Die Entwickler des beliebten Messengers WhatsApp haben mit dem Testen einer der am meisten erwarteten Funktionen begonnen: die Möglichkeit, Nachrichten zeitversetzt zu versenden. Ein Werkzeug, das für Telegram-Nutzer längst Standard ist, wird nun in das Meta-Ökosystem integriert. Informationen über die Neuerung wurden von Spezialisten in der Beta-Version von WhatsApp für Android (Version 2.26.8.11) entdeckt, was die aktive Entwicklungsphase bestätigt.
Planungsmechanik und Funktionalität
Der Prozess zur Nutzung der neuen Funktion ist intuitiv: Der Benutzer muss lediglich die Senden-Taste gedrückt halten, um ein spezielles Dialogfenster aufzurufen. Das System ermöglicht eine flexible Einstellung von Datum und Uhrzeit für die Zustellung. In der aktuellen Implementierung sind Planungszeiträume von 10 Minuten bis zu zwei Wochen im Voraus möglich. Wichtig ist, dass die Funktionalität eine breite Palette an Formaten abdeckt: von einfachen Textnachrichten und Links bis hin zu Mediendateien, einschließlich Fotos und Videos.
Autonomie und Kommunikationssicherheit
Einer der Hauptvorteile des aktualisierten Mechanismus wird seine Autonomie sein. Die Entwickler haben einen Algorithmus implementiert, bei dem die geplante Nachricht auch dann zugestellt wird, wenn sich das Smartphone des Absenders zum Zeitpunkt des Timers im Offline-Modus befindet oder nicht mit dem Netzwerk verbunden ist. Die Sicherheit bleibt dabei oberste Priorität: Alle geplanten Materialien sind durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (end-to-end encryption) geschützt, was das Abfangen der Daten durch Dritte vollständig ausschließt.
Widersprüchliche Daten
Trotz der allgemeinen Begeisterung gibt es in der Community der Beta-Tester Diskussionen über die Verfügbarkeit der Funktion für Gruppenchats. Obwohl die offizielle Beschreibung die Unterstützung sowohl für persönliche Chats als auch für Gruppengespräche angibt, berichten einige Nutzer von Fehlern beim Versuch, Nachrichten in großen Gruppen mit mehr als 200 Teilnehmern zu planen. Meta hat noch keine offiziellen Kommentare zu diesen technischen Einschränkungen abgegeben, sodass die Frage offen bleibt.
Verwaltung geplanter Inhalte
Zur besseren Navigation wird in der App ein separater Menübereich erscheinen, in dem Nutzer ihre Liste der geplanten Nachrichten verwalten können. Die Benutzeroberfläche ermöglicht es nicht nur, die zur Ausführung anstehenden Materialien einzusehen, sondern auch deren Inhalt oder Lieferzeit kurzfristig zu bearbeiten sowie geplante Einträge vor der Ausführung vollständig zu löschen. In den kommenden Wochen wird eine Erweiterung des Testkreises erwartet, gefolgt von der offiziellen globalen Veröffentlichung für alle Nutzer.