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title: "Weizen teurer um 36 %: Wie Krieg, Dürre und verteuerte Düngemittel die weltweiten Lebensmittelpreise treffen"
description: "Oxford Economics prognostiziert einen Anstieg der weltweiten Lebensmittelpreise um 11,8 % im Jahr 2026: Weizen könnte infolge von Angriffen im Schwarzen Meer, Dürre sowie der Verteuerung von Düngemitteln und Diesel um 36 % teurer werden."
date: 2026-08-24T23:52:08.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/weizen-und-lebensmittelpreise-2026-de
tags: [wheat-prices, food-inflation, black-sea, grain-export, drought, oxford-economics]
publisher: "XAB.info"
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# Weizen teurer um 36 %: Wie Krieg, Dürre und verteuerte Düngemittel die weltweiten Lebensmittelpreise treffen

![Erntemaschine erntet Weizen auf einem Feld vor dem Hintergrund steigender Getreidepreise](https://xab.info/media/2026/08/25/tseny-na-pshenitsu-i-prodovolstvie-2026/tseny-na-pshenitsu-i-prodovolstvie-2026-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Oxford Economics prognostiziert einen Anstieg der weltweiten Lebensmittelpreise um 11,8 % im Jahr 2026 und um 4,8 % im Jahr 2027; Weizen könnte im III. Quartal 2026 im Jahresvergleich um 36 % teurer werden.
- Rund 86 Millionen Tonnen Getreideexport aus Russland und Ukraine (fast 17 % des Weltexports) sind aufgrund von Angriffen im Schwarzen und Asowschen Meer bedroht.
- Die Dürre senkt die Ernteerträge: Coceral hat die Produktionsprognose für die EU und Großbritannien auf 286,6 Millionen Tonnen gesenkt, in den USA ist der niedrigste Weizenertrag seit 1970 möglich.
- Diesel verteuerte sich im Juli im Jahresvergleich um 36 %, Düngemittel dürften aufgrund des Konflikts mit dem Iran und der Unterbrechungen in der Straße von Hormus um 22 % steigen.
- Aufgrund einer Verzögerung von 6–9 Monaten könnte sich der Preisanstieg bei Brot und Nudeln bereits ab Anfang 2027 im Einzelhandel niederschlagen; besonders verwundbar sind Ägypten und Bangladesch.

Weizen ist die Grundlage der Ernährung Milliarden von Menschen: Aus ihm werden Brot, Instantnudeln, Chapati und Dutzende andere Produkte hergestellt. Im Jahr 2026 ist diese Kultur gleichzeitig mehreren Faktoren ausgesetzt: Krieg, Dürre, steigende Produktionskosten und komplexere Transportrouten. Laut Prognosen von Oxford Economics werden die weltweiten Lebensmittelpreise in diesem Jahr um 11,8 % steigen und 2027 um weitere 4,8 %, wobei Weizen im dritten Quartal des laufenden Jahres im Jahresvergleich um 36 % teurer werden könnte.

### Das Schwarze Meer als Engpass des Welthandels

Russland und Ukraine liefern fast 30 % des weltweiten Weizenexports, daher werden Angriffe auf Häfen, Schiffe und Exporteinrichtungen im Schwarzen und Asowschen Meer schnell auf die internationalen Märkte übertragen. Schätzungen von Oxford Economics zufolge sind rund 86 Millionen Tonnen des jährlichen Getreideexports beider Länder bedroht – das sind fast 17 % des weltweiten Getreideexports. Ein Umschalten auf alternative Routen ist schwierig: Die Dürre senkt den Wasserstand der Donau und verringert die Schiffstonnage, die Angriffe der Huthi im Roten Meer zwingen zu einer Umgehung über Südafrika, und die Dürre am Rhein sowie das Phänomen El Niño erhöhen das Risiko eines niedrigen Wasserstands im Panamakanal.

### Dürre trifft die Ernteerträge in Schlüsselregionen

Heißwetter und Feuchtigkeitmangel haben bereits zu sinkenden Ernteerträgen in vielen Getreideanbaugebieten geführt. Die Europäische Getreidehandelsvereinigung Coceral hat ihre Prognose für die Getreideproduktion in der EU und Großbritannien von 310 Millionen Tonnen im Jahr 2025 auf 286,6 Millionen Tonnen herabgesetzt. Deutschland erwartet einen Produktionsrückgang um 7 %, und in den USA könnte der niedrigste Weizenertrag seit 1970 verzeichnet werden.

### Steigende Selbstkosten: Kraftstoff und Düngemittel

Landwirte sehen sich mit verteuerten Inputs konfrontiert. Laut Oxford Economics sind die weltweiten Dieselkraftstoffpreise im Juli im Jahresvergleich um 36 % gestiegen, und die Düngemittelpreise werden voraussichtlich um 22 % steigen, getrieben durch den Konflikt mit dem Iran und Unterbrechungen in der Straße von Hormus, die die Lieferungen von Öl, Gas und Rohstoffen für Düngemittel beeinträchtigen. Unter solchen Bedingungen garantieren hohe Weizenpreise nicht zwangsläufig steigende Gewinne der Produzenten: Einige Landwirte könnten ihre Investitionen in die nächste Ernte kürzen, was die Lieferprobleme bis 2027 verlängern würde, während eine Intensivierung von El Niño die Aussichten zusätzlich erschweren würde.

### Wer am stärksten betroffen ist und wann sich das auf den Regalen niederschlägt

Die Rekordernte des Vorjahres hat es ermöglicht, die weltweiten Bestände auf einem relativ hohen Niveau zu halten und das Risiko eines akuten Mangels zu minimieren, doch sie hat den Preisanstieg nicht gestoppt: Weicher roter Weizen in den USA verteuerte sich in den ersten sieben Monaten um fast 25 %, und laut FAO lagen die weltweiten Getreidepreise im Juli um 6,9 % über dem Niveau des Vorjahres. Preisschwankungen bei Rohstoffen schlagen in der Regel erst nach 6–9 Monaten im Einzelhandel durch, daher könnten Brot, Nudeln und andere Weizenprodukte bereits ab Anfang 2027 deutlich teurer werden. Besonders verwundbar sind importabhängige Volkswirtschaften: Ägypten kauft den Großteil seines Weizens im Ausland von Russland und Ukraine ein, und Bangladesch riskiert, nach der Verpflichtung, die Importe zur Vermeidung von Washingtons Zöllen zu erhöhen, gezwungen zu sein, amerikanischen Weizen zu höheren Preisen zu kaufen.

### Widersprüchliche Daten

In den Schätzungen der Analysten gibt es Abweichungen hinsichtlich der Tiefe und der Zeiträume des Schocks. Einerseits verzeichnen Oxford Economics und die FAO bereits realisierte Preisanstiege (Getreide im Juli +6,9 % zum Vorjahr, Weizen in den USA +25 % in sieben Monaten) und prognostizieren einen weiteren Sprung des Weizens auf +36 % im dritten Quartal. Andererseits stellen einige Analysten fest, dass der Markt das Potenzial eines langwierigen Konflikts im Schwarzen Meer noch nicht vollständig in die Preise eingepreist hat, während die hohen Bestände des Vorjahres als Puffer gegen den Mangel dienen. Somit sagen die einen Daten, dass der Anstieg bereits stattfindet, die anderen, dass der Peak höher und später ausfallen könnte, je nach Dynamik der Angriffe auf die Häfen und des Wetters.

Das Fazit lautet: Die Bestände des Vorjahres geben dem Markt eine vorübergehende Verschnaufpause, aber genau die Entwicklung im Schwarzen Meer, die Wetterbedingungen und die Produktionskosten werden bestimmen, wie lange dieser Puffer hält und wie spürbar der Schlag auf den Warenkorb im Jahr 2027 sein wird.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Aufgrund globaler Probleme bei der Lieferung von Lebensmitteln steigen die Preise für Essen.](https://www.vietnam.vn/ru/bua-an-dat-do-hon-tu-nhung-nut-that-toan-cau) - Подтверждает глобальный рост цен на еду из-за проблем с доставкой, согласуется с тезисом об усложнении транспортных маршрутов.
- [Die weltweiten Lebensmittelpreise könnten im Jahr 2026 zweistellig steigen](https://knews.kg/2026/08/19/globalnye-tseny-na-prodovolstvie-v-2026-godu-mogut-vyrasti-na-dvuznachnye-velichiny/) - Совпадает с прогнозом Oxford Economics о росте на 11,8% в 2026 году (двузначные величины).
- [Angriff auf das Schwarze Meer und europäische Hitze. Wie stark wird der Warenkorb in der Welt teurer](https://biz.nv.ua/economics/pochemu-v-2026-godu-mirovye-ceny-na-prodovolstvie-i-hleb-stremitelno-vyrastut-iz-za-voyn-i-zasuhi-50634768.html) - Подтверждает связь ударов в Черном море, европейской жары/засухи с ростом цен на продовольствие.
- [Der Anstieg der weltweiten Lebensmittelpreise im Juli betrug 0,6 %](https://www.finmarket.ru/news/6681513) - Месячный рост 0,6% в июле согласуется с данными ФАО о +6,9% в годовом исчислении; разные метрики, противоречий нет.

## ❓ FAQ

### Q: Wie stark werden die weltweiten Lebensmittelpreise im Jahr 2026 steigen?
**A:** Laut Prognosen von Oxford Economics um 11,8 % im Jahr 2026 und um weitere 4,8 % im Jahr 2027; die Weizenpreise könnten im dritten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 36 % steigen.

### Q: Warum verteuert sich gerade Weizen am stärksten?
**A:** Weil Russland und Ukraine fast 30 % des weltweiten Weizenexports liefern, und die Angriffe auf Häfen und Schiffe im Schwarzen und Asowschen Meer rund 86 Millionen Tonnen Export – fast 17 % des weltweiten Volumens – bedrohen.

### Q: Wann wird sich der Preisanstieg auf Brot und Nudeln auswirken?
**A:** Preisschwankungen bei Rohstoffen schlagen in der Regel erst nach 6–9 Monaten im Einzelhandel durch, daher ist eine deutliche Verteuerung von Weizenprodukten bereits ab Anfang 2027 möglich.

### Q: Warum erhöhen hohe Weizenpreise nicht immer die Gewinne der Landwirte?
**A:** Aufgrund steigender Preise für Diesel (+36 % im Jahresvergleich im Juli), Düngemittel (+22 % laut Prognose), Kredite und Transport: Die Produktionskosten steigen schneller als der Umsatz.