Am 12. Juni ist in der Ukraine ein drastischer Wetterumschwung zu erwarten, der die Bewohner verschiedener Regionen mit einem breiten Spektrum meteorologischer Phänomene konfrontieren wird. Meteorologen warnen vor Gewittern, Sturmböen und Hagel sowie vor erheblichen Temperaturunterschieden im gesamten Land.
„Synoptische bunte Süßigkeiten“
Laut der Expertin Natalija Didenko wird die Ukraine am Freitag zur Bühne für ein „prächtiges Spektrum“ an Wetterphänomenen. Ursache für diese Instabilität ist ein atmosphärischer Front, der sich von Westen her bewegt. Genau er bringt das mit sich, was der Meteorologe als „synoptische bunte Süßigkeiten“ bezeichnet.
Ein besonderes Merkmal des Tages wird der Temperaturabfall sein. Im Westen des Landes wird sich die Luft nur auf +11...+15°C erwärmen, während im Osten die Quecksilbersäule auf +27...+30°C steigen wird. In den meisten Gebieten wird die Tagestemperatur zwischen +24 und +28 Grad betragen.
Gelbe Warnstufe
Der Ukrainische Hydrometeorologische Zentrum hat offiziell vor gefährlichen meteorologischen Phänomenen gewarnt und ihnen die gelbe Warnstufe zugewiesen. Laut Prognosen sind örtlich begrenzte, aber heftige Starkregen möglich.
Derartige Wetterbedingungen können sich negativ auf den Betrieb verschiedener Infrastrukturbereiche auswirken. Meteorologen weisen auf Risiken für Energie-, Bau- und Versorgungsunternehmen sowie für den Verkehr hin.
Ausblick auf das Wochenende und Sommer-Risiken
Trotz des regnerischen Wetters, das in den nächsten Tagen erwartet wird, prognostiziert die Meteorologin Natalija Didenko bereits für das Wochenende in den meisten Gebieten eine Abkühlung.
Die langfristigen Aussichten sehen jedoch beunruhigender aus. Die Weltorganisation für Meteorologie der UNO hat gewarnt, dass die Erde bis 2030 wahrscheinlich einen neuen Rekord der globalen Temperatur erleben wird. Dies hängt mit dem Klimawandel und dem erwarteten Wiederauftreten des El-Niño-Phänomens zusammen. Auch die Ukraine befindet sich in der Risikozone: Anomale Hitze im Sommer erscheint wahrscheinlich.
Der ehemalige Leiter von „Ukrenergo“, Wladimir Kudritskyj, betonte in einem Interview mit RBC-Ukraine, dass aufgrund der zerstörten Erzeugung eine anhaltende Hitze über +35°C garantiert zu Einschränkungen beim Stromverbrauch führen wird.