Die Reinigung der Waschmaschine sollte regelmäßig erfolgen, noch bevor ein unangenehmer Geruch entsteht. Ablagerungen in der Einspülschale und Schmutz im Filter können den Waschmittelzufuhr und den Wasserabfluss behindern, was mit der Zeit zu schweren Schäden führt. Lesen Sie vor Beginn jeglicher Arbeiten unbedingt die Bedienungsanleitung genau für Ihr Waschmaschinenmodell: Dort sind das empfohlene Pflegeprogramm, zugelassene Reinigungsmittel und die genaue Demontageringfolge angegeben.
Vorbereitung und Grundlegende Sicherheitsmaßnahmen
Trennen Sie das Gerät vor der manuellen Reinigung immer vom Stromnetz, um sich vor Stromschlägen zu schützen. Schließen Sie bei Arbeiten am Ablauf filter unbedingt die Wasserzufuhr zum System ab. Wenn kurz zuvor ein Waschgang bei hohen Temperaturen beendet wurde, müssen Sie warten, bis das Wasser im Inneren vollständig abgekühlt ist, um Verbrühungen beim Ablassen über den Notwasserschlauch zu vermeiden.
Der Trommelreinigungszyklus wird immer mit einer völlig leeren Trommel gestartet. Entfernen Sie sorgfältig sämtliche Kleidung und fremde Gegenstände aus dem Behälter. Für moderne Modelle gibt es oft ein spezielles werkseitiges Selbstreinigungsprogramm. Wenn Ihr Gerät diese Option nicht besitzt, empfiehlt die britische Organisation Which? einen leeren Waschgang bei 60-90 °C gemäß den Herstellerangaben.
Pflege von Dichtung, Einspülschale und Filter
In den Falten der Gummimanschette um das Bullauge sammeln sich ständig Wasserreste und Schmutz. Dieser empfindliche Bereich sollte mit einem weichen Mikrofasertuch gereinigt werden, das mit warmem Wasser und Spülmittel angefeuchtet ist. Klappen Sie den Dichtungsrand vorsichtig zurück und wischen Sie die zugänglichen Falten aus; hartnäckige Ablagerungen lassen sich mit einer weichen Bürste entfernen. Reinigungsexpertin Catherine Green empfiehlt, die Pulverschublade in warmem Seifenwasser zu waschen und Ecken mit einer Zahnbürste zu reinigen.
Haushaltsexperten erinnern daran, dass ein vorbeugender Trommelreinigungszyklus etwa einmal im Monat oder nach jeweils 30 Waschgängen durchgeführt werden sollte. Wischen Sie das Gummi nach jedem Waschen unbedingt trocken und lassen Sie die Einfülldürre sowie die Schublade zum natürlichen Trocknen leicht geöffnet.
Widersprüchliche Daten
Bei der Wahl der Reinigungsmittel gehen die Meinungen von Experten oft auseinander. Die Organisation Good Housekeeping warnt, dass übermäßiger Einsatz von Essig Gummierschläuche und Dichtungen allmählich zerstören kann, während normales Natron zwar bei Gerüchen hilft, aber tiefe Ablagerungen im Inneren nicht entfernt. Die australische Organisation CHOICE rät wiederum strikt davon ab, Geschirrspültabs in Waschmaschinen zu verwenden, da die Gefahr einer Beschädigung innerer Bauteile besteht. Darüber hinaus warnen die Zentren für Seuchenkontrolle und -prävention (CDC) ausdrücklich davor, Chlorbleiche mit anderen Reinigungsmitteln zu mischen, um die Freisetzung von gefährlichem Chlorgas zu verhindern.
Expertenempfehlungen und Diagnose
Eine korrekte und regelmäßige Pflege verlängert die Lebensdauer der Technik und verhindert Schimmel- und Feuchtigkeitsbildung. Wenn nach Abschluss aller grundlegenden Reinigungsmaßnahmen der unangenehme Geruch in der Maschine bestehen bleibt oder das Gerät das Wasser weiterhin schlecht abführt, versuchen Sie nicht, das Problem selbst zu lösen. In solchen Fällen müssen Sie sich für eine professionelle Diagnose und Reinigung des gesamten Abflusssystems an einen qualifizierten Techniker wenden.