) hat die offiziellen Kurse für den 30. Juni genehmigt, die diesen Trend bestätigen.
Zahlen des Regulators: Dollar-Stabilität und Euro-Wachstum
Laut Daten der NBU betrug der offizielle Kurs des US-Dollars am 30. Juni 44,84 Hrywnja. Dieser Wert liegt einen Kopek unter dem Indikator des vorherigen Banktages, an dem der Dollar für 44,85 Hrywnja gehandelt wurde. Somit bleibt der Kurs des „Grünen' praktisch unverändert und zeigt eine hohe Volatilität.
Die Situation mit dem Euro gestaltet sich anders. Der Regulator hat den Kurs der europäischen Währung auf 51,16 Hrywnja festgelegt, was 3 Kopeken mehr ist als am Vortag (51,13 Hrywnja). Der Euro setzt sein moderates Wachstum fort und stärkt sich gegenüber der Landeswährung.
Was wird zuerst teurer?
Sogar geringfügige Schwankungen auf dem Devisenmarkt beunruhigen die Verbraucher, da sie sich direkt auf die Kosten importierter Waren auswirken. Der Vizepräsident der Vereinigung der ukrainischen Banken und Vorstandsvorsitzende der Globus Bank, Serhij Mametow, wies auf die Kategorien hin, die am empfindlichsten auf Wechselkursschwankungen reagieren.
In erster Linie geht es um:
- Haushaltsgeräte;
- Elektronik und Gadgets;
- Teile für Geräte.
Der Experte erklärt, dass die meisten dieser Waren direkt oder über Händlernetze importiert werden, weshalb ihre Selbstkosten direkt vom Wechselkurs abhängen.
Warum ändern sich die Preise nicht sofort?
Trotz des Euro-Anstiegs prognostizieren Experten keinen sofortigen Preissprung auf den Regalen der Geschäfte. Serhij Mametow betont, dass eine Kursänderung von 20–30 Kopeken die Einzelhändler nicht zwingt, die Preisschilder für Waschmaschinen oder Laptops sofort neu zu beschriften.
Das Preismanagement wird von mehreren Faktoren beeinflusst, die einen sofortigen Anstieg verhindern:
- Vorhandensein von Lagerbeständen;
- Verkauf alter Warenchargen;
- Marketingaktionen;
- Hoher Wettbewerb zwischen den Handelsketten.
Eine spürbare Auswirkung auf die Preise entsteht erst dann, wenn die Kursänderung langanhaltend oder drastisch ist. In diesem Fall sind die Importeure gezwungen, neue Warenchargen zu einem höheren Kurs einzukaufen und diese Kosten schrittweise in die Endkosten für den Verbraucher einzuplanen.