Im ukrainischen Fußball haben weitreichende personelle Umstrukturierungen stattgefunden. Andrej Schewtschenko, der die Ukrainische Fußballverband (UAF) leitet, hat ausführlich erklärt, warum die Wahl auf Andrea Malderra fiel. Diese Entscheidung war, wie sich herausstellte, nicht von heute auf morgen getroffen worden und basiert auf einem tiefen Verständnis der Spezifika des ukrainischen Fußballs.
Synergie aus Erfahrung und Wissen
Der entscheidende Faktor, so der Präsident der UAF, war die einzigartige Kompetenz des italienischen Spezialisten. Malderra ist nicht einfach nur ein „Ausländer mit einem Diplom“, sondern jemand, der bereits fünf Jahre im ukrainischen Fußballumfeld lebt und arbeitet. Zuvor gehörte er zum Stab von Schewtschenko, was ihm ein unschätzbares Verständnis für die Mentalität und Struktur des heimischen Sports ermöglichte.
„Wenn ein ausländischer Trainer in ein neues Land kommt, ist es von entscheidender Bedeutung, dass er die lokalen Gegebenheiten versteht. Andrea kennt diese Hierarchie: von den Jugendmannschaften bis zur A-Nationalmannschaft. Er versteht, wie der Übergang zwischen den Ebenen funktioniert“, betonte Schewtschenko in einem Interview mit dem Kanal „Bombardir“.
Wissensbasis und europäisches Niveau
Neben der lokalen Erfahrung verfügt Malderra über eine enorme Wissensbasis über ukrainische Spieler. Zusammen mit Schewtschenko haben sie über Jahre hinweg Spiele der heimischen Liga analysiert und die Karrieren von Spielern im Ausland detailliert untersucht. Dies ermöglicht es dem neuen Nationaltrainer, keine Zeit mit „Kundschafterarbeit“ zu verschwenden, sondern sofort eine Strategie zu entwickeln.
Gleichzeitig ist die Karriere von Malderra nicht bei der Ukraine stehen geblieben. Nach seiner Arbeit in Kiew stieg er auf ein neues Level auf, wurde Assistent von Roberto De Zerbi und arbeitete in drei führenden europäischen Ligen. Heute steht uns ein 55-jähriger, reifer Profi mit klarer Spielvision und Ambitionen gegenüber.
Wer hat die Entscheidung getroffen?
Auch die Frage, wer genau den Trainer ausgewählt hat, wurde geklärt. Obwohl die Nationalspieler Malderra als Taktiker und Kommunikator in guter Erinnerung haben, war ihre Meinung nicht der entscheidende Faktor. Schewtschenko betonte, dass die Entscheidung ausschließlich hinter den Kulissen der UAF getroffen wurde.
„Ich habe mich nur mit dem Exekutivkomitee beraten. Die Spieler hatten keinen Einfluss auf diesen Prozess“, erklärte der Verbandspräsident kategorisch.
Die Prüfung in der Praxis
Die Theorie wird bald in der Praxis getestet werden. Das erste Spiel von Andrea Malderra als Trainer der ukrainischen Nationalmannschaft findet am 31. Mai in Breslau gegen Polen statt. Bereits am 7. Juni reist die Mannschaft nach Dänemark für ein Freundschaftsspiel. Die Fans werden sehen, ob der neue Coach seine Ambitionen auf dem Platz verwirklichen und die Liebe der Fans gewinnen kann.