Auf der jährlichen Konferenz Google I/O hat der Tech-Gigant offiziell Wear OS 7 vorgestellt – eine neue Version des Betriebssystems für Android-basierte Smartwatches. Die Hauptmerkmale des Updates sind: tiefe Integration von Künstlicher Intelligenz, verbessertes Medienmanagement und neue Werkzeuge für Entwickler.
RBC-Ukraine hat sich unter Berufung auf BGR damit auseinandergesetzt, warum Wear OS 7 watchOS 26 einen Schritt voraus sein könnte.
Autonome Intelligenz versus iPhone-Abhängigkeit
Der größte Vorteil von Wear OS 7 gegenüber Konkurrenten aus der Apple-Ökosystem ist die integrierte Unterstützung von Gemini Intelligence. Im Gegensatz zu Apple Watch mit watchOS 26, bei denen Funktionen von Apple Intelligence (wie der AI-Coach Workout Buddy oder Genmoji) das Vorhandensein eines iPhones in der Nähe erfordern, können Android-Uhren Anfragen autonom verarbeiten.
Künstliche Intelligenz in Wear OS 7 automatisiert Routineaufgaben: Benutzer können per Sprachbefehl ihr gewohntes Essen zum Mitnehmen bestellen oder Uber für eine regelmäßige Route rufen. Darüber hinaus hat das System gelernt, gesprochene Gedanken in strukturierten, formatierten Text umzuwandeln, ohne dass ein Smartphone benötigt wird.
Offenheit für Entwickler
Dank des neuen Tools AppFunctions API hat Google Drittanbieter-Entwicklern Zugang zu den Funktionen von Gemini gewährt. Dies ermöglicht die Integration intelligenter KI-Agenten in beliebige Apps.
Nutzer können den Uhren komplexe, mehrstufige Sprachbefehle erteilen. Zum Beispiel: „Trage mich für Yoga am Mittwoch um 18:00 Uhr ein und erinnere mich 30 Minuten vorher“. Zum Vergleich: Der Sprachassistent Siri auf Apple Watch kann derzeit nur einfache Aktionen ausführen: Trainings starten, Tracks abspielen oder Nachrichten an einen bestimmten Empfänger senden.
Fitness-Revolution und Mediensteuerung
Google möchte mehr Autoren beliebter Sportprogramme (einschließlich iOS-Exklusivitäten) gewinnen und startet daher die Plattform Wear Workout Tracker. Sie bietet Entwicklern fertige Basiswerkzeuge zur Messung des Pulses und zur Aktivitätskontrolle, die zuvor von Grund auf neu erstellt werden mussten. Das Unternehmen hat bereits die Zusammenarbeit mit ASICS Runkeeper zur Einführung neuer Technologien angekündigt. Dieser Schritt soll das Problem im Apple-Ökosystem lösen, wo Drittanbieter-Fitness-Apps oft im Vergleich zur proprietären App „Training“ eingeschränkte Rechte haben.
Ein weiterer Nachteil von Apple Watch, so Experten, ist das verwirrende Medienmanagement und Verzögerungen beim Umschalten des Tons. In Wear OS 7 wurde dieses System vollständig überarbeitet. Während der Wiedergabe von Musik (z. B. auf YouTube Music) startet die Benutzeroberfläche für die Steuerung automatisch auf dem Uhrenbildschirm. Die neue Funktion Remote Output Switcher ermöglicht es, den Ton mit einem Klick umzuleiten und die Audioausgabe zwischen drahtlosen Kopfhörern, dem Smartphone selbst, einem Wohnzimmerfernseher oder einer Smart Speaker an anderer Stelle zu wechseln.
Momentan befindet sich Wear OS 7 im Beta-Test, und der vollständige Release auf den ersten serienreifen Smartwatches wird Ende dieses Jahres erwartet.