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title: "Wasser zwei- bis dreimal teurer: Wie sich die Wasserversorgungstarife in der Ukraine ab dem 1. Juli geändert haben"
description: "Ab dem 1. Juli sind die Wassertarife in der Ukraine um das 2- bis 3-fache gestiegen. In Uman und Winniza erreichten die Preise Rekordwerte, und die lokalen Behörden versprechen Kompensationen. Wir analysieren, warum dies geschehen ist und wie es sich auf die Geldbeutel der Bürger auswirkt 💧💸"
date: 2026-07-01T16:08:00.000Z
lang: de
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publisher: "XAB.info"
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# Wasser zwei- bis dreimal teurer: Wie sich die Wasserversorgungstarife in der Ukraine ab dem 1. Juli geändert haben

![Frau wäscht sich die Hände unter einem Wasserhahn im Badezimmer — Illustration zur Nachricht über steigende Wassertarife in der Ukraine seit dem 1. Juli](https://xab.info/media/2026/07/01/tarify-na-vodu-v-ukraine-vyrosli-v-2-3-raza/tarify-na-vodu-v-ukraine-vyrosli-v-2-3-raza-1.webp)

Ab dem 1. Juli 2024 ist für die Bewohner vieler ukrainischer Städte eine Zeit kommunaler Umwälzungen angebrochen. Die Tarife für die zentrale Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sind durchschnittlich verdoppelt, in einigen Fällen sogar verdreifacht worden. Diese Änderung ist das Ergebnis der Übertragung der Befugnis zur Preisfestsetzung von der Nationalen Kommission für Energie- und公用事业regulierung (NKREKP) auf die Organe der lokalen Selbstverwaltung. Nun bestimmen die Exekutivkomitees der Stadt- und Gebietsräte, wie viel ein Kubikmeter Wasser kostet.

### Warum ist Wasser teurer geworden?

Vertreter der kommunalen Unternehmen führen ein einheitliches Argument für die Preiserhöhung an: Die Selbstkosten der Dienstleistungen steigen rapide. Die Wasserwerke sehen sich mit steigenden Kosten für Strom, Kraftstoffe und Schmierstoffe, Chemikalien und Ersatzteile für Reparaturen konfrontiert. Darüber hinaus sind die Unternehmen verpflichtet, die Löhne der Mitarbeiter entsprechend der Erhöhung des Mindestlohns im Land zu steigern. Ein weiterer Faktor ist die Notwendigkeit, den Betrieb der kritischen Infrastruktur unter Kriegsbedingungen aufrechtzuerhalten.

In vielen Regionen wurden die Tarife seit mehr als vier Jahren nicht überprüft, was zu einer wachsenden Kluft zwischen den tatsächlichen Kosten und den Zahlungen der Bevölkerung geführt hat.

### Regionen mit dem stärksten Preisanstieg

Die Statistik der Städte zeigt das Ausmaß der Veränderungen. Führend beim Gesamttarif ist Uman. Seit dem 1. Juli zahlen die Bewohner 79,49 Hrywnja für die Wasserversorgung und 78,84 Hrywnja für die Abwasserentsorgung. Der Gesamttarif beträgt 157,32 Hrywnja pro Kubikmeter, was zu den höchsten Werten im Land gehört.

In Winniza ist der Tarif mehr als verdreifacht worden – von 25,62 auf 81,01 Hrywnja pro Kubikmeter. Die Stadtbehörden haben bereits die Vorbereitung eines Kompensationsmechanismus für die Bevölkerung angekündigt, jedoch sind die Details des Programms noch nicht veröffentlicht worden.

Eine erhebliche Preisspitze wurde auch in anderen Städten verzeichnet:

- **Pawlohrad:** Die Kosten für die Dienstleistungen haben sich mehr als verdoppelt – von 53,66 auf 113,47 Hrywnja.

- **Berditschew:** Der neue Tarif überstieg die Marke von 100 Hrywnja (101,76 UAH).

- **Uschhorod:** Der Gesamttarif stieg um 112 % und erreichte 91,24 Hrywnja.

- **Kremenchuk:** Der Preis pro Kubikmeter hat sich verdoppelt – von 31,80 auf 64,07 Hrywnja.

- **Tschernihiw:** Der Tarif stieg um 105 % auf 56,71 Hrywnja. Der Direktor von „Tschernihiw-Wasserwerk“ stellt fest, dass dies auch nach der Erhöhung zu den niedrigsten Tarifen unter den Gebietszentren gehört.

### Unterstützungsmaßnahmen für die Bevölkerung

Einige lokale Behörden haben bereits auf die soziale Spannung reagiert, indem sie zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen eingeführt haben. In Ternopil wird die Differenz zwischen den Werten der Hauszähler und der Wohnungszähler für Wasser aus dem städtischen Haushalt kompensiert. Diese Maßnahme soll die Bewohner von Mehrfamilienhäusern von ungerechtfertigten zusätzlichen Abrechnungen befreien.

Bereits im Juni begannen ähnliche Erhöhungen in Drohobych, Saporischschja, Tscherniwzi, Wosnessensk und Borodyanka. Nun hat die Welle der Tarifüberprüfung noch mehr Regionen erfasst und stellt eine ernste Herausforderung für das Haushaltsbudget der Ukrainer dar.