Microsoft hat offiziell ein umfassendes Juni-Update für das Betriebssystem Windows 11 veröffentlicht. Die Hauptneuheit dieses Releases ist die Funktion „Low Latency Profile“, die eines der drängendsten Probleme der Benutzer löst – Verzögerungen und Ruckeln der Benutzeroberfläche. Die Technologie, die zuvor nur einem begrenzten Kreis von Testern zur Verfügung stand, ist nun in den stabilen Hauptzweig des Systems übergegangen.
Wie funktioniert Low Latency Profile?
Die neue Funktion soll die Arbeit mit dem Betriebssystem augenblicklich und reaktionsschnell machen. Der Wirkmechanismus der Technologie basiert auf einer kurzfristigen Übertaktung des Prozessors. Im Moment der Interaktion des Benutzers mit der Benutzeroberfläche – beispielsweise beim Klicken zum Öffnen des „Start“-Menüs oder beim Starten einer Anwendung – erhöht das System automatisch die Taktfrequenz des Prozessors.
Dieser Impuls dauert zwischen 1 und 3 Sekunden, was es ermöglicht, die traditionellen Verzögerungen und „Einfrieren“ zu überwinden, mit denen Benutzer jahrelang konfrontiert waren, insbesondere bei der Arbeit mit dem „Explorer“. Die Entwickler betonen, dass die Technologie vollständig im Hintergrund arbeitet: In den Einstellungen von Windows 11 gibt es keine speziellen Schalter oder visuellen Indikatoren für ihre Aktivierung.
Für wen ist das notwendig?
Den größten Nutzen aus der Einführung von Low Latency Profile werden Besitzer älterer oder schwächerer Hardware-Konfigurationen spüren. Genau auf solchen Geräten waren die Verzögerungen der Benutzeroberfläche am deutlichsten sichtbar. Besitzer leistungsstarker moderner Computer werden wahrscheinlich keinen wesentlichen Unterschied bemerken, da ihre Hardware die Aufgaben auch ohne erzwungene Übertaktung bewältigt.
Wie überprüft man das Vorhandensein des Updates?
Die neue Funktion wird automatisch zusammen mit dem obligatorischen Sicherheitspaket verteilt. Um sicherzustellen, dass Ihr Computer die Optimierung erhalten hat, müssen Sie das Vorhandensein des kumulativen Pakets mit der Nummer KB5094126 im Abschnitt „Einstellungen“ > „System“ > „Windows Update“ überprüfen. Die Installation aktiviert die Funktion automatisch.
Sie können auch die Versionsnummer des Betriebssystems im Reiter „Einstellungen“ > „System“ > „Info“ überprüfen. Wenn dort die Nummer 26200.8655 (für die Windows 25H2-Version) oder 26100.8655 (für die Windows 24H2-Version) angegeben ist, bedeutet dies, dass die erforderlichen Komponenten bereits installiert sind.
Wenn der Patch noch nicht in der Liste der verfügbaren Updates erscheint, deutet dies auf eine schrittweise Veröffentlichung des Releases hin. Microsoft verteilt das Update in Wellen, sodass einige Benutzer später Zugriff darauf erhalten. Für diejenigen, die nicht auf die automatische Warteschlange warten möchten, besteht die Möglichkeit, das Paket manuell über den offiziellen Microsoft Update-Katalog herunterzuladen, nachdem sie zuvor ihre Betriebssystemversion überprüft haben.