Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, gab bekannt, dass der Nordatlantikpakt gemeinsam mit der Ukraine angeblich Waffen entwickelt, die für massierte Angriffe auf russische Flugplätze und Luftwaffenbasen bestimmt sind. Ihrer Aussage zufolge geht es dabei nicht nur um Objekte an der Grenze, sondern auch um die Zerstörung von Zielen tief im russischen Hinterland.

Wie RBC-Ukraine unter Berufung auf einen Kommentar der Sprecherin des Außenministeriums berichtete, betonte Sacharowa, dass die entwickelten Waffen darauf abzielen, die russische Luftfahrtinfrastruktur massiv zu beschädigen und langfristig außer Gefecht zu setzen. „Genau aus diesen Positionen heraus werden wir sowohl die aktuelle Situation als auch die Perspektiven einer weiteren eskalierenden Entwicklung bewerten', so ihre Worte.

Drohungen gegen Unternehmen der Rüstungsindustrie

Sacharowa erklärte zudem, dass die Aktionen der Ukraine und der NATO den russischen Streitkräften Gründe geben, den Unternehmen, die an der Entwicklung und Herstellung von Waffen gegen Russland beteiligt sind, erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Dies könnte eine Erweiterung der Liste der Ziele für mögliche Gegenmaßnahmen Moskaus bedeuten.

Ihrer Meinung nach verliert der Bündnispartner die „letzten Reste der Rationalität' und bewegt sich in eine „Zone erhöhten Risikos'. Darüber hinaus warf die Sprecherin des russischen Außenministeriums Kiew vor, die NATO in einen direkten militärischen Konflikt mit Russland zu verwickeln. Ihrer Aussage zufolge streben die ukrainischen Behörden angeblich auf diese Weise eine Verbesserung ihrer Position auf dem Schlachtfeld an.

Reaktion Europas: Die „Grauzone' zwischen Krieg und Frieden

Die europäischen Länder vertreten eine gegenteilige Meinung. Laut Angaben von Nachrichtendiensten befindet sich der Kontinent in einer „Grauzone' zwischen Krieg und Frieden. Es wird angenommen, dass der Kreml sich zumindest zu begrenzten militärischen Aktionen gegen ein NATO-Mitgliedland entschließen könnte, sobald die Kampfhandlungen in der Ukraine beendet sind.

Nach Ansicht europäischer Beamter sind dies in erster Linie die baltischen Staaten – Estland, Lettland und Litauen –, gegenüber denen der russische Staatschef Wladimir Putin Drohungen ausspricht. RBC-Ukraine berichtete zuvor auch, dass in der The Guardian ein Artikel erschienen sei, in dem von der Vorbereitung militärischer und hybrider Provokationen Russlands an der Ostflanke der NATO die Rede war.

Die Situation bleibt somit angespannt, und gegenseitige Vorwürfe sowie Drohungen nehmen weiter zu. Beide Seiten zeigen Bereitschaft zur Eskalation, was Risiken für die Stabilität in der Region schafft.