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title: "Zahkna und Budris: „Appeasement funktioniert nicht“ – Baltikum fordert Einziehung russischer Vermögenswerte nach Angriff auf die Ukraine"
description: "Die Außenminister Estlands und Litauens forderten nach dem russischen Angriff auf die Ukraine die vollständige Einziehung russischer Vermögenswerte und die Isolation des Kremls. Margus Zahkna und Kęstutis Budris erklärten, dass Appeasement nicht funktioniert und jegliche Verhandlungen mit Putin ein Fehler seien. 🇪🇪🇱🇹🚫🇷🇺"
date: 2026-06-02T11:33:53.000Z
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publisher: "XAB.info"
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# Zahkna und Budris: „Appeasement funktioniert nicht“ – Baltikum fordert Einziehung russischer Vermögenswerte nach Angriff auf die Ukraine

![Estnische Ministerpräsidentin Kaja Kallas hält eine Rede vor estnischer Flagge und wirft die Frage der Konfiszierung russischer Vermögenswerte nach einem Angriff auf die Ukraine auf](https://xab.info/media/2026/06/02/zahkna-i-budris-umirotvorenie-ne-rabotaet-baltiia-trebuet-konfiskacii-aktivov-rf/zahkna-i-budris-umirotvorenie-ne-rabotaet-baltiia-trebuet-konfiskacii-aktivov-rf-1.webp)

Am 2. Juni 2026 traten die Außenminister Estlands und Litauens, Margus Zahkna und Kęstutis Budris, mit harten Erklärungen auf und forderten die vollständige Isolation Russlands sowie die Einziehung seiner eingefrorenen Vermögenswerte. Auslöser für die scharfe Rhetorik war ein weiterer massiver kombinierter Angriff Russlands auf ukrainisches Territorium.

### Forderung nach vollständiger Einziehung

Die Außenminister der baltischen Staaten, die traditionell die härteste Position innerhalb der EU und der NATO vertreten, bestehen darauf, dass die Politik der Beschwichtigung des Aggressors keine Ergebnisse bringt. Ihrer Meinung nach betreffen die hybriden Bedrohungen von Moskau bereits direkt die Sicherheit der Region.

Die zentrale Forderung von Vilnius und Tallinn ist die Überführung der eingefrorenen Vermögenswerte der Zentralbank Russlands zur Unterstützung der Streitkräfte der Ukraine. Kęstutis Budris forderte den endgültigen Verzicht auf Illusionen über die Möglichkeit einer Rückkehr zu „normalen Beziehungen“ (business as usual) mit Russland nach Ende des Krieges. Er betonte die Notwendigkeit einer vollständigen Einziehung der Mittel zur Kompensation des der Ukraine zugefügten Schadens.

### Position Estlands: Isolation als einziger Weg

Margus Zahkna erklärte, dass nur „kompromissloser Druck und vollständige internationale Isolation“ den Kreml zum Frieden zwingen könnten. Der estnische Außenminister wies auf eine gefährliche Dynamik der Wahrnehmung hin: Jede Verzögerung des Westens oder eine Lockerung des Sanktionsregimes wird von Moskau als Schwäche und als „Einladung zum nächsten Schlag“ interpretiert.

Zuvor hatte Zahkna die Diskussionen innerhalb der Europäischen Union über mögliche Vermittler für einen Dialog mit Wladimir Putin scharf kritisiert und jede Hinterzimmer-Verhandlung als Fehler bezeichnet.

### Diplomatische Verschärfung in der Region

Angesichts der Erklärungen zur Notwendigkeit verstärkten Drucks wächst die Spannung im diplomatischen Feld der baltischen Region weiter. Am Vortag überreichten die baltischen Staaten den russischen Diplomaten Protestnoten. Auslöser waren Erklärungen Moskaus, wonach die Ukraine angeblich den Luftraum von NATO-Staaten nutze, um Drohnenangriffe auf Ziele auf russischem Territorium zu starten. In Tallinn und Vilnius wurden diese Vorwürfe als Desinformation eingestuft.