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title: "Weltraumschrott fliegt zum Mond: Was passiert, wenn ein Falcon-9-Trümmer in den Erdtrabanten kracht"
description: "Im August 2025 wird ein Trümmer der SpaceX-Rakete Falcon 9 mit Hyperschallgeschwindigkeit auf den Mond prallen. 🚀💥 Dieses Ereignis unterstreicht die wachsende Bedrohung durch Weltraumschrott für zukünftige Mondbasen und Astronauten. 🌑🛰️"
date: 2026-05-27T16:16:00.000Z
lang: de
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publisher: "XAB.info"
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# Weltraumschrott fliegt zum Mond: Was passiert, wenn ein Falcon-9-Trümmer in den Erdtrabanten kracht

![Nachtstart der Rakete SpaceX Falcon 9 mit hellem Flammenreflex im Wasser](https://xab.info/media/2026/05/27/obloмок-falcon-9-letit-na-lunu-chto-budet-pri-stolknovenii/raketniy-start-falcon-9-nochyu.webp)

Im August 2025 wird der Mond erneut Zeuge einer Kollision mit Weltraumschrott. Dieses Mal wird eine ausgebrannte Oberstufe der SpaceX-Rakete Falcon 9 auf die Mondoberfläche prallen. Nach Berechnungen von Astronomen wird das Objekt die Oberfläche mit Hyperschallgeschwindigkeit erreichen – mehr als siebenmal schneller als der Schall.

### Wer und wie die Bedrohung entdeckt hat

Die Flugbahn des zukünftigen Aufpralls wurde vom bekannten Astronomen Bill Gray unter Verwendung spezialisierter Software ermittelt. Seine Daten wurden vom Katalogisierungssystem der US Space Force bestätigt. Die Stufe, die zum „Geschoss“ wurde, blieb nach einem Start am 15. Januar 2025 zurück.

Damals brachte die Falcon 9 zwei private Mondsonden in die Umlaufbahn: den Landemodul Blue Ghost Mission 1 von Firefly Aerospace, der erfolgreich landete, und den japanischen Modul Hakuto-R Mission 2 von ispace, der seine Mission mit einem missglückten Absturz beendete.

### Was beim Aufprall passieren wird

Gegenwärtig bewegt sich die ausgebrannte Stufe mit einer Geschwindigkeit von etwa 8700 km/h. Beim Aufprall auf die Mondoberfläche wird die kinetische Energie so groß sein, dass das Metall vollständig verdampft. Am Ort des Aufpralls wird nur ein frischer Krater und verstreute Steine zurückbleiben.

Dies ist nicht der erste solcher Fälle. Im März 2022 zerschellte auf ähnliche Weise eine Stufe der chinesischen Rakete Chang'e-5 T1 am Mond.

### Das Problem der Zukunft: Weltraumschrott und Mondbasen

Ein einzelner Aufprall der Falcon 9 birgt keine direkte Bedrohung, verdeutlicht aber deutlich das wachsende Problem. NASA bereitet aktiv die Errichtung einer dauerhaften Wohnbasis am Südpol des Mondes vor. Die Intensität der Starts in diese Richtung wird rapide zunehmen.

Wenn staatliche Agenturen und private Unternehmen keine Praxis der kontrollierten Entfernung von Stufen aus der Umlaufbahn einführen, werden unkontrollierte Trümmer eine direkte Bedrohung für das Leben zukünftiger Mondkolonien und Astronauten darstellen.

### Überwachung und Risiken

Gegenwärtig überwacht die NASA Weltraumschrott nur in der Nähe der Erde, um die Internationale Raumstation (ISS) zu schützen, die regelmäßig Ausweichmanöver durchführt. In Zukunft müssen die US Space Force den Überwachungsbereich auf den gesamten Raum zwischen Erde und Mond ausweiten.

Die Situation mit dem Verkehr auf der Erdumlaufbahn hat sich aufgrund der Einführung großer kommerzieller Satellitenkonstellationen drastisch verschlechtert. Insbesondere hat SpaceX in diesem Jahr bereits die Marke von 10.000 aktiven Starlink-Satelliten überschritten. Aufgrund dieser Dichte werden immer mehr zufällige Mikrokollisionen zwischen funktionierenden Geräten und Resten alter Raketen registriert, was Tausende neuer kleiner Trümmer erzeugt, die schwer zu verfolgen sind.

### Suche nach Lösungen und Bedrohung für die Erde

Wissenschaftler entwickeln bereits theoretische Konzepte zur Reinigung des Weltraums mit Hilfe riesiger Netze, Elektromagneten oder Harpunen, doch keines davon wurde bisher praktisch umgesetzt.

Gleichzeitig bedroht unkontrollierter Schrott nicht nur den Weltraum, sondern auch die Erde. So stürzte am 17. Januar 2025 ein großes unbekanntes Trümmerstück (wahrscheinlich ein Teil einer indischen Rakete) direkt auf ein Dorf in Kenia. Für das sichere Versenken ausgebrachter Schiffe nutzen internationale Agenturen normalerweise eine menschenleere Zone im südlichen Pazifik, bekannt als „Punkt Nemo“. Doch Tausende unkontrollierte Objekte verbleiben immer noch auf Umlaufbahnen und können jederzeit in die Atmosphäre unseres Planeten eintreten.