In der Nacht zum 4. November 2026 bot die reguläre NHL-Saison den Fans einen der dramatischsten Spieltage der Saison. In elf Partien ereigneten sich gleich mehrere Ereignisse, die in die Ligageschichte eingehen werden: Die Winnipeg Jets schafften ein Comeback, über das Analysten noch lange sprechen werden, Jason Robertson erzielte einen lupenreinen Hattrick in wenigen Minuten, und Cutter Gauthier trat in Anaheims exklusiven Klub historischer Meilensteine ein. Gehen wir die wichtigsten Ereignisse des Spieltags der Reihe nach durch.

Comeback des Jahrhunderts: Winnipeg dreht das Spiel gegen Montreal

Das Hauptereignis der Nacht war die Begegnung Montreal Canadiens gegen Winnipeg Jets, die mit 5:4 nach Verlängerung für die Gäste endete. Zu Beginn des dritten Drittels führten die Gastgeber mit vier Toren (3:0 nach zwei Dritteln), und es schien, als sei das Spiel entschieden. Doch zwei Minuten und 39 Sekunden vor der Schlusssirene der regulären Spielzeit schafften die Jets das Unmögliche: Tyrel Bauer, Morgan Barron und zweimal Kyle Connor erzielten vier Tore in Folge und glichen aus. Connor erzielte den Ausgleichstreffer 33 Sekunden vor dem Ende des dritten Drittels. In der Verlängerung erzielte Dylan Samberg den Siegtreffer und sicherte den Jets den Zusatzpunkt. Der Endstand lautet 4:5 n.V. (2:0, 1:0, 1:4, 0:1). Das Foto zeigt den Moment des Jubels, als Mark Scheifele (Nr. 55) seine Mitspieler nach dem Siegtor umarmt.

Robertsons Fünf-Minuten-Blitz und der historische Gauthier

In Washington bezwangen die Dallas Stars die Capitals, wobei Jason Robertson die Hauptrolle spielte. Er erzielte im zweiten Drittel einen lupenreinen Hattrick: drei Tore innerhalb von fünf Minuten und 20 Sekunden plus eine Vorlage – vier Punkte an diesem Abend. Roope Hintz steuerte ebenfalls drei Punkte (1+2) bei, während Mikko Rantanen die Marke von 800 Karriere-Punkten in der NHL erreichte. Für Washington verbuchte Jordan Kyrou drei Punkte (1+2).

In Vancouver gewannen die Anaheim Ducks mit 5:4 gegen die Canucks, und hier ereignete sich etwas, das zuvor noch niemandem in der Franchise-Geschichte gelungen war: Cutter Gauthier erzielte im zweiten Spiel in Folge einen Hattrick. Insgesamt traf der Stürmer in seinen letzten drei Spielen achtmal. Beckett Sennecke verbuchte vier Assists – ein persönlicher NHL-Rekord –, während Mikael Granlund ein Tor und zwei Vorlagen beisteuerte. Für Vancouver erzielte Jake DeBrusk einen Doppelpack, was jedoch nicht reichte.

Columbus und Tampa Bay: Souveräne Siege

Die Columbus Blue Jackets demontierten die Colorado Avalanche mit 7:2 (2:1, 4:1, 1:0) und erzielten im zweiten Drittel vier Treffer. Charlie Coyle sammelte vier Punkte (2+2) und stellte damit seinen persönlichen NHL-Karrierebestwert für Spiele ein, während Mathieu Olivier ein Tor und zwei Vorlagen verbuchte. Der Sieg beendete für Columbus eine Serie von zwei Niederlagen. Die Tampa Bay Lightning schlugen die Detroit Red Wings zu Hause mit 4:2 (2:0, 1:1, 1:1). Brayden Point traf erstmals in dieser Saison doppelt in einer Partie, ein weiteres Tor steuerte Anthony Cirelli bei. Für Detroit trafen Lucas Raymond und J.T. Compher, während Torhüter John Gibson das Eis nach dem ersten Drittel wegen einer Unterkörperverletzung verlassen musste.

Weitere Ergebnisse des Spieltags

Die Utah Mammoth gewannen auswärts gegen die Toronto Maple Leafs: Den Siegtreffer in der 13. Minute des dritten Drittels erzielte Nick Schmuhl per Abstauber nach einem Schuss von Clayton Keller, der das Spiel mit drei Vorlagen beendete. Ebenfalls für Utah trafen Dylan Guenther und Andrew Peeke; für Toronto schnürte Jack Roslovic einen Doppelpack, während Auston Matthews zwei Vorlagen beisteuerte.

Die Minnesota Wild siegten auswärts bei den Philadelphia Flyers mit 4:2 (0:2, 1:1, 1:1). Matt Boldy verbuchte zwei Punkte (1+1), zudem trafen Michael McCarron und Joel Eriksson Ek. Torhüter Jesper Wallstedt parierte 23 Schüsse. Minnesota baute seine Punkteserie auf sechs Spiele aus (fünf Siege und eine Overtime-Niederlage) und feierte den fünften Auswärtssieg in Folge. Die New York Rangers beendeten eine Serie von vier Niederlagen durch ein 3:1 (0:0, 1:0, 2:1) gegen die St. Louis Blues: Adam Fox, Oliver Bjorkstrand und Eeli Tolvanen trafen, während Goalie Dylan Garand 32 Schüsse abwehrte und die weiße Weste erst 52 Sekunden vor dem Ende verlor, als Pius Suter das einzige Tor für die Gäste erzielte. Die New Jersey Devils bezwangen die Edmonton Oilers im Shootout; Jack Hughes glänzte mit zwei Toren und einer Vorlage, Connor Hellebuyck hielt 18 Schüsse, während Evan Bouchard und Ryan Nugent-Hopkins für Edmonton trafen.