Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich zu der Frage geäußert, ob Anton Kowalskij dauerhaft zum Generalstaatsanwalt ernannt werden könnte. Nach Angaben des Staatsoberhauptes fungiert Kowalskij derzeit als kommissarischer Leiter der Behörde, es hätten jedoch noch keine offiziellen Gespräche oder Treffen mit potenziellen Kandidaten für diesen Posten stattgefunden.

Personelle Veränderungen in der Aufsichtsbehörde

Zur Erinnerung: Am 17. September dieses Jahres betraute Präsident Wolodymyr Selenskyj den Leiter der Staatsanwaltschaft der Oblast Chmelnyzkyj, Anton Kowalskij, mit den Aufgaben des Generalstaatsanwalts. Dieser Ernennung ging ein lauter Skandal und der Rücktritt des bisherigen Behördenleiters Ruslan Krawtschenko voraus, dessen Entlassung am 15. September 2026 durch einen entsprechenden Dekret des Staatsoberhauptes offiziell besiegelt wurde.

Gründe für den Rücktritt der vorherigen Führung

Der Führungswechsel in der Generalstaatsanwaltschaft folgte auf eine großangelegte Untersuchung des Nationalen Antikorruptionsbüros (NABU) und der Speziellen Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) mit dem Codenamen Operation Karthago. Vor dem Hintergrund dieser Ermittlungen reichte Ruslan Krawtschenko zunächst freiwillig seinen Rücktritt ein und erklärte später öffentlich die Zustellung eines Verdachts an NABU-Direktor Semen Krywonos.

Arbeitsabläufe während der Übergangszeit

Der kommissarische Generalstaatsanwalt Anton Kowalskij betonte seinerseits, dass personelle Veränderungen und der Wechsel an der Spitze die tägliche Arbeit der Aufsichtsbehörde in keiner Weise beeinträchtigen dürften. Seinen Zusicherungen zufolge läuft die Arbeit der Generalstaatsanwaltschaft und der regionalen Staatsanwaltschaften im regulären Modus weiter, und jegliche prozedurale Pausen oder Verzögerungen bei der Wahrnehmung der direkten Aufgaben sind inakzeptabel.