In der Werchowna Rada der Ukraine reift eine weitere umfassende Abstimmung heran. Das Parlament wird voraussichtlich bereits in der kommenden Woche die Frage der Verlängerung des Kriegszustands und der allgemeinen Mobilmachung erörtern. Dies wird bereits die 20. Entscheidung der aktuellen Legislaturperiode der Abgeordneten zu diesem Thema sein.
Verlängerungsfristen und Termin der Abstimmung
Demnach, wie RBC-Ukraine aus dem Telegram-Kanal des Volksabgeordneten Jaroslaw Scheleznyak erfuhr, wird Präsident Wolodymyr Selenskyj in Kürze entsprechende Gesetzesentwürfe in das Parlament einbringen. Die Unterlagen sehen eine Verlängerung des Sonderstatus um weitere 90 Tage vor – vom 2. August bis zum 31. Oktober 2026.
Es wird erwartet, dass die Erörterung der Gesetzesentwürfe im Rahmen der nächsten Plenarwoche stattfinden wird, die für den 14. und 15. Juli geplant ist. Sollten die Abgeordneten die Initiative unterstützen, wird der Kriegszustand und die Mobilmachung bis zum Ende des Herbstes in Kraft bleiben.
Politischer Kontext und Kommentare
Der Volksabgeordnete Jaroslaw Scheleznyak, der als Informationsquelle diente, reagierte ironisch auf die weitere Verlängerung. Er merkte an, dass „die Annahme von Anträgen für ‚Wahlzeugen bereits im September‘ abgeschlossen ist“. Damit deutete der Parlamentarier darauf hin, dass es keine realen Gründe gibt, die Durchführung von Wahlen im Herbst des laufenden Jahres zu erwarten.
Situation mit der Mobilmachung und Aussetzungen
Gleichzeitig mit der Verlängerung des Kriegszustands gelten in der Ukraine weiterhin die Regeln der Mobilmachung. Zuvor hatte das Verteidigungsministerium den Bürgern den Unterschied zwischen einer Aussetzung und einer Reservierung erläutert und mitgeteilt, dass die meisten bestehenden Aussetzungen derzeit automatisch verlängert werden.
Die Anwältin Tatjana Lebedewa hatte RBC-Ukraine zuvor über juristische Nuancen berichtet: Unter welchen Bedingungen eine Aussetzung und eine Reservierung annulliert werden können. Diese Erläuterungen bleiben vor dem Hintergrund der bevorstehenden Abstimmung im Parlament relevant.