Die Ukraine verbessert weiterhin das Unterstützungssystem für Militärangehörige, die eine Gefangenschaft überlebt haben. Die Regierung hat beschlossen, den Kreis der Personen zu erweitern, die Anspruch auf eine monatliche finanzielle Hilfe in Höhe von 50.000 Hrywnja haben. Diese Maßnahme zielt darauf ab, jenen Beschützern zu helfen, die nach ihrer Rückkehr in die Freiheit einer längeren Erholungsphase bedürfen.
Erweiterung der Kriterien für Zahlungen
Laut RBC-Ukraine, mit Verweis auf Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko, steht die staatliche Unterstützung nun einem breiteren Kreis von Beschützern zur Verfügung. Zuvor konnte die Hilfe eingeschränkt sein, doch nun ist die Regierung den Bedürftigen entgegengekommen und berücksichtigt dabei die Schwere der Bedingungen, unter denen sich die Soldaten befanden.
Die Schlüsselbedingung für den Erhalt der Zahlung von 50.000 Hrywnja pro Monat ist nun der Bedarf an einer stationären Behandlung über einen Zeitraum von mehr als 30 Tagen. Das bedeutet, dass der Staat die finanzielle Unterstützung übernimmt, während der Militärangehörige aufgrund seines Gesundheitszustands, der eine langfristige medizinische Beobachtung erfordert, nicht arbeiten kann.
Position der Regierung
Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko betonte, dass es Aufgabe des Staates sei, allen Beschützern und Beschützerinnen, die unmenschliche Bedingungen in russischer Gefangenschaft überlebt haben, ein würdevolles Leben zu ermöglichen. Die Erweiterung des Kreises der Hilfeempfänger ist eine direkte Antwort auf diese Herausforderungen und demonstriert die Bereitschaft der Regierung, diejenigen zu unterstützen, die Prüfungen durchstanden haben.
Zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen
Neben den finanziellen Zahlungen wurden für befreite Kriegsgefangene auch andere administrative Verfahren vereinfacht. Seit dem 1. November 2025 wurde in der Ukraine das Verfahren zur Beantragung einer Aussetzung der Einberufung vereinfacht. Nun reicht ein einmaliger Antrag beim Zentrum für die Erbringung von Verwaltungsdienstleistungen (ZNAU), wonach die Aussetzung automatisch alle 90 Tage verlängert wird. Dies befreit Veteranen von der Notwendigkeit, ihren Status ständig zu bestätigen.
Zudem hat die Werchowna Rada zuvor ein Gesetz verabschiedet, das Militärangehörigen, die aus der Gefangenschaft befreit wurden, das Recht auf einen zusätzlichen Urlaub von 90 Kalendertagen bei voller Gehaltssicherheit gewährt. Dies ermöglicht es den Beschützern, ihre Kräfte und ihre Gesundheit wiederherzustellen, ohne Einkommenseinbußen zu erleiden.
Insgesamt schaffen diese Maßnahmen ein zuverlässigeres System des sozialen Schutzes für diejenigen, die eine Gefangenschaft durchlebt haben, und gewährleisten ihnen nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch die Möglichkeit einer vollständigen Genesung.