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title: "Wissenschaftler haben die verschollene Materie des Universums gefunden: Sie verbarg sich in riesigen Gaswolken"
description: "🌌 Wissenschaftler haben die verschollene baryonische Materie des Universums gefunden – sie verbirgt sich in riesigen Gaswolken um Galaxien! 🔭 Mit Hilfe von Fast Radio Bursts bewiesen Forscher, dass Schwarze Löcher Materie über Millionen von Lichtjahren „ausschleudern“. #wissenschaft #kosmos #entdeckung"
date: 2026-07-24T14:04:26.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/wissenschaftler-haben-die-verschollene-materie-des-universums-gefunden
tags: [fast-radio-bursts, baryonic-matter, mit, black-holes, galaxy-clusters]
publisher: "XAB.info"
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# Wissenschaftler haben die verschollene Materie des Universums gefunden: Sie verbarg sich in riesigen Gaswolken

![Riesige Gaswolken, in denen Wissenschaftler die fehlende Materie des Universums fanden](https://xab.info/media/2026/07/24/uchenye-nashli-propavshuyu-materiyu-vselennoy/uchenye-nashli-propavshuyu-materiyu-vselennoy-1.webp)

Seit Jahrzehnten stehen Astrophysiker vor einem Rätsel: Ein erheblicher Teil der gewöhnlichen Materie, die im frühen Universum hätte entstehen sollen, wurde weder in Sternen, Planeten noch in Galaxien gefunden. Eine kürzlich veröffentlichte Studie hat nun endlich Licht in diese Angelegenheit gebracht. Es stellte sich heraus, dass die fehlende Substanz nicht spurlos verschwunden ist – sie ist in gigantischen, fast unsichtbaren Gaswolken versteckt, die Galaxienhaufen umgeben.

### Wo verbirgt sich die fehlende Substanz?

Der Begriff „gewöhnliche Materie“ bezieht sich in der Astrophysik auf baryonische Materie – Substanz, die aus Protonen und Neutronen besteht. Laut Berechnungen bestand etwa 17 % des frühen Universums aus Baryonen. Doch bei der Berechnung der Masse aller sichtbaren Objekte – Sterne, Galaxien und Planeten – stellten die Wissenschaftler nur etwa 10 % dieser Menge fest. Wohin sind die restlichen 90 % verschwunden?

Lange Zeit basierten Hypothesen auf der Annahme, dass sich diese Materie in Form von kaltem, dünnem Gas im intergalaktischen Raum befindet. Dies jedoch zu bestätigen, war aufgrund der geringen Dichte und Dunkelheit solcher Wolken äußerst schwierig.

### Fast Radio Bursts als Suchinstrument

Der Durchbruch wurde durch die Nutzung eines einzigartigen kosmischen Phänomens ermöglicht – der Fast Radio Bursts (FRB). Diese kurzzeitigen, aber extrem starken Ausbrüche von Radiowellen wurden erstmals 2007 registriert. Ihre Natur ist bis heute nicht vollständig geklärt, doch ihre Energie reicht aus, um „eine ganze Galaxie zu überstrahlen“.

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und anderer wissenschaftlicher Zentren analysierten Tausende solcher Ausbrüche. Sie stellten fest, wie sich das Signal verzerrt, wenn es durch kosmische Materie wandert: Je mehr Substanz auf dem Weg liegt, desto stärker ist die „Verschmierung“ in der Zeit. Diese Verschmierung ist direkt proportional zur Menge der baryonischen Materie, die das Signal durchquert hat.

Indem sie die Daten zur Verschmierung mit Karten der Position von mehr als 6 Millionen Galaxien verglichen, identifizierte das Team ein klares Muster: Die fehlende Materie existiert tatsächlich, doch sie ist in Form von diffusen Wolken verteilt, die sich bis zu 4 Millionen Lichtjahre von den Galaxien entfernt befinden – deutlich weiter, als Computersimulationen vorhersagten.

### Materie-Fontänen von Schwarzen Löchern

Was kann Gas über solch enorme Entfernungen schleudern? Wissenschaftler gehen davon aus, dass hochenergetische Prozesse in den Zentren von Galaxien eine Schlüsselrolle spielen – insbesondere Plasmajets, die von supermassereichen Schwarzen Löchern ausgestoßen werden, sowie Supernova-Explosionen.

Haochen Wang, leitender Autor der Studie und Doktorand am MIT, merkte an: „Wir stellen fest, dass die Aktivität in Galaxien viel chaotischer ist, als wir dachten. Sie ähneln eher Fontänen und drängen Gas tatsächlich über sehr große Entfernungen hinaus“.

Diese Daten lösen nicht nur ein langjähriges Rätsel, sondern deuten auch darauf hin, dass Galaxien viel aktiver und dynamischer sind als bisher angenommen. Die Energie, die für den Ausstoß von Materie aufgewendet wird, ist erheblich höher als von Modellen vorhergesagt.

### Ein neues Kapitel in der Erforschung des Universums

Trotz des Erfolgs bleiben viele Fragen offen. Beispielsweise: Wie genau ist die Struktur dieser Wolken? Wie interagieren sie mit Galaxien? Und wie schnell zerstreuen sie sich in der intergalaktischen Umgebung?

Dennoch ist bereits jetzt klar: Fast Radio Bursts haben sich als mächtiges Instrument zur Kartierung der unsichtbaren Materie des Universums erwiesen. Mit jedem neu entdeckten FRB erhalten die Wissenschaftler immer mehr Daten, die unser Verständnis des Kosmos revolutionieren könnten.