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title: "Wasser teurer als Benzin: Petition an das Kabinett mit Forderung nach Einfrieren der Wasserversorgungstarife"
description: "Wasser in der Ukraine wird um ein Vielfaches teurer: In Dnipro stieg der Tarif um 160 %, in anderen Städten erreichte er 150 Griwna pro Kubikmeter. 🚰 Auf der Website des Kabinetts erschien eine Petition mit der Forderung, die Preise einzufrieren oder ein einheitliches staatliches Limit festzulegen, da die lokalen Tarife für die Bevölkerung im Kriegsgebiet unerschwinglich geworden sind. ⚖️"
date: 2026-07-06T15:04:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/wasser-teurer-als-benzin-petition-an-das-kabinett-mit-forderung-nach-einfrieren-der-wasserversorgungstarife
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publisher: "XAB.info"
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# Wasser teurer als Benzin: Petition an das Kabinett mit Forderung nach Einfrieren der Wasserversorgungstarife

![Ältere Frau wäscht Geschirr in der Küche und symbolisiert den Haushaltsverbrauch von Wasser angesichts steigender Tarife](https://xab.info/media/2026/07/06/moratorij-na-tarify-na-vodu-peticiya-v-kabmin/moratorij-na-tarify-na-vodu-peticiya-v-kabmin-1.webp)

In der Zeit des andauernden Krieges und des wirtschaftlichen Drucks auf die Bevölkerung in der Ukraine entzündet sich eine neue Welle sozialer Spannungen. Diesmal sind die öffentlichen Dienstleistungen, genauer gesagt die Wasserkosten, Gegenstand der öffentlichen Unzufriedenheit. Auf der offiziellen Website des Kabinetts der Minister erschien eine Petition mit der Forderung, ein Moratorium für Tarifsteigerungen einzuführen oder ein einheitliches staatliches Limit dafür festzulegen.

Die Initiative, registriert unter der Nummer 41/010252-26эп, reagiert auf eine Situation, die sich seit dem 1. Juli 2026 entwickelt hat. Ab diesem Datum wurde in vielen Städten des Landes ein rasantes Anstieg der Preise für die Dienstleistungen der Wasserwerke verzeichnet.

### Preise, die für die Bürger unerschwinglich sind

Der Verfasser des Schreibens führt schockierende Statistiken an. In Dnipro stieg der Tarif für die Bevölkerung fast um das 2,6-fache und erreichte 81,92 Griwna pro Kubikmeter. In anderen Ortschaften ist die Situation noch dramatischer: Die Kosten für Wasser überschritten die Marke von 100–150 Griwna pro Kubikmeter.

In der Petition wird betont, dass diese finanzielle Belastung für die Bürger unerschwinglich ist. Die Situation wird durch den Kontext des Krieges verschärft: Der Rückgang des realen Einkommens der Bevölkerung, hohe Arbeitslosigkeit und ständige Beschuss machen jegliche zusätzlichen Ausgaben zum Überlebensproblem für Familien.

### Regionale Ungleichheit

Eines der Schlüsselprobleme, auf das die Verfasser des Schreibens hinweisen, ist die Dezentralisierung der Befugnisse. Die Übertragung des Rechts zur Festsetzung der Tarife an die lokalen Gemeinden führte zu einer tiefgreifenden Ungleichheit. Infolgedessen müssen die Bewohner verschiedener Regionen für dieselbe lebenswichtige Dienstleistung Preise zahlen, die sich um das 3- bis 5-fache unterscheiden können.

Die Petition ruft das Kabinett der Minister auf, sofort in die Situation einzugreifen. Es werden zwei Hauptwege zur Lösung des Problems vorgeschlagen:

    - Einführung eines Moratoriums für die Erhöhung der Wasserpreise.

    - Festlegung eines einheitlichen staatlichen Limits für die Kosten der Dienstleistungen der Wasserwerke.

### Wer sollte für die Infrastruktur zahlen?

Neben regulatorischen Maßnahmen schlägt der Verfasser der Petition vor, das Finanzierungsmodell für die Unterstützung der Wasserwerke zu ändern. In dem Dokument wird gebeten, einen Mechanismus für staatliche Subventionen zu schaffen und internationale Geber einzubeziehen, um die Verluste der kommunalen Unternehmen zu decken.

Das Hauptargument der Initianten ist einfach: Die finanzielle Stabilität der kritischen Infrastruktur sollte durch den Staatshaushalt und ausländische Hilfe gesichert werden und nicht auf die Schultern der Endverbraucher abgewälzt werden.

Zur Erinnerung: Premierministerin Julija Swyrydenko hatte die Situation mit den Preisen für die Wasserversorgung zuvor kommentiert. Sie betonte, dass die direkte Verantwortung für die Tarife bei den lokalen Behörden liegt. Gleichzeitig behielten Parlament und Kabinett der Minister nach Worten der Regierungschefin das Recht vor, diesen Prozess zu kontrollieren und darauf Einfluss zu nehmen.