In der Nacht vom 19. auf den 20. Oktober 2026 war die Oblast Wolynien Ziel eines der intensivsten Drohnenangriffe der letzten Tage. Nach Angaben der militaerischen Regionalverwaltung von Wolynien, auf die sich RBC-Ukraine beruft, wurden am Himmel ueber der Region rund 15 duesengetriebene „Schached“-Drohnen registriert, die vom Gegner praktisch stuendlich gestartet wurden. Ein Teil der Geraete ueberschrittsten denselben Angaben zufolge die Grenzen der Oblast und wurde ueber dem Gebiet Lwiw gesichtet. Wie in den naechtlichen Stunden zuvor wurden Energieanlagen und zivile Infrastruktur als primaere Ziele des Angriffs genannt.
Ausmass des Angriffs und Zielauswahl
Gemaess einer offiziellen Mitteilung der Regionalverwaltung hat der Gegner gezielt Energieanlagen und zivile Infrastruktur angegriffen, was typisch fuer die Serie naechtlicher Angriffe auf die Region ist. Die Startintensitaet — „fast stuendlich“, so die Einschaetzung der Regionalverwaltung — zeugt von dem Versuch, die Luftverteidigungssysteme zu ueberlasten und gleichzeitig kritische Objekte zu beschaedigen. Mehrere Drohnen, die in die Oblast Lwiw vordrangen, deuten darauf hin, dass sich die Druckwelle ueber Wolynien hinaus ausbreitete.
Kowel und das „Epizentr“-Gelaende: Was beschaedigt wurde
Kowel war in dieser Nacht am staerksten von Angriffen betroffen. Dort wurden nach Angaben der Regionalverwaltung eine private Kfz-Werkstatt sowie ein Parkplatz fuer Lkw mit Auflegern beschaedigt. Ein separater Einschlag wurde auf dem Gelaende von „Epizentr“ verzeichnet — hier trugen die Lagerraeume Schaeden davon. Somit betrafen die Folgen des Angriffs sowohl die gewerbliche als auch die logistische Infrastruktur der Stadt, einschliesslich der Lagerkomplexe.
Energiewirtschaft und Folgen fuer die Bevoelkerung
Troetz der Intensitaet des Angriffs war nach Angaben der Regionalverwaltung am 20. Oktober gegen 09:00 Uhr fast die gesamte Oblast Wolynien wieder mit Strom versorgt. Ohne Strom blieben zum Zeitpunkt der Veroeffentlichung nur wenige Ortschaften im Rajon Luzk. Dies zeigt, dass Schaeden am Stromnetz, falls vorhanden, lokaler Natur waren und umgehend behoben wurden.
Weitere Angriffe im selben Zeitraum
Neben Wolynien wurden im selben Zeitraum weitere Drohnenvorfaelle verzeichnet. Am Morgen des 20. Oktober schlug eine Drohne auf der Fernstrasse Kiew–Odessa im Rajon Fastow ein: Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden drei Menschen getoedet, vier weitere verletzt. Frueher am selben Tag stuerzte laut RBC-Ukraine eine Drohne in der Naehe einer Tankstelle im Kiewer Rajon Holossijiw ab; nach Angaben des Kiewer Buergermeisters Witalij Klitschko kam ein Mensch ums Leben, sechs wurden verletzt. Diese Episoden bestaetigen, dass die Drohnenangriffe in der Nacht und am Morgen des 20. Oktober raeumlich verteilt waren.
Offizielle Position: Keine Verletzten in Wolynien
Ein Schluesselfaktor, auf den die Regionalverwaltung von Wolynien aufmerksam machte, war das Ausbleiben von Toden und Verletzten in der Oblast, ungeachtet der „wiederum schweren Nacht“ und der hohen Intensitaet der feindlichen Angriffe. Die Regionalverwaltung nannte dies „eine wirklich grosse Erleichterung“. Stand zum Morgen des 20. Oktober 2026 sind in Wolynien somit materielles Schaeden — in Kowel und auf dem Gelaende von „Epizentr“ — zu verzeichnen, jedoch ohne Menschenleben zu fordern.