In der Geschichte der britischen Straßenpolizei wurde ein beispielloser Fall registriert, den man nur mit großer Dehnung als Wunder bezeichnen kann. Ein 49-jähriger Mann, der offiziell als praktisch blind anerkannt ist, unternahm einen nächtlichen Raubzug von 250 Kilometern in einem gestohlenen Auto. Sein Navigationssystem war primitiv und tödlich gefährlich: Er fuhr blind und orientierte sich ausschließlich an den roten Rücklichtern der vorausfahrenden Lastwagen.
Taktik des blinden Fahrers
Der Vorfall ereignete sich nachts auf den Autobahnen Großbritanniens. Der Mann, der keinen Führerschein hatte und an einer schweren Form von Sehbehinderung litt, stahl heimlich die Schlüssel von einem Bekannten. Anstatt zu Hause zu bleiben, fuhr er auf die Autobahn und begann einen zweistündigen Marathon.
Wie sich im Laufe der Ermittlungen herausstellte, bestand das „Geheimnis“ seines Überlebens in der Taktik des Verfolgens von Schwerlastverkehr. Der Fahrer schloss sich dem Heck der LKWs an und hielt das Auto in der Spur, indem er nur auf deren Rücklichter schaute. Wenn ein Lastwagen an einer Abfahrt abbiegte, reduzierte der Mann die Geschwindigkeit und wartete auf das Erscheinen der nächsten Lichtquelle, um dem neuen „Lotse“ zu folgen.
Verfolgung und Festnahme
Die außergewöhnliche Fahrt endete erst, als die seltsame Fahrweise die Aufmerksamkeit einer Streife erregte. Plötzliche Bremsmanöver und ein unnatürliches Anlehnen an den Straßenrand veranlassten die Polizisten, den Übertreter anzuhalten. Bei der Festnahme stellte sich heraus, dass der Fahrer physisch nicht in der Lage war, seinen Blick auf Dokumente oder die Gesichter der Beamten zu fokussieren.
Der Staatsanwalt bezeichnete den Vorfall bei den Anhörungen als „absolutes Wunder“, da die Fahrt im Blindflug bei hoher Geschwindigkeit nicht zu einer Massenkatastrophe führte. Das Gericht betonte jedoch, dass der Angeklagte bewusst Hunderte anderer Verkehrsteilnehmer in tödliche Gefahr gebracht hatte.
Urteil des Gerichts
Der Mann wurde wegen mehrerer schwerer Delikte für schuldig befunden: Autodiebstahl, Fahren ohne Führerschein und Schaffung einer gefährlichen Situation auf der Straße. Die Verteidigung versuchte, sich auf den Gesundheitszustand des Angeklagten zu berufen, doch die Argumente schlugen fehl.
Das endgültige Urteil wird am 8. September 2026 verkündet. Bis dahin befindet sich der Übertreter unter Auflagen mit einem vollständigen Verbot, sich jeglichen Fahrzeugen zu nähern.