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title: "Wohnungsgutscheine für Binnenvertriebene: Ab dem 1. August 2026 ändern sich die Regeln, einige Vertriebene verlieren Anspruch auf Hilfe"
description: "Ab dem 1. August 2026 ändern sich in der Ukraine die Regeln für die Ausgabe von Wohnungsgutscheinen für Binnenvertriebene. Das Kabinett der Minister hat die Anforderungen verschärft, um die Hilfe auf diejenigen zu konzentrieren, die keine Wohnung haben. Ein Teil der Vertriebenen könnte den Anspruch auf Unterstützung verlieren, und die Nutzung des Gutscheins als Anzahlung für eine Hypothek wird erst nach Verabschiedung eines neuen Gesetzes möglich sein. 🏠📉"
date: 2026-07-31T05:02:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/wohnungsgutscheine-fuer-binnenvertriebene-ab-dem-1-august-2026-aendern-sich-die-regeln
tags: [ukraine, vpo, kabinet-ministrov, ezhilye, displaced-persons]
publisher: "XAB.info"
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# Wohnungsgutscheine für Binnenvertriebene: Ab dem 1. August 2026 ändern sich die Regeln, einige Vertriebene verlieren Anspruch auf Hilfe

![Kinder spielen auf einem Spielplatz vor temporärer Containerunterkunft für Vertriebene, deren Anspruch auf Wohnbeihilfen ab dem 1. August 2026 geändert wird](https://xab.info/media/2026/07/31/zhilishnye-vauchery-dlya-vpo-s-1-avgusta-2026-menyayutsya-pravila/zhilishnye-vauchery-dlya-vpo-s-1-avgusta-2026-menyayutsya-pravila-1.webp)

Ab dem 1. August 2026 treten neue Regeln für die Vergabe von Wohnungsgutscheinen an Binnenvertriebene (BVP) in der Ukraine in Kraft. Das Kabinett der Minister hat die Verordnung Nr. 723 verabschiedet, die die Kriterien für die Gewährung staatlicher Unterstützung erheblich ändert. Ziel der Neuregelungen ist die Optimierung der Haushaltsausgaben und die Konzentration der Mittel auf jene Bürger, die tatsächlich keine alternative Unterkunft haben.

### Wer den Anspruch auf einen Gutschein verliert

Den aktualisierten Vorschriften zufolge werden ab dem 1. August bestimmte Kategorien von Vertriebenen den Anspruch auf einen Wohnungsgutschein verlieren. Obwohl die vollständige Liste der Ausnahmen im Text der Verordnung einer detaillierten Prüfung bedarf, wird das Fehlen eines eigenen Wohnraums und die Nichtteilnahme an anderen Unterstützungsprogrammen zum Schlüsselprinzip.

Wichtig ist zu beachten, dass die neuen Regeln keine rückwirkende Kraft haben werden. Vertriebene, die bereits einen Gutschein erhalten oder vor dem Inkrafttreten der Verordnung einen Antrag gestellt haben, behalten ihre Rechte. Staatliche Hilfe bleibt weiterhin für diejenigen verfügbar, die:

    - Kein Eigentum an einer Wohnung besitzen;

    - Nicht am Programm „єОселі' teilgenommen haben;

    - Sich auf einem vorübergehend besetzten Gebiet vor Beginn der Besetzung registriert haben.

### Wechselwirkung mit dem Programm „єОселі'

Eine der wichtigsten Änderungen ist das Verbot einer bestimmten Abfolge von Handlungen. Ab dem 1. August ist es Vertriebenen untersagt, zunächst die Teilnahme am Programm „єОселі' zu beantragen und dann einen Antrag auf einen Wohnungsgutschein für dieselbe Hypothek zu stellen. Das System funktioniert nun in umgekehrter Reihenfolge: Es ist erlaubt, zunächst einen Gutschein zu erhalten und diesen anschließend als Anzahlung in der Bank zu verwenden.

Um diese Möglichkeit jedoch zu verwirklichen, muss das entsprechende Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen werden. Das Parlament (Werchowna Rada) muss den Gesetzentwurf Nr. 15335 verabschieden, der das Verfahren für die Anrechnung des Gutscheins auf die Anzahlung technisch regelt. Wenn das Dokument von den Abgeordneten unterstützt wird, können Vertriebene den Wohnungsgutschein in Startkapital für den Kauf eines eigenen Hauses oder einer Wohnung umwandeln.

### Wichtige Nuancen für Vertriebene

Trotz der Verabschiedung des neuen Gesetzes über Vertriebene ist die Bescheinigung für Binnenvertriebene (BVP) vorerst nicht zu ersetzen. Bürgern wird auch nicht empfohlen, sich erneut registrieren zu lassen, wenn sie bereits registriert sind.

Im Juli dieses Jahres hat das Kabinett der Minister auch die Funktionsweise der vorübergehenden Unterkünfte für Binnenvertriebene aktualisiert. Die Unterbringungsbedingungen, die Mechanismen zur Überwachung der Wohnungen und die Gründe für die Räumung wurden geändert.

Besondere Aufmerksamkeit sollte Familien gewidmet werden, die bereits 2014 den Status von Binnenvertriebenen erhalten haben. Wenn sich solche Familien nach Beginn der Invasion nicht erneut verlagert haben, könnten sie mit einer Ablehnung der Gewährung von Kinderunterstützung konfrontiert werden.